Stadtlauringen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Stadtlauringen
Stadtlauringen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Stadtlauringen hervorgehoben
50.18805555555610.359444444444290Koordinaten: 50° 11′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Höhe: 290 m ü. NN
Fläche: 63,62 km²
Einwohner:

4.230 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97488
Vorwahl: 09724
Kfz-Kennzeichen: SW
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 181
Marktgliederung: 20 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
97488 Stadtlauringen
Webpräsenz: www.stadtlauringen.de
Bürgermeister: Friedel Heckenlauer (CSU)
Lage des Marktes Stadtlauringen im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild

Stadtlauringen ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Stadtlauringen liegt mit seinem Ortskern an der Lauer, welche einige hundert Meter westlich des nördlich von Stadtlauringen gelegenen Ortsteils Oberlauringen entspringt und bei Niederlauer in die Fränkische Saale mündet. Auf Ihrem Weg in die Fränkische Saale durchfließt die Lauer eine Reihe weiterer Orte wie z. Bsp. Maßbach, Poppenlauer und Münnerstadt. Im Bereich des Ortsteils Altenmünster liegt der Ellertshäuser See. Dieser Stausee ist mit 33 ha Fläche der größte See Unterfrankens. Im Nordosten liegt ein Teil des Gemeindebereichs in den Haßbergen. Zu diesen gehört der Laubhügel, welcher die zweithöchste Erhebung der Haßberge darstellt. Der Laubhügel ist die höchste Erhebung des Landkreises Schweinfurt.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Stadtlauringen hat 20 amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

Eine erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 794 bekannt. 1484 wurden dem Ort Lauringen - später Niederlauringen - von Fürstbischof Rudolf II. von Scherenberg die Stadt- und Marktrechte, sowie die Gerichtsbarkeit verliehen. Seit dieser Zeit heißt der Ort Stadtlauringen. Zurückgegeben wurden die Stadtrechte im Jahre 1818, das Marktrecht konnte beibehalten werden.

Das Wappen stammt aus der Zeit der Stadtrechtsverleihung. Seit dem Jahre 1520 zeigt es auf Silber ein durchgehendes rotes Prankenkreuz, dessen Querarm links in einer Hand endet und damit das Marktkreuz darstellt; die Gerichtsbarkeit im rechten unteren Winkel durch ein gestürztes silbernes Schwert mit goldenem Griff.

Der Markt Stadtlauringen hat folgende historische Gebäude:

  • Schüttbau
  • Kerlachkapelle
  • Pfarrkirche
  • Marktplatz
  • Rathaus
  • verschiedene Historische Gebäude in der Altstadt, auf die mit Schildern aufmerksam gemacht wird

Im Ortsteil Oberlauringen waren mindestens seit dem 19. Jahrhundert jüdische Familien ansässig, die eine Jüdische Gemeinde bildeten und an der Friedrich-Rückert-Straße 13-19 ihre Synagoge errichteten. Beim Novemberpogrom 1938 wurde das Gotteshaus im Inneren von SA-Männern zertrümmert, und einige jüdische Bewohner wurden aus ihren Wohnungen geworfen. An der Außenmauer des heute zweckentfremdet genutzten Gebäudes erinnert eine nichtssagende Tafel an seine ehemalige Funktion.[3]

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

  • 31. Dezember 2003: 4.490
  • 30. Juni 2005: 4.483

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

Aktueller Bürgermeister ist Friedel Heckenlauer. Er trat am 2. März 2007 nach erfolgreicher Wiederwahl mit 89,96% seine zweite Amtsperiode an.

[Bearbeiten] Kirchen

[Bearbeiten] Pfarrkirche

Die katholische Pfarrkirche hat als Patrozinium Heiligen Johannes den Täufer. An den spätgotischen Turm ist ein barockes Langhaus von 1732/43 angebaut. Seit den sechziger Jahren bis 1972 wurde die Kirche erweitert und erneuert. Der 2010 gegründeten Pfarreiengemeinschaft Liborius Wagner Markt Stadtlauringen gehören folgende Dörfer an:

Leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft ist Monsignore Dr. Benno von Bundschuh. Mitarbeitender Priester ist Pfarrer Manfred Hauck und als hauptamtlicher Diakon versieht Franz Mahlmeister seinen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft.

[Bearbeiten] Kerlachkapelle

Die katholische Kerlachkapelle hat als Patrozinium Mariä Schmerzen (15. September); zweiter Kirchenpatron ist der heilige Aloysius. Die Kapelle steht auf der zweithöchsten Erhebung Stadtlauringens, dem Kerlachsberg. Das neoromanische Gotteshaus ist an Sonn- und Feiertagen von Ostern bis Allerheiligen geöffnet.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Amtskellerei mit Fürstenbau und Schüttbau
Gänsturm und Schüttbau
  • Stadtlauringen
    • Fachwerkensemble mit Rathaus rund um den mittelalterlichen Marktplatz
    • renovierte historische Amtskellerei mit Amtshaus, Schüttbau, Fürstenbau und Zehntscheune
    • Kerlachskapelle
    • renovierte Pfarrkirche
  • Altenmünster
    • teilweise historischer Dorfkern mit Fachwerkgebäuden wie dem ehemaligen Schulgebäude, die zum Pilgerhof umgestaltete ehemals bäuerliche Hofanlage, der Pfarrhof mit Nebengebäuden und ein paar Bauernhöfe
    • Kirchen: die Scheunenkirche im Pilgerhof, die katholische Wallfahrts- und Pfarrkirche mit typischem Echter-Turm und die neoromanische evangelisch-lutherische Christuskirche
    • Ellertshäuser See als größter unterfränkischer See
    • Waldspielplatz, der 1979 in einem bayerischen Spielplatzwettbewerb den 1. Platz belegte
    • Pfaffensteg über den Geißler bei Reinhardshausen
  • Oberlauringen
    • ehemalige Wehrkirche
    • Rückertpforte
    • Storchenbrünnle (Lauerquelle)
  • Wetzhausen
  • Birnfeld
    • Barockschloss, ehemals Jagdschloss der Würzburger Fürstbischöfe
    • 1000-jährige Gerichtslinde in der Dorfmitte
    • Kirche
  • Mailes

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Georg Nespitzer (16. Jahrhundert), bedeutende Persönlichkeit der Täuferbewegung, wurde in Stadtlauringen geboren.
  • Friedrich Rückert (1788–1866), Dichter und Orientalist, verbrachte seine Jugend im heutigen Ortsteil Oberlauringen, thematisiert im Zyklus Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannssohns
  • Jörg Geuder (1861–1935), Lehrer, Dichter, Schriftsteller und Sprachpfleger, lebte und arbeitete 22 Jahre im heutigen Ortsteil Oberlauringen.
  • Michael Ballhaus (* 1935), bedeutender deutscher Kameramann, verbrachte einige Jahre seiner Kindheit in Wetzhausen, wo seine Eltern ein Theater betrieben, das der Vorläufer des Fränkischen Theaters Schloss Maßbach ist.
  • Johann Joseph von Prechtl (1778–1854), Technologe
  • Alice Schwarzer (* 1942), die bekannte Feministin verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit im Markt Stadtlauringen

[Bearbeiten] Literatur

  •  Reinhold W. F. Heusinger: Markt Stadtlauringen. Beiträge zur Heimatgeschichte. Markt Stadtlauringen, Stadtlauringen 1994.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Stadtlauringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111116/162953&attr=OBJ&val=1773
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 193
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