Stabilisierung

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Stabilisierung oder Stabilisation bedeutet, einen Körper, Gegenstand oder Stoff mit unterschiedlichen Mitteln in einen stabilen Zustand, eine Position oder Lage zu bringen und/oder darin zu halten. Stabilisierung kann sich auch auf wirtschaftliche und politische Systeme, Firmen, Aktienkurse oder Personen und deren Gesundheitszustand beziehen. Zunehmend wird der Begriff „Verstetigung“[1] anstelle von Stabilisierung verwendet, etwa bei der Speicherung von Windenergie (wo Flüchtiges stetig gemacht, der Wind „verstetigt“, also stabil gespeichert werden soll) oder in der Politik („Verstetigung der Einnahmen auf hohem Niveau“). Siehe auch: stabiles Gleichgewicht.

Physik[Bearbeiten]

Mechanische Stabilisierung etwa Befestigung eines Werkstückes, Bauteils oder eines Werkstoffes, die Sicherung gegen Verrutschen, wie zum Beispiel eine Montage mit Schrauben (Halterung), oder einer Linearführung („seitliche Fixierung“), das Festschnallen von Ladegut (Ladegutsicherung), Fixieren der Frisur durch ein Haarspray, Fixieren der Stelle eines Stoffes mit Stecknadeln.

Physikalisch betrachtet beruht mechanische Stabilisierung auf Zwangskräften und Drehmomenten (Einspannmoment, uä.), oder auf Gegenkräften.

In Natur und Technik beruht die Stabilisierung von Körpern und Bewegungen häufig auf den eulerschen Gleichungen (Bewegung), den Bernoulli-Gleichungen (Druck in Fluiden: Flüssigkeiten und Gase) und auf Regelkreisen im Sinne einer Selbststeuerung.

Chemie[Bearbeiten]

Medizin und Psychologie[Bearbeiten]

  • Stabilisierung von Knochenbrüchen (durch Schienung oder Verbandmittel)
  • Stabilisierung von Atmung und Blutkreislauf
  • Stabilisierung eines Allgemeinzustandes, der zuvor lebensbedrohlich war und/oder rasches Handeln erforderte (z.B. bei verwundeten Soldaten) - siehe Intensivmedizin
  • In der Psychologie die emotionale Stabilisierung (Normalisierung der individuellen Gefühle und Reaktionen) nach Traumata, Irritationen oder Schocks

Navigation und Geodäsie[Bearbeiten]

In der Navigation ist v.a. die räumliche Stabilisierung von Messinstrumenten von Bedeutung. In der Luftfahrt sind dies kreiselstabilisierte Plattformen wie der künstliche Horizont, in der Nautik der Kreiselkompass.

Nach ähnlichem Prinzip funktioniert in der Vermessung der Kreiseltheodolit zur automatischen Azimutbestimmung. Aber auch normale Theodolite müssen relativ zur Lotrichtung stabilisiert werden, was durch Höhenkompensator oder Neigungssensoren erfolgt.

Eine ganz andere Bedeutung hat das Wort Stabilisierung bei Festpunkten, was deren stabile Absicherung im Boden durch spezielle Vermarkungen bezeichnet.

Beispiele[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wissenschaftlich hat der in Verstetigung enthaltene Kernbegriff „stetig“ eine andere Bedeutung als „stabil“.