Stachy

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Stachy
Wappen von ????
Stachy (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Prachatice
Fläche: 2813 ha
Geographische Lage: 49° 5′ N, 13° 38′ O49.09083333333313.640555555556738Koordinaten: 49° 5′ 27″ N, 13° 38′ 26″ O
Höhe: 738 m n.m.
Einwohner: 1.205 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 384 73
Verkehr
Straße: VimperkKašperské Hory
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Stanislav Princ (Stand: 2007)
Adresse: Stachy 200
384 73 Stachy
Gemeindenummer: 550515
Website: www.sumavanet.cz/stachy

Stachy (deutsch Stachau) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 18 Kilometer südöstlich von Sušice und gehört zum Okres Prachatice.

Geographie[Bearbeiten]

Stachy befindet sich im östlichen Teil des Böhmerwaldes im Tal des Jáchymovský potok (Jachimsbach) unmittelbar vor dessen Einmündung in die Spůlka. Westlich erhebt sich die Popelná hora (Aschenberg, 1095 m). Im Norden liegt der Suchý vrch (861 m) und dahinter der Javorník (Ahornberg, 1065 m).

Nachbarorte sind Úbislav im Norden, Jaroškov und Hodonín im Nordosten, Zdíkovec im Osten, Zdíkov im Südosten, Masákova Lhota, Nový Dvůr und Bláhov im Süden, Říhov im Südwesten, Vyšehrad, Michalov und Jáchymov im Westen sowie Chalupy im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Stachy entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Glashüttensiedlung. Die Bewohner des Dorfes und der umliegenden Einödhöfe waren überwiegend Tschechen. Sie lebten vor allem von der Arbeit als Glasmacher und fertigten Holzwaren und Schindeln. Stachy entwickelte sich zu einem der Zentren des Künischen Gebirges und war Sitz eines Richters.

1995 wurden Stachy und die Ortslage Chalupy zu dörflichen Denkmalszonen erklärt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Stachy besteht aus den Ortsteilen Jaroškov (Jaroschkau), Stachy (Stachau) und Úbislav (Aubislau) sowie den Ortslagen Bláhov (Blahow), Chalupy (Deutsch Chaluppen), Churáňov (Churanow), Jáchymov (Jachymov), Jirkalov (Jirkalow), Krousov (Großhof), Kunratec, Kůsov (Kusow), Michalov (Michalow), Říhov (Rihow), Šebestov (Sommerau), Tejmlov (Tymlau), Vyšehrad (Wischehrad) und Zadov (Zadow, mit Wintersportzentrum).

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Stachy hat mit der Gemeinde Ruderting in Bayern eine Gemeindepartnerschaft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Mariä Heimsuchung, erbaut 1842–1849
  • Barocke Friedhofskirche der Schmerzhaften Mutter Gottes
  • Pfarrhaus, Renaissancebau
  • Parkanlage mit fast alljährlichem Massenvorkommen des Netzstieligen Hexenröhrlings
  • Pošumavské hasičské muzeum. Das Feuerwehrmuseum ist nach einem Dacheinbruch durch den starken Schneefall vom Winter 2005 geschlossen. Die meisten Exponate wurden in den Hallen der Firma Stavoplast KaL untergestellt, die nach den Schäden durch den Orkan Kyrill im Jahre 2007 evakuiert wurde. Derzeit laufen Arbeiten zur Wiederherrichtung des Museumsgebäudes.
  • Gezimmerte breitgieblige Böhmerwaldhäuser in Chalupy

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere[Bearbeiten]

  • Josef Klostermann, genannt Rankl Sepp (1819–1888). Der auf dem Ranklhof in Ranklau bei Innergefild lebende Rankl Sepp war bekannt für seine hünenhafte Gestalt und seine außergewöhnlichen Kräfte. Der auch als letzter Böhmerwaldriese bezeichnete Klostermann war mit dem Schriftsteller Karel Klostermann, der ihn im Roman V ráji šumavském beschrieb, weitläufig verwandt. Der Rankl Sepp verstarb in Jáchymov; sein Grab ist auf dem Friedhof in Stachy erhalten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stachy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)