Stachyose

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Strukturformel
Struktur von Stachyose
Allgemeines
Name Stachyose
Andere Namen
  • α-D-galactopyranosyl-(1→6)-α-D-galactopyranosyl-(1→6)-α-D-glucopyranosyl-(1→2)-β-D-fructofuranosid
  • Lupeose
  • Cicerose
Summenformel C24H42O21
CAS-Nummer 470-55-3
PubChem 91455
Eigenschaften
Molare Masse 666,58 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

~ 170 °C[1]

Löslichkeit

gut wasserslöslich[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Stachyose ist ein Tetrasaccharid aus Saccharose (Glucose+Fructose) und zwei Galactosemolekülen. Sie gehört zur sogenannten Raffinose-Familie.

Vorkommen[Bearbeiten]

Knollen-Ziest (Stachys tuberifera)

Diese schwach süß schmeckende Verbindung ist nach der zu den Lippenblütlern gehörenden Pflanze Stachys tuberifera („Knollen-Ziest“) benannt, in der sie vorkommt. Daneben kann sie auch in anderen Lippenblütlern sowie in der Leguminose Sojabohne – aus deren Mehl sie durch Extraktion gewonnen wird – nachgewiesen werden.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Stachyose hat einen Schmelzpunkt von ca. 170 °C und reduziert Fehling'sche Lösung nicht. Bei der Hydrolyse liefert ein Mol Stachyose 2 Mol D-Galactose, ein Mol D-Glucose und ein Mol D-Fructose. Das Enzym Invertase führt zu den Produkten Manninotriose und Fructose.[2]

Verwendung[Bearbeiten]

Stachyose kann vom Menschen im Dünndarm nicht durch körpereigene Enzyme verwertet werden. Sie gelangt daher mit dem Nahrungsbrei unverändert in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien abgebaut. Daher kann Stachyose zur Gasentwicklung im Darm und damit auch zu Blähungen (Flatus) führen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Stachyose bei Carl Roth, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  2. a b c Stachyose. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 17. August 2011.
  3. Heide Jenik (Hrsg.), Michael Miko (Hrsg.), Matthias Kraft (Hrsg.), Ralf J. Schulz (Hrsg.): Leitfaden Ernährungsmedizin. Elsevier, München 2005; ISBN 978-3-437-56530-4; S. 11.