Stadthalle (Düren)

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Das Gebäude hinter dem Denkmal

Die ehemalige Stadthalle befindet sich in Düren in Nordrhein-Westfalen. Der Gebäuderest befindet sich in der Bismarckstraße 15.

Die Stadthalle wurde 1955 durch den Architekten Prof. Hans Mehrtens aus Aachen erbaut. Es handelt sich um einen aus ein- bis dreigeschossigen Kuben geformten Bau. In der Ziegelfassade befinden sich weiße Holzfenster, teilweise mit Betonrahmen. Über dem Haupteingang hängt ein leichtes Vordach. Der Festsaal ist sechseckig mit holzverkleideter Decke.

Das Gebäude wurde 2007 in einem 50 Jahre gültigen Erbbaurechtsvertrag an einen Investor abgegeben. Er hatte vor, unter Einbeziehung des denkmalgeschützten Gebäudeteils, dort ein Vier-Sterne-Hotel zu errichten. Betreiber sollte ein niederländisches Hotelunternehmen werden. Nach Abriss der Anbauten und dem Bau einer Bodenplatte für den Hotelanbau wurden alle Arbeiten eingestellt, da durch die Finanzkrise den Investoren der Standort Düren zu unsicher war. Der Investor hatte sich zwar verpflichtet, bis zum 28. Februar 2011 das Hotel zu bauen, was aber nicht geschah. Am 28. September 2011 entschied der Stadtrat, das Bauwerk beziehungsweise die Ruine zurückzukaufen.[1] Der Vertrag wurde von der Stadt Düren aus Rechtsgründen innerhalb der vertraglich vorgesehenen Frist jedoch nicht unterschrieben. Daraufhin trat die Erbbaurechtsnehmerin vom Vertrag zurück. Am 30. Oktober 2012 wurde das Erbbaurecht an einen potentiellen Investor zur Errichtung eines Hotels mit Handelsflächen veräußert. Dieser Erbbaurechtsübertragung hat die Stadt die Zustimmung verweigert, weil sie aus Stadtentwicklungsgründen nicht mit der Errichtung eines "Kaufland"-Marktes auf dem Grundstück einverstanden ist. Somit wurde das Amtsgericht Düren aufgefordert, nach § 7 Abs. 2 Erbbaurechtsgesetz die Zustimmung zur Veräußerung zu erteilen, damit die geplante Baumaßnahme durchgeführt werden kann. Den entsprechenden Prozess hat die Erbbaurechtsnehmerin rechtskräftig verloren.

Das Bauwerk ist unter Nr. 1/113 in die Denkmalliste der Stadt Düren eingetragen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. In die Problematik „Stadthalle“ kommt wieder Bewegung. Abgerufen am 22. Oktober 2013.
  2. Herbert Pawliczek und Heike Kussinger-Stankovic: Denkmälerverzeichnis der Stadt Düren 1993. In: Dürener Geschichtsblätter. Nr. 82, Düren 1993, ISSN 0416-4180

50.8037926.497319Koordinaten: 50° 48′ 14″ N, 6° 29′ 50″ O