Stadtschreiber von Bergen

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Angelika Klüssendorf beim Anschrauben ihres Namensschildes (2013)
Thomas Rosenlöcher (2010)
Stabwechsel 2007
Stadtschreiberhaus
Namensschilder am Haus (Oktober 2013)

Stadtschreiber von Bergen ist ein Literaturpreis für deutschsprachige Autoren, der von 1974 bis 1976 - vor der Eingemeindung nach Frankfurt - von der ehemaligen Stadt Bergen-Enkheim (heute ein Stadtteil von Frankfurt am Main) und seitdem durch die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main verliehen wird. Die Auszeichnung „gilt als angesehenster Stadtschreiberpreis im deutschsprachigen Raum.“[1]

Der Stadtschreiber-Preis wurde von Franz Joseph Schneider, Bürger von Bergen-Enkheim und Autor der Gruppe 47, begründet. Damit wurde der erste einer Reihe von Stadtschreiber-Preisen geschaffen (z. B. Mainz, Dresden). Dieser Literaturpreis ist jedoch einzigartig geblieben, da dem ausgezeichneten Schriftsteller keinerlei Verpflichtungen auferlegt werden. Er erhält einen Geldpreis von 20.000 Euro (2010/2011) und darf ein Jahr lang kostenlos im Stadtschreiberhaus in Bergen-Enkheim „An der Oberpforte“ wohnen. Über die Vergabe des Preises entscheidet alljährlich eine neunköpfige Jury.

Die Verleihung erfolgt jedes Jahr am Freitagabend vor dem ersten Dienstag im September, im Rahmen des Volksfestes „Berger Markt“. Dabei finden Schlüsselübergabe, Fest-, Antritts- und Abschiedsrede im Festzelt vor Hunderten von Besuchern statt.

Preisträger[Bearbeiten]

Preisträger sowie (Festredner):

Jury[Bearbeiten]

  • Renate Müller-Friese, als (gegenwärtige) Ortsvorsteherin und Vorsitzende
  • der jeweils amtierende Stadtschreiber, Fachjuror
  • Peter Härtling, Fachjuror
  • Charlotte Brombach, Bürgerjurorin
  • Ulrich Sonnenschein, Bürgerjuror
  • Adrienne Schneider, Bürgerjurorin
  • Wolfram Schütte, Fachjuror
  • Monika Steinkopf, Bürgerjurorin
  • Peter Weber, Fachjuror

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Mistereck/Adrienne Schneider (Hrsg.): Zeltreden. Reden zur Verleihung des Literaturpreises „Stadtschreiber von Bergen“ 1974–1998; Wallstein, Göttingen 1998; ISBN 3-89244-322-X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dpa-Meldung, zitiert aus Frankfurter Rundschau (69. Jahrgang, Nr. 141) vom 21. Juni 2013, S. 34