Stadion An der Alten Försterei

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Stadion An der Alten Försterei
Alte Försterei
Stadion An der Alten Försterei
Neubau der Haupttribüne im Jahr 2013
Frühere Namen

Sadowa-(Sport-)Platz

Daten
Ort DeutschlandDeutschland Berlin, Deutschland
Koordinaten 52° 27′ 26″ N, 13° 34′ 5″ O52.45722222222213.568055555556Koordinaten: 52° 27′ 26″ N, 13° 34′ 5″ O
Eigentümer „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs AG
Betreiber „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs AG
Eröffnung 7. August 1920
Erstes Spiel SC Union Oberschöneweide
- BTuFC Viktoria 1889 1:1
Renovierungen 1952–1955, 1979–1983, 2008–2009
Erweiterungen 1968–1970, 1979–1983, 2000, 2012-2013
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 21.717
Spielfläche 109 × 73
Verein(e)

1. FC Union Berlin

Veranstaltungen
  • Weihnachtssingen seit 2003
  • WM-Wohnzimmer 2014

Das Stadion An der Alten Försterei (kurz: Alte Försterei oder AF) ist mit einem Fassungsvermögen von 21.717 Zuschauerplätzen bei Bundesligaspielen das größte reine Fußballstadion in Berlin. Seit seiner Einweihung im Jahr 1920 dient es als Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin und dessen Vorgängervereinen. Das Stadion liegt im Südosten der Hauptstadt im Ortsteil Köpenick und bietet insgesamt 17.910 Steh- und 3.807 Sitzplätze. In der Spielzeit 2013/14 konnte ein Zuschauerschnitt von 19.889 bei einer Stadionauslastung von etwa 92 Prozent erreicht werden.

Zwischen den Jahren 2008 und 2013 wurde das Stadion letztmalig renoviert und ausgebaut. Teile der Aufbauarbeiten wurden dabei freiwillig von Union Berlin Fans verrichtet. Die vier Tribünen der Arena sind seit der Erneuerung komplett überdacht. Während die „Waldseite“ im Norden und die „Gegengerade" im Osten reine Stehplatztraversen sind, befinden sich an der „Wuhleseite“ im Süden sowohl Sitz- als auch Stehplätze. Auf der Westseite befindet sich die Haupttribüne einschließlich Logenbereich.

Bekannt geworden ist das Stadion auch durch das seit 2003 jährlich stattfindende Weihnachtssingen, das von Freunden des 1.FC Union Berlin organisiert wird. Internationale Aufmerksamkeit erlangte das „WM-Wohnzimmer" im Sommer 2014. Ein Fanfest zu dem Gäste ihr Sofa im Innenraum des Stadions aufstellen konnten um gemeinsam auf einer Videowand Spiele der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien zu schauen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

1920–1945: Sportplatz Sadowa[Bearbeiten]

Das Forsthaus „Alte Försterei“ war der Namensgeber für das Stadion und ist heute Sitz der Geschäftsführung des 1. FC Union Berlin

Das Stadion entstand 1920 als Ersatzspielstätte für den SC Union Oberschöneweide (den Vorgängerverein des 1. FC Union), der seinen bisherigen Platz an der Oberschöneweider Wattstraße (südwestlich der heutigen Trabrennbahn Karlshorst) zugunsten des Wohnungsbaus räumen musste. Das neue Stadiongelände und das namensgebende Forstamt lagen ebenfalls im Ortsgebiet der damals noch selbstständigen Gemeinde Oberschöneweide. Das erste Spiel fand am 7. März 1920 statt, bei dem sich Union Oberschöneweide und Viktoria 89 Berlin 1:1 trennten. Die offizielle Eröffnungsfeier erfolgte wenig später am 7. August 1920, mit einem Spiel des damals amtierenden Berliner Meisters Union (Anm.: Oberschöneweide war allerdings erst ab 1. Oktober 1920 ein Teil Berlins) gegen den amtierenden Deutschen Meister 1. FC Nürnberg (1:2) vor etwa 7.000 Zuschauern. Die Kapazität des Stadions betrug zu dieser Zeit 10.000 Zuschauer, einschließlich 200 Sitzplatzmöglichkeiten.

