St. Willibald (München)

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St. Willibald in München-Pasing

Die katholische Pfarr- und Klosterkirche der Salvatorianer St. Willibald ist ein moderner Kirchenbau in München. Das Pfarrgebiet wird im Norden durch die Gleise der Bahnstrecke München–Augsburg, im Westen durch die Straße „Am Knie“, die Fischer-von-Erlach-Straße und die Willibaldstraße, im Süden durch die Cammerloher Straße sowie im Osten durch die Agricolastraße im Münchner Stadtteil Laim begrenzt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche wurde 1958 nach Plänen des Architekten Hansjakob Lill im Osten des Stadtteils Pasing[2] errichtet. Kirchenpatron ist der Heilige Willibald von Eichstätt.

Die Entstehung der Kirche fällt zusammen mit der Neuordnung der Pfarreien in München. Nach dem sprunghaften Anstieg der Einwohnerzahl in den 1950er Jahren sollten die großen, unübersichtlich gewordenen Pfarreien in kleinere Gemeinden gegliedert werden. Der Grundstein der Kirche wurde am 13. April 1958 durch den Münchener Weihbischof Johannes Neuhäusler gelegt. Die Weihe fand am 30. November 1958, dem ersten Adventsonntag, durch Kardinal Joseph Wendel statt. Die Kirche war zunächst Kuratie der Pfarrkirche St. Ulrich. Am 1. Januar 1963 wurde sie zur Pfarrei erhoben. Die Leitung der Pfarrei wurde der Gesellschaft des Göttlichen Heilandes übertragen.

Orgel[Bearbeiten]

Orgel

Die Orgel von St. Willibald wurde 1993 von der Orgelbaufirma Alfred Führer (Wilhelmshaven) erbaut. Das Instrument hat 41 Register (2983 Pfeifen) auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen als Doppeltrakturen (mechanisch und elektrisch) angelegt.[3]

I Hauptwerk C–g3
1. Bordun 16′
2. Prinzipal 8′
3. Rohrflöte 8′
4. Oktave 4′
5. Spitzflöte 4′
6. Quinte 22/3
7. Oktave 2′
8. Cornett V 8′
9. Mixtur IV-VI 11/3
10. Trompete 8′
II Positiv C–g3
11. Gedackt 8′
12. Quintade 8′
13. Prinzipal 4′
14. Gedacktflöte 4′
15. Waldflöte 2′
16. Sesquialtera II 22/3
17. Larigot 12/3
18. Scharff III
19. Krummhorn 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–g3
20. Prinzipal 8′
21. Hohlflöte 8′
22. Gamba 8′
23. Vox coelestis 8′
24. Prinzipal 4′
25. Gemshorn 4′
26. Nazard 2′
27. Hohlflöte 2′
28. Terz 13/5
29. Mixtur V 2′
30. Basson 16′
31. Oboe 8′
32. Clairon 4′
Tremulant
Pedal C–f1
33. Prinzipal 16′
34. Subbass 16′
35. Quinte 102/3
36. Oktave 8′
37. Bordun 8′
38. Oktave 4′
39. Rauschpfeife IV 2′
40. Posaune 16′
41. Trompete 8′

Glocken[Bearbeiten]

Salvator- und Rosenkranzglocke

Oberhalb der Turmuhr hängt im fünfstöckigen Stahlglockenstuhl das klangvolle Fünfergeläut, das 1958 von der Glockengießerei Johann Hahn gegossen wurde. Die größte Glocke trägt eine reiche Verzierung mit umlaufenden Medaillons, die die einzelnen Rosenkranzgeheimnisse darstellen.

Das Vollgeläut erklingt jeden Samstag um 15 Uhr zum Sonntageinläuten, vor den Sonntagsmessen und zur Sonntagsvesper.[4] Das Vorläuten macht die große Glocke. Vor Werktagsmessen werden die beiden kleinen Glocken geläutet. Zum Engel des Herrn läutet die Josefsglocke, abends schließt sich die Michaelsglocke zum Armeseelenläuten an. Der Uhrschlag erfolgt über die Glocken Josef (Viertelstunden) und Salvator (volle Stunden).

Nr.
 
Name
(Funktion)
Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
Schlagton
 
1 Salvator und Rosenkranz (Sonntagsglocke) 1.400 1.600 des1
2 Dreifaltigkeit 1.250 1.050 es1
3 Josef (Angelusglocke) 1.100 700 f1
4 Willibald 920 400 as1
5 Michael (Armeseelenglocke) 820 300 b1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internetseite der Pfarrei St. Willibald
  2. Amtlicher Stadtplan der Landeshauptstadt München vom Kommunalreferat Vermessungsamt
  3. Informationen zur Orgel
  4. Videoaufnahme des Vollgeläuts

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kath. Pfarrkirche St. Willibald München-Pasing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.14105833333311.48475Koordinaten: 48° 8′ 28″ N, 11° 29′ 5″ O