Stabsarzt
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Der Dienstgrad Stabsarzt ist der niedrigste Dienstgrad in der Laufbahn der Sanitätsoffiziere der Bundeswehr.
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[Bearbeiten] Bundeswehr
[Bearbeiten] Dienstgrad
Ein Stabsarzt ist ein Sanitätsoffizier, er hat also Medizin oder Zahnmedizin studiert. Sanitätsoffiziere, die approbierte Veterinärmediziner oder Apotheker sind, tragen den entsprechenden Dienstgrad Stabsveterinär oder Stabsapotheker.
Der Stabsarzt ist dem Hauptmann (Heer und Luftwaffe) bzw. Kapitänleutnant (Marine) gleichgestellt, auch das Dienstgradabzeichen unterscheidet sich nur durch eine zusätzliche Kennzeichnung.
Die Anrede eines Stabsarztes ist „Herr Stabsarzt“ oder „Frau Stabsarzt“, Formen wie „Stabsärztin“ sind - obgleich vielfach umgangssprachlich verwendet - nicht korrekt.
Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen allen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee, Unteroffizieren mit Portepee und den Leutnanten Befehle erteilen. Durch ihre Dienststellung als Arzt sind Stabsärzte regelmäßig auch Fachvorgesetzte nach §2 VorgV.
Im Vergleich zu Hauptleuten oder Kapitänleutnanten ist der Stabsarzt in der Bundeswehr eine Besoldungsgruppe höher eingeordnet (A13 nach Bundesbesoldungsordnung (BBesO)). Grund dafür ist die längere Ausbildung und eine Erhöhung der Attraktivität der Laufbahn durch Annäherung an die Bezahlung von Ärzten im zivilen Bereich.
[Bearbeiten] Laufbahn
Die meisten Stabsärzte bei der Bundeswehr haben vorher als Sanitätsoffizieranwärter (SanOA) an einer zivilen Hochschule in Deutschland Medizin studiert. Eine Besonderheit beim Wechsel vom Sanitätsoffizieranwärter zum Sanitätsoffizier besteht darin, dass der Dienstgrad Oberleutnant übersprungen wird. Das heißt, SanOA werden vom Leutnant (SanOA) oder Leutnant zur See (SanOA) sofort nach Erhalt der Approbationsurkunde zum Stabsarzt befördert.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit, dass Zivilisten, die bereits approbierte Ärzte sind, direkt als Stabsarzt (oder höher) eingestellt werden.[1]
[Bearbeiten] Verwendung
Stabsärzte werden nach dem absolvieren einer militärischen Aufbauausbildung, der postuniversitären militärischen Ausbildung (PUMA) grundsätzlich zunächst zwei Jahre als Assistenzärzte in den Bundeswehrkrankenhäusern eingesetzt, um erste klinische Erfahrungen zu sammeln und zusätzlich die Fachkunde Rettungsmedizin zu erwerben. Anschließend folgt die Verwendung als Truppenarzt in einer regionalen Sanitätseinrichtung der Bundeswehr. Möglich ist auch die Verwendung als Schiffsarzt im Marinesanitätsdienst. Während dieser Zeit werden Stabsärzte auch zu Auslandseinsätzen herangezogen, wo sie beispielsweise als Assistenzärzte in Feldlazaretten oder als Notärzte in beweglichen Arzttrupps (BAT) eingesetzt werden.