Anfangs wurde die Spielstätte noch als „Sadowa-Platz“ (auch „Sportplatz Sadowa“) bezeichnet. Sadowa war einerseits die Bezeichnung eines nahe gelegenen Ausflugslokals, benannt nach einer Schlacht, und andererseits bis 1929 der Name des nahe gelegenen Bahnhofs Wuhlheide. Nach und nach etablierte sich jedoch der heute offizielle Name. Diese Bezeichnung resultierte aus dem neben dem Platz gelegenen Forsthaus, das den Namen „Alte Försterei“ trug. Die Heimspielstätte lag dadurch An der Alten Försterei.[2]

Lange Zeit blieb das Stadion, das in den 1930er und 1940er Jahren auch „Blumentopp“ genannt wurde (auch dieser Name leitete sich aus einem benachbarten Lokal ab), unverändert. Daher wich der SC Union zu den Endrundenspielen um die deutsche Meisterschaft immer wieder in größere Berliner Stadien wie beispielsweise das Grunewaldstadion aus. Den zum damaligen Zeitpunkt höchsten Zuschauerandrang in der Wuhlheide erlebte der Verein 1937 beim Duell gegen den Berliner SV 92, als 8.235 Anhänger anwesend waren.

1945–1989: Ausbau zum Fußballstadion[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurden der Nebenplatz des Stadions sowie angrenzende Kleingärten als Flakstellungen genutzt. Trotzdem hielten sich die Schäden infolge der Schlacht um Berlin in Grenzen, sodass der Sportplatz bereits am 1. Juli 1945 wieder genutzt werden konnte. Anfang der 1950er Jahre wurde eine Sanierung notwendig, da das Stadion aufgrund mehrerer Mängel (z. B. abgenutzte Rasenflächen und Tore) nicht mehr bespielbar war. Zwischen 1952 und 1955 wurden daher das Spielfeld und die Zuschauertraversen erneuert sowie ein Umkleidetrakt für die Spieler errichtet. In dieser Zeit musste die Mannschaft von Union (damals noch unter den Namen „Motor Oberschöneweide“ bzw. Motor Berlin) in andere Spielstätten, wie etwa das Hans-Zoschke-Stadion oder das Ernst-Thälmann-Stadion im Volkspark Wuhlheide, ausweichen. Im Herbst 1955 war die „Alte Försterei“ wieder nutzbar.

Bauzustand des Stadions von 1983-2008

Mitte der 1960er Jahre gab es erneute Pläne zum Ausbau des Stadions. So sollte u. a eine Flutlichtanlage installiert werden, was aber nicht realisiert wurde. Immerhin wurden zwischen 1968 und 1970 die Stehplatztribüne auf der Gegengeraden und die Sitzplatztribüne auf der Haupttribüne erweitert sowie eine Sprecherkabine und weitere Trainingsplätze errichtet. Während der Umbauphase in der Saison 1969/1970 spielte der 1. FC Union auf dem Platz der BSG KWO Berlin. Nach dem Umbau erreichte das Stadion eine Zuschauerkapazität von ca. 15.000.

Weitere Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen folgten 1979, als mit dem Ausbau der Hintertortribünen auf der Nord- und Südseite begonnen wurde. Insgesamt dauerten die Arbeiten bis 1983 an. In dieser Zeit wurde das Fassungsvermögen auf 25.500 Zuschauer (davon 1.800 Sitzplätze) erweitert, der Rasen erneuert und ein Sprecherhaus mit beleuchteter Anzeigetafel gebaut. Während der Bauarbeiten von August bis November 1981 nutzte Union das Stadion der Weltjugend für fünf Spiele als Heimspielstätte. In den 1980er Jahren wurde auch der noch heute gültige Zuschauerrekord aufgestellt. Je nach Quellenlage datiert dieser entweder am 23. Mai 1984 mit 22.500 Zuschauern im Entscheidungsspiel um den Klassenverbleib in der DDR-Oberliga gegen Chemie Leipzig oder am 21. Juni 1986 mit 23.000 im Intertotopokalspiel gegen Bayer Uerdingen.

