St. Michaelis (Hof)

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Ansicht von St. Michaelis
Lithografie von Georg Könitzer (um 1850)

Die Kirche St. Michaelis in Hof ist eine evangelisch-lutherische Stadtkirche.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Kirche St. Michaelis geht bis zurück auf einen Kapellenbau um 1230. Ende des 14. Jahrhunderts entstand eine dreischiffige Hallenkirche, die immer weiter ausgebaut wurde. Kaspar Löner war ein bedeutender protestantischer Pfarrer der Reformationszeit. Beim Stadtbrand von 1823 brannte die Kirche bis auf die Umfassungsmauern und Türme ab und wurde in den Folgejahren wieder aufgebaut.

Den Altar von 1884 schuf Anselm Sickinger, der ursprüngliche Hofer Altar von 1465 war ein Auftrag von Hertnid von Stein und stammte von Hans Pleydenwurff. Er wird seit 1811 in der Alten Pinakothek in München ausgestellt.

Die Heidenreich-Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel von St. Michaelis wurde von den Gebrüdern Heidenreich (Hof) in den Jahren 1828–1834 erbaut. Das Instrument hatte 34 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischen Trakturen. Im Laufe der Zeit wurde dieses Instrument mehrfach verändert, u.a. unter dem Eindruck der Orgelbewegung, wobei auch etliches an historischem Pfeifenmaterial verloren ging. Die Orgel erfuhr 1967 durch Orgelbau Schmid eine Rekonstruktion und Erweiterung um ein neues Schwellwerk und eine zusätzliche Kleinpedal-Lade. In den Jahren 2006–2007 wurde das Instrument durch die Orgelbaufirma Karl Schuke (Berlin) umfassend restauriert und ein neues Schwellwerk geschaffen. Das Instrument verfügt heute über 63 Register auf drei Manualen und Pedal.[1]

II Hauptwerk C–f3

1. Bordun 16′
2. Principal 8′
3. Gemshorn 8′
4. Gambe 8′
5. Violfloete 8′
6. Rohrflöte 8′
7. Octave 4′
8. Koppelfloete 4′
9. Viola 4′
10. Quint 3′
11. Oktave 2′
12. Cornett V (ab g0) 8′
13. Mixtur IV 2′
14. Cimpel III 2/3
15. Trompete 8′
II Oberwerk C–f3
16. Quintatoen 16′
17. Principal 8′
18. Floet traver 8′
19. Flaut lament 8′
20. Salicional 8′
21. Bordun 8′
22. Octave 4′
23. Floet travers 4′
24. Spitzfloete 4′
25. Nasat 3′
26. Hohlfloete 2′
27. Terz 13/5
28. Quinte 11/3
29. Mixtur 11/2
30. Krummhorn 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–f3

31. Viola di Pomposa 16′
32. Geigenprincipal 8′
33. Flauto amabile 8′
34. Lieblich Gedackt 8′
35. Gambe 8′
36. Vox celestis (ab c0) 8′
37. Fugara 4′
38. Floete 4′
39. Salicet 4′
40. Nasard 22/3
41. Flautino 2′
42. Terz 13/5
43. Piccolo 1′
44. Mixtur IV 22/3
45. Fagott 16′
46. Trompete 8′
47. Oboe 8′
48. Klarine 4′
Tremulant
Pedal C–f1

49. Untersatz 32′
50. Principal 16′
51. Violon 16′
52. Subbaß 16′
53. Oktave 8′
54. Bordunbaß 8′
55. Oktave 4′
56. Pommer 4′
57. Blockfloete 2′
58. Cornettbaß III 51/3
59. Mixtur V 4′
60. Posaune 16′
61. Trompete 8′
62. Trompete 4′
63. Regal 2′

Stadtkantoren[Bearbeiten]

  • Reinhard Wachinger (* 1936)
  • Georg Stanek (* 1971)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Umfassende Informationen zur Geschichte und zur Restaurierung der Heidenreich-Orgel, gesehen 21. November 2010.

50.32188111.919934Koordinaten: 50° 19′ 19″ N, 11° 55′ 12″ O