Staatlicher Pensionsfonds (Norwegen)

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Der Staatliche Pensionsfonds des Königreichs Norwegen (norw.: Statens pensjonsfond oder Oljefondet) ist der größte Staatsfonds der Welt. Das verwaltete Vermögen belief sich Ende Oktober 2012 auf 3.723 Milliarden Norwegische Kronen, rund 508 Milliarden Euro.[1] Im dritten Quartal 2012 erwirtschaftete er eine Rendite von 4,7 Prozent.

Der Fonds soll die Öleinnahmen investieren, um für die Zeit vorzusorgen, in der die Ölreserven der Nordsee zur Neige gehen.[2] 2010 war Norwegen der neuntgrößte Erdölexporteur der Welt und lag bei der Gesamtförderung auf Rang 14.

Der Fonds besteht aus zwei Teilfonds, die im Jahr 2006 zusammengeführt wurden:[3]

  • Statens pensjonsfond Norge (dt. Staatlicher Pensionsfonds Norwegen): Dieser Fondsteil verwaltet die Mittel der Sozialversicherung und wurde bereits 1967 eingerichtet. Mit dem Fonds soll gesichert werden, dass die Sozialbeiträge möglichst gewinnbringend angelegt werden.
  • Statens pensjonsfond utland (dt. Staatlicher Pensionsfonds Ausland): 1990 wurde der Ölfonds gegründet, der bis heute die direkten Einnahmen aus der Erdölförderung aufnimmt. Formell ist das norwegische Finanzministerium Eigner des Fonds, es entscheidet auch über dessen grundsätzliche strategische Ausrichtung. Die Investitionen unterliegen außerdem grundlegenden ethischen, sozialen und ökologischen Regeln. Dadurch sind Beteiligungen an etlichen Unternehmen ausgeschlossen, etwa in der Rüstungsbranche. Die Verwaltung des Fonds obliegt innerhalb dieser Richtlinien der norwegischen Nationalbank. Die Mittel sind ausschließlich in Aktien, Obligationen und anderen Wertpapieren im Ausland angelegt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oljefondet er verdens største statlige investeringsfond aftenposten.no, 5. November 2012
  2. Heiko Metzger, Jennifer Tiede: Bilderserie. Die größten Staatsfonds der Welt (Version vom 23. August 2008 im Internet Archive) Financial Times Deutschland, 20. August 2008, abgerufen am 6. November 2012
  3. Daniela Lehner: Norwegischer Ölfonds überholt Abu Dhabi Investment Fund (Version vom 14. Januar 2013 im Webarchiv Archive.today) Wirtschaftskammer Österreich, 10. Juni 2011, abgerufen am 6. November 2012