1989–2000: Unrealisierte Pläne[Bearbeiten]

Sprecherhaus mit Steckschildern

Nach der Wende ging das vormals volkseigene Stadion in den Besitz des Berliner Senats über. Dieser hatte ebenso wenig wie Union die finanziellen Mittel für eine notwendige Sanierung der Sportstätte, sodass diese in den folgenden Jahren immer modernisierungsbedürftiger wurde. Zwar bekam das Stadion von einem Sponsor eine elektronische Anzeigetafel, diese wurde jedoch 1991 von deren Betreiber wieder demontiert. Seitdem wird der Spielstand manuell über Steckschilder angezeigt, die bei den Union-Fans aber inzwischen als Anachronismus Kultstatus haben.

Weitere umfangreiche Arbeiten blieben in den 1990er Jahren jedoch aus, stattdessen gab es immer wieder Planungen über einen Aus- oder Neubau. So sollte im Zuge der Bewerbung Berlins für die Olympischen Sommerspiele 2000 ein Sitzplatzstadion für 32.000 Zuschauer mit dem Namen Hanne-Sobeck-Stadion errichtet werden. Als Union 2000 noch Aufstiegschancen in die zweite Bundesliga besaß, wurde auch ein Umzug in den bei den Fans unbeliebten Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark erwogen. Die Begründung war, dass das Stadion den Auflagen des DFB nicht entsprechen könnte. Aufgrund dessen war die Zuschauerkapazität auch auf 18.100 Plätze zurückgestuft worden. Erste Modernisierungsarbeiten fanden im Jahr 2000 statt, als eine Flutlichtanlage installiert sowie eine überdachte Sitzplatztribüne errichtet wurde (die Schalensitze kamen dabei als Restbestände von der Renovierung des Berliner Olympiastadions).

2001–2008: Initiative proAF und Stadiongründer[Bearbeiten]

Das Stadion vor dem Umbau, April 2007

Die Spielstätte erfüllte weiterhin nur unzureichend die vom DFB verlangten Auflagen, weswegen der Verein nach dem geglückten Zweitligaaufstieg 2001 nur eine vorläufige Spielgenehmigung für die Alte Försterei erhielt. Für die beiden UEFA-Cup-Heimspiele der Saison 2001/2002 musste Union in den Jahnsportpark umziehen. Durch den Aufstieg gab es erneute Pläne für einen Stadionneubau. Unions damaliger Präsident Heiner Betram spekulierte auch mit einem Neubau in Berlin-Mitte, weswegen die Union-Fans eine Initiative zum Erhalt des Standortes Alte Försterei – proAF – gründeten. Wenig später sollte bis 2006 ein neues Stadion mit 30.000 Zuschauern Fassungsvermögen gebaut werden, was jedoch an dem hohen Schuldenstand des Vereins und seinem Abstieg in die Oberliga 2005 scheiterte. Auch dieses von Bertram vorgestellte Projekt stieß bei den Fans auf Kritik, da es unter anderem nur 10.000 Stehplätze enthalten sollte. Inzwischen konnte Bertram das Stadionprojekt in Magdeburg mit dem Bau der MDCC-Arena realisieren.[3]

Im Januar 2007 wurden vom Verein die Planungen zur lange verzögerten Modernisierung des Stadions bekannt gegeben. Diese sahen unter anderem eine Renovierung der Stehränge sowie einen Neubau der Haupttribüne vor. Voraussetzung für das Bauvorhaben war die Übertragung des Stadiongrundstückes vom Land Berlin an den 1. FC Union für den symbolischen Preis von einem Euro (der Verkehrswert des Geländes belief sich auf rund 1,89 Mio. Euro). Dieses Vorhaben ließ sich jedoch nicht realisieren. Nachdem im Januar 2007 der Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses dem Verkauf zunächst zustimmte, wurde im Juli 2007 eine Prüfung des Vorhabens durch die Europäische Union notwendig, um den Verdacht der staatlichen Beihilfe durch eine zu hohe Subventionierung zu entkräften. Die Prüfung ergab im Januar 2008 ein Veto der EU, wodurch Union Berlin das Stadion nur noch zum vollen Kaufpreis erwerben konnte.[4]

Stadionbauer-Denkmal

In der Folge gab es zwischen dem Verein und dem Land Berlin weitere Verhandlungen, wie das Land als Eigentümer des Stadions die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs an der Alten Försterei im Falle einer Qualifikation für die neu geschaffene dritte oder – im Falle eines Aufstiegs – die zweite Bundesliga gewährleisten konnte, da das Stadion im damaligen Zustand nicht den Auflagen der DFL entsprach. Kurzzeitig drohte dem Klub für die Saison 2008/2009 der Umzug in den Jahnsportpark oder das Olympiastadion, ohne dass die Alte Försterei modernisiert worden wäre.[5] Daraufhin mobilisierten sich die Fans erneut unter dem Motto proAF und sorgten durch verschiedene Aktionen für Aufmerksamkeit. Sie erhielten dabei auch von anderen Fangruppen (z. B. von Hertha BSC, Rot-Weiß Erfurt oder Babelsberg 03) Unterstützung. Im April 2008 erhielt der 1. FC Union schließlich die Zusage seitens der Politik, so dass nach dem Ende der Saison 2007/2008 mit den notwendigen Baumaßnahmen begonnen wurde. Ferner wurde dem Verein das Sportstättengelände in einem Erbbaurechtvertrag für 99 Jahre übertragen.[6] Betreiber der Anlage wurde jedoch nicht der Verein selbst, sondern die von ihm gegründete „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs GmbH & Co. KG.

Im Vorfeld der Neubauplanungen wurde bereits 2005 die Aktion „Stadiongründer“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Aktion ist es, den Fans die Möglichkeit zu geben, sich finanziell am Umbau zu beteiligen. Durch den Erwerb von sogenannten „Gründersteinen“ geben sie dem Projekt finanzielle Mittel, die Gründersteine werden dafür im Zuschauertunnel, dem „Tunnel of Fame“, angebracht und sind so eine Verewigung für die jeweiligen Spender.

2008-heute: Stadionbau durch Fans und Neubau[Bearbeiten]

Montage im Mai 2009

Die Umbaumaßnahmen starteten am 2. Juni 2008 und sollten ursprünglich drei Monate dauern. Aufgrund von Verzögerungen im Bau wurde der Fertigstellungstermin jedoch mehrmals auf einen späteren Zeitpunkt korrigiert, bis der Verein im April 2009 schließlich entschied, dass die Saison 2008/2009 komplett in der Ausweichspielstätte Jahnsportpark beendet wird. Besonders die Fertigstellung des Dachs verlief problematisch, da die beauftragte Dachkonstrukteursfirma zunächst Lieferschwierigkeiten hatte und letztendlich auch bei der Montage im Stadion nicht die Erwartungen erfüllte.[7] Aufgrund dessen wurde der Vertrag mit der Firma gekündigt und eine neue mit der Dachfertigstellung beauftragt. Durch die Verzögerungen im Dachbau wurde es aber auch möglich, den Einbau der Rasenheizung vorzuziehen.

Am 8. Juli 2009 wurde das Stadion nach 13 Monaten Bauzeit, in denen rund 2.000 freiwillige Helfer fast 140.000 unentgeltliche Arbeitsstunden leisteten, mit einem Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC (Endergebnis 3:5) eingeweiht. Während der Bauphase wurden neben dem Bau der Dachkonstruktion sowie der Rasenheizung auch die Stehränge und viele umliegende Funktionsgebäude bzw. Geländer und Zäune saniert. Die Zuschauerkapazität erhöhte sich so auf 19.000. Um die von der DFL geforderten Sitzplatzkapazitäten (3.000 Stück) zu erfüllen, wurden 2010 im Stehplatzbereich des „Pufferblocks“ (der Trennzone zwischen den Heim- und Auswärtsfans) temporär Klappsitze installiert (in der Saison 2009/2010 besaß der 1. FC Union noch eine Ausnahmegenehmigung). Damit ergab sich eine Kapazität von 18.432 Zuschauern (davon 15.414 Steh- und 3.018 Sitzplätze).

