Stachelspitzige Segge

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Stachelspitzige Segge
Cleaned-Carex mucronata.png

Stachelspitzige Segge (Carex mucronata)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Stachelspitzige Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex mucronata
All.

Die Stachelspitzige Segge (Carex mucronata) ist eine in Mitteleuropa heimische Seggenart (Carex). Sie ist eine verschiedenährige Segge.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Stachelspitzige Segge ist eine ausdauernde Pflanze und bildet Horste. Sie wird 7 bis 30 cm hoch. Die Stängel sind glatt, rund und dünn. Sie sind schlaff, gebogen und überragen die Blätter leicht. Die Blätter sind weniger als 1 mm breit, borstenförmig und gekrümmt. Die grundständigen Scheiden sind blass- oder rötlich-braun und zerfasernd.

Es gibt ein bis zwei weibliche Ährchen. Sie sind 1 bis 2 cm lang, wenigblütig und praktisch ungestielt. Es gibt ein männliches Ährchen, das kurz gestielt ist. Das unterste Hüllblatt hat eine kurze Scheide und ist kürzer als der Blütenstand, jedoch länger als sein Ährchen.

Die Tragblätter sind dunkel rotbraun und haben einen hellen Mittelstreifen und einen weißen Hautrand. Der Griffel trägt zwei Narben. Blütezeit ist Mai bis August.

Die Frucht ist 4 bis mm lang, kurz behaart, aber verkahlend und braun. Sie ist schmal eiförmig und geht allmählich in den kurzen Schnabel über, der zwei Zähne hat. Die Frucht ist länger als ihr Tragblatt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Art ist auf Europa beschränkt und ist ein submeridional-subalpines bis temperat-subalpines, subozeanisches Florenelement. Sie wächst in alpinen Steinrasen, auf trockenen Kalkfelsen und auf Schotteralluvionen. In den Alpen ist sie selten, ansonsten kommt sie nur gelegentlich im Vorland (etwa entlang der Isar) vor.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten]

Die Stachelspitzige Segge braucht kalkreichen, steinig-felsigen Untergrund, der sommerwarm sein muss und überwiegend trocken sein sollte.

Sie besiedelt sonnige Felshänge und Schutt, sie geht einerseits bis in bodenarme Felsritzen, andererseits in lichte, warme Laubwälder mit offenen Gesteinspartien. Sie bevorzugt Höhen zwischen 700 m und 2500 m. Man findet sie auch immer wieder auf Schottern der Flüsse, die aus den Alpen ins Alpenvorland kommen.

In Mitteleuropa findet man sie in den Kalkalpen; sonst ist sie sehr selten, sie bildet aber manchmal kleinere Bestände.

Belege[Bearbeiten]

  •  Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2 (Areal).
  •  Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 5, ISBN 3- 440-08048-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stachelspitzige Segge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien