OsnabrückHalle

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Die OsnabrückHalle (ehemals „Stadthalle Osnabrück“) ist ein traditionsreiches Veranstaltungsgebäude im niedersächsischen Osnabrück.

Vor 1945[Bearbeiten]

Im Jahr 1899 wurde bis 1901 im Auftrag der 'Aktiengesellschaft Osnabrücker Vereinshaus' am Kollegienwall, kurz vor dem Neumarkt, die erste Stadthalle erbaut. Sie diente als Austragungsort für Feste und Veranstaltungen. Theo Burlage erweiterte 1934 zusammen mit Bruno Dichler die Stadthalle, die dann für ca. 5.000 Menschen Platz bieten konnte. Der rechte Gebäudeteil mit den Ecktürmen hatte von 1917 bis 1944 für ca. 100 Kinder als Waisenhaus gedient und dem Bischöflichen Stuhl des Bistums Osnabrück gehört[1]. Durch einige Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde im Frühjahr 1943 staatlich verfügt, dass die seinerzeit rund 70 Heimkinder evakuiert und im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Thuine untergebracht wurden. Am 13. September 1944 wurde die gesamte Stadthalle mit allen Anbauten durch Bomben vollständig zerstört.

Nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Garten der ehemaligen Stadthalle die Barackenunterkunft der Handwerkskammer Osnabrück aufgebaut. Heute steht auf diesem Gelände ein Parkhaus und direkt am Kollegienwall befindet sich das 1969 erbaute Amtsgericht.[2][3] Mitte der 1970er Jahre wurde für eine Stadthalle geplant. Der Bau erfolgte im Garten des Osnabrücker Schlosses. Am 12. Januar 1979 fand die offizielle Eröffnung der Stadthalle Osnabrück statt. Die Eröffnungsphase dauert vier Tage, etwa 50.000 Gäste besichtigten das neue Veranstaltungszentrum. 1996 wurde mit der großen Stadthallenerweiterung begonnen, u. a. erfolgte der Bau des Veranstaltungsfoyers im Erdgeschoss sowie des Kongress-Saals im 1. Obergeschoss, letzter wurde am 13. Februar 1998 eröffnet.

Die Stadthalle dient Kongressen, Tagungen, Präsentationen, Kulturveranstaltungen und gesellschaftlichen Ereignissen.

Im Jahr 2008 wurde die „Stadthalle Osnabrück“ in „OsnabrückHalle“ umbenannt[4]

Gegenwart[Bearbeiten]

Die OsnabrückHalle wurde von März bis September 2013 aufwändig saniert. In diesem ersten Bauabschnitt entstanden im Erdgeschoss u. a. drei neue Tagungsräume, ein klar strukturiertes Foyer mit einer neuen Garderobenanlage sowie 2 Aufzüge, die direkt bis auf die Empore ins zweite Obergeschoss fahren. Der Europasaal im 1. und 2. Obergeschoss wurde ebenfalls baulich vollständig saniert und erhielt neben einer komplett erneuerten Bühnentechnik auch eine zeitgemäße Licht- und Lautsprecheranlage. Eine imposante Glasfassade in Dreifachverglasung mit freiem Blick auf den Schlossgarten erstreckt sich vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss. Stationäre Theken im gesamten Haus, eine freundliche und helle Innengestaltung sowie moderne Technik in allen sanierten Bereichen ergänzen diesen ersten Abschnitt, mit dem die OsnabrückHalle bereits komplett barrierefrei geworden ist. Im Sommer 2014 werden ergänzend die Künstlergarderoben und der Verwaltungstrakt mit der angrenzenden Fassade saniert.

Weiterer Sanierungsabschnitt 2016[Bearbeiten]

Eine zweite Sanierungsphase ist für März bis August 2016 geplant. In dieser Zeit sollen u. a. die drei Tagungsräume im ersten Obergeschoss, der Niedersachsen-Saal sowie die komplette Außenfassade modernisiert werden. Mit diesen Maßnahmen wäre die Sanierung der OsnabrückHalle abgeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Buch: „250 Jahre im Dienst an den Kindern“. Hsg. Kinderheim St. Johann. 1976, S. 20 - 22
  2. Alte Werte von Osnabrück
  3. Osnabrück.nostalgie.de
  4. Osnabrückhalle auf Osnabrück.de

52.2715068.041847Koordinaten: 52° 16′ 17″ N, 8° 2′ 31″ O