Stadion während des Eröffnungsspiels am 8. Juli 2009

Die zweite Bauphase startete im Mai 2012 mit der Demontage der Haupttribüne. Einen Monat später erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Tribüne. Ursprünglich sollte dieser Bauabschnitt 2010 starten, wurde aber verschoben, um die Finanzierung komplett sichern zu können. Die Haupttribüne soll insgesamt 3.557 Zuschauern Platz bieten und daneben auch als Funktionsgebäude mit Kabinen für die Spieler und Schiedsrichter sowie Räumlichkeiten für die Stadionbetriebs AG, die Lizenzspielerabteilung und Ordnungskräfte dienen.

Der Tribünenneubau soll circa 15 Millionen Euro kosten, wobei 2 Mio. vom 1. FC Union Berlin, 3 Mio. von der Stadionbetriebsgesellschaft, 3 Mio. vom Sponsor UFA Sports und 7 Mio. vom Sponsor DKB finanziert werden. Ein ursprünglich vorgesehener Zuschuss vom Land Berlin wurde nicht genutzt und soll stattdessen dem Neubau des Nachwuchsleistungszentrums dienen.[8]

Ein Teil der Finanzierung wurde durch die so genannte „Alte-Försterei-Aktie“ ermöglicht. Dabei konnten die Vereinsmitglieder im Zeitraum vom 1. bis 31. Dezember 2011 Aktienanteile an der zuvor in eine AG umgewandelte Stadionbetreibergesellschaft erwerben. Insgesamt wurden dadurch 5.473 Aktien im Wert von 2.736.500 Euro erworben, die einen Anteil von rund 44 Prozent an der Stadionbetriebs AG ausmachen (der 1. FC Union Berlin hält rund 55 Prozent).[9]

Die Kosten für den gesamten Umbau wurden ursprünglich auf rund 17 Mio. Euro geschätzt und sollten so aufgeteilt werden, dass 3,2 Mio. Euro durch das Land Berlin, 1,8 Mio. Euro durch den Verein und die restlichen 12 Mio. Euro durch Fremdkapital aufgebracht werden.[10]

Ausstattung[Bearbeiten]

Choreographie von Fans auf der "Waldseite".

Das Fußballstadion ist mit einem Fassungsvermögen von aktuell 21.717 Zuschauern (davon 17.910 Steh- und 3.807 Sitzplätze) das größte reine Fußballstadion Berlins. Unterteilt wird das Stadion in vier Abschnitte. Während die „Waldseite“ im Norden und die Gegengerade im Osten reine Stehplatztraversen sind, sind an der „Wuhleseite“ im Süden sowohl Sitz- als auch Stehplätze vorhanden. Dort befinden sich die Blöcke für die Fans der gegnerischen Mannschaft. Auf der Westseite befindet sich die Haupttribüne einschließlich VIP-Bereich.

Lage[Bearbeiten]

Das Stadion sowie die umliegenden Sportstätten liegen im Südosten Berlins des Bezirks Treptow-Köpenick. Das ursprünglich im Ortsteil Oberschöneweide gelegene Areal befindet sich heute im Westen des Ortsteils Köpenick. Die Anlage wird im Norden durch den Volkspark Wuhlheide, im Osten durch die Hämmerlingstraße, im Süden durch die Wuhle und im Westen durch die Straße An der Wuhlheide begrenzt.

Umgebung[Bearbeiten]

Insgesamt umfasst das Areal neben dem Fußballstadion noch eine Ballspielhalle (u. a. Heimspielstätte der Volleyball-Mannschaft des Köpenicker SC) sowie sechs weitere Trainingsplätze. Davon sind die beiden Trainingsplätze im Südwesten der Anlage sowie das Stadion vom 1. FC Union gepachtet, das übrige Gelände befindet sich im Besitz des Landes Berlin. Am Rand des Stadiongeländes liegen weitere Funktionsgebäude, die u. a. die Geschäftsstellen des 1. FC Union Berlin sowie der Volleyballabteilung des Köpenicker SC beheimaten.

