St. Stefan am Walde

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St. Stefan am Walde
Wappen von St. Stefan am Walde
St. Stefan am Walde (Österreich)
St. Stefan am Walde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 16,09 km²
Koordinaten: 48° 34′ N, 14° 6′ O48.56833333333314.102222222222807Koordinaten: 48° 34′ 6″ N, 14° 6′ 8″ O
Höhe: 807 m ü. A.
Einwohner: 794 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 49 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4170
Vorwahl: 07216
Gemeindekennziffer: 4 13 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Stefan a.W. 65
4170 Haslach an der Mühl
Website: www.st-stefan.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Mayr (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(13 Mitglieder)
9 ÖVP, 4 SPÖ
Lage der Gemeinde St. Stefan am Walde im Bezirk Rohrbach
Afiesl Ahorn Aigen im Mühlkreis Altenfelden Arnreit Atzesberg Auberg Berg bei Rohrbach Haslach an der Mühl Helfenberg Hofkirchen im Mühlkreis Hörbich Julbach Kirchberg ob der Donau Klaffer am Hochficht Kleinzell im Mühlkreis Kollerschlag Lembach im Mühlkreis Lichtenau im Mühlkreis Nebelberg Neufelden Neustift im Mühlkreis Niederkappel Niederwaldkirchen Oberkappel Oepping Peilstein im Mühlviertel Pfarrkirchen im Mühlkreis Putzleinsdorf Rohrbach in Oberösterreich St. Johann am Wimberg St. Martin im Mühlkreis St. Peter am Wimberg St. Stefan am Walde St. Ulrich im Mühlkreis St. Veit im Mühlkreis Sarleinsbach Schlägl Schönegg Schwarzenberg am Böhmerwald Ulrichsberg OberösterreichLage der Gemeinde St. Stefan am Walde im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Stefan am Walde[1] (auch Sankt Stefan am Walde) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel mit 794 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Rohrbach in Oberösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Sankt Stefan am Walde liegt auf 807 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,7 km, von West nach Ost 5,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 16 km². 33,8 % der Fläche sind bewaldet, 61,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Dambergschlag, Gmain, Haid, Herrnschlag, Innenschlag, Oberafiesl, Obereben, Oberriedl, Preßleithen, Raiden, Sankt Stefan am Walde, Untereben, Unterriedl.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich unter der Lehnshoheit der Passauer Bischöfe, war der Ort während der Napoleonischen Kriege mehrfach u.a. von Bayern besetzt. Seit 1814 gehört der Ort endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat als oberstes Gremium der Gemeinde umfasst 13 Sitze und wird alle sechs Jahre im Zuge oberösterreichweiter Gemeinderatswahlen gewählt. Der Gemeindevorstand setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, wobei die Österreichische Volkspartei (ÖVP) nach der Gemeinderatswahl 2009 mit dem Bürgermeister und dem Vizebürgermeister im Gemeindevorstand vertreten ist und damit in diesem Gremium die absolute Mehrheit stellt. Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) entsendet ein weiteres Mitglieder.

Stärkste Fraktion im Gemeinderat von St. Stefan ist seit jeher die ÖVP, die in der Zeit seit 1945 immer die absolute Stimmen- und Mandatsmehrheit erzielte und meist sogar eine Zweidrittelmehrheit erreichte. Seit 1945 verzeichnete die ÖVP Wahlergebnisse zwischen 65,5 und 80,6 Prozent, wobei die ÖVP ihr bestes Ergebnis 1961 erzielte, ihr schlechtestes 1949. Zweitstärkste Partei im Gemeinderat von St. Stefan war seit 1945 immer die SPÖ, wobei die SPÖ seit 1945 auf Ergebnisse zwischen 19,4 und 34,5 kam. Andere Parteien als ÖVP und SPÖ kandidierten seit 1945 nicht in der Gemeinde.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird seit 1997 in einer Direktwahl bestimmt, wobei es bei keiner absoluten Mehrheit für einen Kandidaten zu einer Stichwahl kommt. Die erste Direktwahl konnte der seit 1991 amtierende Bürgermeister Franz Engleder (ÖVP) mit 86,8 Prozent gegen den Kandidaten der SPÖ im ersten Wahlgang für sich entscheiden. 2003 trat Franz Anzinger für die ÖVP an. er kam bei der Bürgermeisterdirektwahl auf 87,8 Prozent, wobei es diesmal keinen Gegenkandidaten gab. 2009 wurde Anzinger mit 66,7 Prozent im Amt bestätigt, wobei diesmal ein Kandidat der SPÖ gegen ihn kandidierte.[3]

Bürgermeister seit 1850:[4]

Amtszeit Name Amtszeit Name
1850-1958 Joseph Hinterhölzl 1919-1924 Johann Atzlesberger
1858-1862 Joseph Rechberger 1924-1929 Franz Piermayr
1862-1870 Jakob Scheiblhofer 1929-1938 Anton Hehenberger
1870-1876 Josef Leibetseder 1938-1945 Franz Engleder
1876-1879 Mathias Riedl 1945-1946 Josef Kloiböck
1879-1894 Josef Leibetseder 1946-1949 Josef Hetzmannseder
1894-1897 Josef Winkler 1949-1967 Markus Pürmayer
1897-1906 Johann Hetzmannseder 1967-1991 Josef Kitzmüller
1906-1909 Leopold Anzinger 1991-2003 Franz Engleder
1909-1911 Josef Leibetseder 2003-2014 Franz Anzinger
1911-1913 Johann Hetzmannseder seit 2014 Alfred Mayr
1913-1919 Georg Mayr

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at st stefan am walde.png

Die Gemeinde Schönegg bestimmte mit Beschluss des Gemeinderats am 4. November 1968 die Gestaltung des Gemeindewappens sowie die Gemeindefarben (Gelb). Das Wappen wurde in der Folge durch Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung vom 17. Mai 1971 verliehen bzw. die Gemeindefarben genehmigt. Die Blasonierung des Wappens lautet: „Geteilt; oben in Gold ein blaues, schrägrechts gestelltes Beil mit schwarzem Stiel, unten in Grün drei silberne, zwei zu eins gestellte, unregelmäßig geformte Steine.“ Das Beil im Wappen steht für eine Sage, die sich um die Gründung der Pfarrkirche rankt. Als die Errichtung der Pfarrkirche nicht gelingen wollte, kam der Heilige Stefan in der Gestalt eines Zimmermannes aus dem Wald und trug den Bauleuten auf, das Gotteshaus dort im Wald zu errichten, wo die von ihm geworfene Axt liegt. Die Steine im unteren Teil des Wappen stehen wiederum für den Orts- und Pfarrpatron, der in Jerusalem gesteinigt wurde. Der Entwurf des Gemeindewappens stammt von Gerhard Hirnschrodt aus Linz.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmal zur Entstehungssage der Kirche von St. Stefan
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Stefan am Walde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Land Oberösterreich Gemeinderatswahlen in St. Stefan am Walde ab 1945
  3. Land Oberösterreich Wahlergebnis bei Bürgermeisterwahlen
  4. Land Oberösterreich Bürgermeister der Gemeinde St. Stefan Walde seit 1850
  5. Land Oberösterreich Wappen der Gemeinde St. Stefan am Walde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Stefan am Walde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien