Stadtmuseum Münster

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Das Stadtmuseum im Salzhof

Das Stadtmuseum Münster beschäftigt sich mit der Stadtgeschichte der westfälischen Stadt Münster.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das ehemalige Gebäude beherbergt heute das Museum für Lackkunst

Das Stadtmuseum wurde 1979 aus einer Schülerarbeitsgemeinschaft des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums heraus als Idee und unter der Leitung von Oberstudiendirektor Hans Galen gegründet und befand sich zunächst in der Gerling-Villa an der Windthorststraße. Die Eröffnung fand am 31. August 1982 mit der Ausstellung „Die Wiedertäufer“ statt.

Aufgrund des großen Besucherandrangs und des daraus entstehenden Platzmangels zog es im Jahre 1989 an seinen derzeitigen Standort im Salzhof an der Salzstraße, einem Gebäudekomplex, in dem neben dem Museum auch zahlreiche Geschäfte beherbergt sind. Dieser Neubau besitzt eine historische Fassade von 1910 in leuchtendem Weiß. Am alten Standort befindet sich heute das Museum für Lackkunst.

In der vom Stadtmuseum herausgegebenen Jubiläumszeitschrift zum 25-jährigen Bestehen wurde die Planung vorgestellt, mittelfristig Teile des Stadtmuseums in das heutige Kino Stadt New York auszulagern und dort die Geschichte derjenigen Stadtteile vorzustellen, die 1975 nach Münster eingemeindet wurden, darunter Hiltrup und Gievenbeck.

[Bearbeiten] Besucherzahlen

Das Museum hatte im Jahr 2005 mehr als 100.000 Besucher. Im Jahr 2011 wurden 113.000 Besucher gezählt und damit nach Aussage von Dr. Barbara Rommé, Leiterin des Stadtmuseums, „das drittbeste Ergebnis seit Bestehen des Museums 1989“ erzielt.[1]

[Bearbeiten] Sammlungen

[Bearbeiten] Schausammlung

Die dauerhafte Schausammlung befindet sich im ersten und zweiten Obergeschoss in insgesamt 33 Kabinetten auf einer Gesamtfläche von 2.500 m². Im ersten Obergeschoss befindet sich hierbei die Zeit von der Gründung der Stadt bis zum Ende des Fürstbistums im 19. Jahrhundert, darüber befindet sich die moderne Geschichte. Die Verwandlung, die die Stadt durchgemacht hat, wird dabei an vielen Stadt- und Gebäudemodellen beschrieben, außerdem befinden sich 30 einzelne Kabinette im Museum, unter anderem ein nachgebautes Zimmer des münsterschen Künstlers Bernhard Pankok, außerdem das historische Café Müller aus den 1950er Jahren.

[Bearbeiten] Sammlung Johann Bockhorst

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte Münster nur noch über wenige Arbeiten des Barock-Malers Johann Bockhorst, der um 1604 in Münster geboren wurde und in Antwerpen ein enger Mitarbeiter von Peter Paul Rubens und Freund von Anthonis van Dyck war. Nach der Gründung des Stadtmuseums wurde mit Unterstützung von Sponsoren eine Sammlung seiner Werke zusammen getragen, die zum Bestand des Museums gehört und 1998 zum 330. Todestag Bockhorsts im Stadtmuseum gezeigt wurde.

[Bearbeiten] Sonderausstellungen

Neben der permanenten Schausammlung veranstaltet das Stadtmuseum auch Sonderausstellungen zu aktuellen Themen sowie zu besonderen Jahrestagen. In den letzten Jahren waren dies unter anderem Ausstellungen über Ausgrabungen an der Stubengasse, über den Binnenhafen, der sein Erscheinungsbild in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts stark verändert hat und heute als Kulturzone mit Kneipen und Ateliers für Künstler dient. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich zum 100-jährigen Jubiläum der Stadtwerke Münster, zur 1200-jährigen Gründung der Stadt durch Liudger sowie dem Gründer des Zoos, Hermann Landois. Außerdem gab es Fotoausstellungen zu den fetten Jahren der 1950ern und den bittern Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Weiterhin gab es eine Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des ersten Deutschlandkonzerts der Rolling Stones, das am 11. September 1965 in der Halle Münsterland stattfand.

[Bearbeiten] Außenstellen

Haus Rüschhaus

Zum Stadtmuseum Münster gehört außerdem das Haus Rüschhaus im Stadtteil Münster-Nienberge. Dieser Landsitz, gebaut von Johann Conrad Schlaun, wurde von Annette von Droste-Hülshoff bewohnt. Das Wohn- sowie Arbeitszimmer der westfälischen Dichterin sind erhalten geblieben.

Der Zwinger

Ebenfalls Teil der Ausstellung ist der Zwinger an der Promenade, ein Wehrturm aus dem Jahre 1528, der später als Gefängnis und im Zweiten Weltkrieg als Exekutionsstätte diente. Dieser wurde 1987 und 1997 im Rahmen der Skulptur.Projekte als Mahnmal für die Erinnerung an die Opfer der Gewalt in Münster, an die Opfer der Kriegsgewalt und der Verfolgung Unschuldiger, besonders an die unmenschliche Strafjustiz und den Terror gegen politische Gegner, Angehörige von Minderheiten und Kriegsgefangene während des Nazi-Regimes ausgebaut. Dafür setzte die Künstlerin Rebecca Horn die Skulptur Das gegenläufige Konzert um.

[Bearbeiten] Träger

Das Museum wird von der Stadt Münster getragen, außerdem erfolgt finanzielle Unterstützung durch den Förderverein Stadtmuseum Münster e.V., der 1978 gegründet wurde und bis 2008 Verein Münster-Museum e.V. hieß. Dieser hat mehrere der Architekturmodelle sowie einige hundert Originale zur Sammlung des Museums beigetragen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Westfälische Nachrichten: Bilanz für 2011: Über 100.000 Besucher im Stadtmuseum, Münster, 11. Januar 2012

[Bearbeiten] Weblinks

51.9607222222227.6330555555556Koordinaten: 51° 57′ 39″ N, 7° 37′ 59″ O

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