In unmittelbarer Nachbarschaft liegt u.a. der Mellowpark, ein Freizeitgelände für Skateboard- und BMX-Aktivitäten. Der Mellowpark gehört zu den größten Anlagen seiner Art in Europa.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Weihnachtssingen (2010)

Neben dem 1. FC Union Berlin als Hauptmieter nutzen noch Schulen und andere Vereine (u. a. aus der Bistumsliga Berlin) die Sportanlage.[11]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2003 findet in der Adventszeit das Weihnachtssingen statt, wobei das Stadion als Veranstaltungsort dient. Dazu wird auch der Innenraum genutzt und der Rasen mit Platten abgedeckt. Im Jahr 2013 wurde mit etwa 27.500 Teilnehmern der bisherige Höchststand erreicht. Das Singen wurde ursprünglich eingerichtet, als der Fanclub Alt-Unioner nach einer Reihe schlechter Spielergebnisse dazu einlud.[12]

Internationale Bekanntheit erlangte das Stadion An der Alten Försterei durch das WM-Wohnzimmer, eine Veranstaltung im Sommer 2014, bei der Berliner ihr Sofa im Stadion aufstellen konnten um gemeinsam auf einer Leinwand Spiele der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien zu schauen. Insbesondere die Live-Übertragungen von Spielen mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft waren mit rund 12.000 Gästen gut besucht.

Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten der neuen Haupttribüne seit 2013 ebenfalls zu diversen Veranstaltungen genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jörn Luther, Frank Willmann: Und niemals vergessen – Eisern Union!. BasisDruck Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-86163-106-7.
  •  Harald Tragmann, Harald Voß: Die Union-Statistik, Ein Club zwischen Ost und West. 3. Auflage. Verlag Harald Voß, Berlin 2007, ISBN 978-3-935759-13-7.
  •  Dieter Gluschke, Jochen Lesching (Hrsg.): Stadion An der Alten Försterei. Das Buch zum Bau. edition else, Berlin 2009, ISBN 978-3-00-028244-7.
  •  1. FC Union Berlin e. V. (Hrsg.): Offizielle Vereinsschrift. Nr. 1-09/10, Berlin 8. Juli 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stadion An der Alten Försterei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Karin Schmidl: WM-WOHNZIMMER IN KÖPENICK: Die Welt schaut auf die Alte Försterei. In: Berliner Zeitung. 25. Juli 2012 ([1], abgerufen am 10. Juli 2014).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Archivdatum nicht im ISO-FormatWie unser Stadion zu seinem Namen kam. In: proaf.de. Eiserner V.I.R.U.S. e. V., archiviert vom Original am 8. Februar 2007, abgerufen am 28. April 2009.
  3. Matthias Wolf: Anschluss an die Zukunft. In: Berliner Zeitung, 7. November 2006
  4.  Matthias Koch: Union Berlin: Die Baustelle liegt brach. In: Der Tagesspiegel. 5. März 2008 (Online-Artikel, abgerufen am 28. April 2009).
  5. Matthias Wolf: Die Faust in der Tasche. In: Berliner Zeitung, 10. März 2008
  6. Union erhält Zusage zur Alten Försterei. 1. FC Union Berlin, 17. April 2008, abgerufen am 28. April 2009.
  7.  Matthias Koch: Verein mit Dachschaden. In: Der Tagesspiegel. 23. Februar 2009 (Online-Artikel, abgerufen am 24. Februar 2009).
  8. Startschuss: Baubeginn für die Haupttribüne. „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs AG, 12. Juni 2012, abgerufen am 30. Juli 2012.
  9. Stadion an der Alten Försterei: 1. FC Union Berlin e.V. erhöht Beteiligung an der Stadionbetriebs AG. „An der Alten Försterei“ Stadionbetriebs AG, 20. November 2012, abgerufen am 12. August 2013.
  10. 1. FC Union stellt Stadion-Projekt der Öffentlichkeit vor. 1. FC Union Berlin e. V., 11. Januar 2007, abgerufen am 28. April 2009.
  11. Karin Schmidl: Fußballer wollen ihr Stadion kaufen. In: Berliner Zeitung, 24. Juli 2006
  12. 27.500 beim Weihnachtssingen an der Alten Försterei. kicker-Sportmagazin, 23. Dezember 2013, abgerufen am 23. Dezember 2013.