Stallupöner Allee

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Stallupöner Allee
Wappen
Straße in Berlin
Stallupöner Allee
Eine der Stadtvillen in der Stallupöner Allee
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Berlin-Westend
Angelegt zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Hist. Namen Straße 41a im Gutsbezirk Heerstraße
Anschlussstraßen keine
Querstraßen Am Postfenn (West), Kranzallee (Nordost)
Plätze keine
Nutzung
Nutzergruppen Straßenverkehr
Technische Daten
Straßenlänge 650 Meter

Die Stallupöner Allee ist eine im 19. Jahrhundert bei der Erweiterung der Wohnbebauung angelegte Straße im Berliner Ortsteil Westend, unmittelbar nördlich des Grunewaldes.

Der Straßenname, vergeben am 31. Dezember 1923, nimmt Bezug auf die – ehemals ostpreußische – Kleinstadt Stallupönen, ab 1938 Ebenrode, heute Nesterow in Russland (Gebiet Kaliningrad).

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Allee umfasst 54 Parzellen. Die Hausnummern folgen dem Prinzip der Orientierungsnummerierung, also links ungerade, rechts gerade. Das Grundstück Nummer 25/25b gehört zu Berlin-Grunewald.[1]

Getarnte Sendeanlage in der Stallupöner Allee 19–23

In der Stallupöner Allee 19–23 entstand 1934–1936 neben einem Wohnhaus eine geheime Sendeanlage der Deutschen Reichspost samt Bunker nach Entwürfen des Architekten Hans Wolff-Grohmann. Ab 1946 nutzte der Sender BFN der britischen Besatzungsmacht die Sendeanlage. 1954 wurde sie dem neu entstandenen Sender Freies Berlin übergeben, dem die Anlage bis 2006 zur Ausstrahlung seines Mittelwellenrundfunks diente.[2] Der Komplex steht unter Denkmalschutz.[3] Seit 2007 werden die technischen Anlagen nicht mehr genutzt, die Immobilie wurde an eine Privatperson verkauft. Der neue Eigentümer beabsichtigt, die Villa in ein Einfamilienhaus umzubauen.[4] Das Schicksal der alten Technik ist nicht geklärt.

Des Weiteren ist das Wohnhaus Stallupöner Allee 37 denkmalgeschützt. Es wurde nach Entwürfen von Egon Eiermann errichtet.[5]

In der Stallupöner Allee 51 entsteht gerade eine Stadtvilla im klassizistischen Stil mit fünf Eigentumswohnungen.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Straßenverzeichnis vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (PDF; 337 kB): Seite 30
  2. Dieter Alfer: Geschichte der Sendeanlage Stallupöner Allee; abgerufen am 18. Februar 2013
  3. Baudenkmal Stallupöner Allee 19–23, Verstärkeramt für Telefongespräche mit Bunkeranlagen und Wohnhaus der Reichs-Postdirektion Berlin, von 1946-2006 Rundfunksendeanlage, 1935-36
  4. Kurzvorstellung des Umbauprojekts Stallupöner Allee 19–23 auf amopla.com, abgerufen am 18. Februar 2013
  5. Baudenkmal Stallupöner Allee 37, Wohnhaus, 1937 von Egon Eiermann
  6. Stallupöner Allee 51 auf neubau-direkt.de, abgerufen am 18. Februar 2013

52.50444444444413.233333333333Koordinaten: 52° 30′ 16″ N, 13° 14′ 0″ O