Stammlager X B

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Das Stalag X-B (Abkürzung für Stammlager B des Wehrkreises X)[1], das heißt, das zweite Kriegsgefangenenlager des Wehrkreises X in der Nähe von Sandbostel nordöstlich von Bremen war während der Zeit des Nationalsozialismus ein Arbeits- und Kriegsgefangenenlager.[2] Es ging aus einem Lager des FAD (Freiwilliger Arbeitsdienst Deutschland) hervor. Im letzten Kriegsjahr 1945 wurde es von der Schutzstaffel (SS) auch als Durchgangslager des Konzentrationslagers Neuengamme und als Zwischenstation bei den später so genannten Todesmärschen verschiedener Konzentrationslager verwendet.

Baracken des Stammlager X B
Zwei Gebäude beherbergen die Ausstellung der Gedenkstätte Sandbostel: rechts die "CVJM"-Baracke dokumentiert die Zeit nach 1945, im Hintergrund die "Gelbe Baracke" bildet die Zeit von 1939 bis 1945 ab.
Stelen auf der Kriegsgräberstätte "Lagerfriedhof Sandbostel"
Foto des ehemaligen sowjetischen Ehrenmals, wo heute das Denkmal mit den Stelen steht.

Geschichte[Bearbeiten]

Zeitliche Schichten[Bearbeiten]

Im Stalag X B müssen mehrere zeitliche Schichten unterschieden werden.[3][4]

  • Nach dem Bau 1932/33 war es ein Arbeitsdienstlager.
  • Bis zur Befreiung durch britische Truppen am 29. April 1945 war Sandbostel Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager.
  • Die britischen Besatzungsbehörden richteten in den bestehenden Baracken das „No. 2 Civil Internment Camp Sandbostel“ ein – eines von sieben Internierungslagern in der britischen Besatzungszone.
  • Nach der Auflösung des Internierungslagers (1948) wurden die Baracken von der Justizverwaltung übernommen und das „Strafgefängnis Lager Sandbostel“ eingerichtet.
  • 1952 wurde das Strafgefängnis-Lager aufgelöst und die Baracken vom „Notaufnahmelager für männliche jugendliche Flüchtlinge aus der DDR“ übernommen.
  • Das Notaufnahmelager wurde 1960 geschlossen aber noch vier Jahre für mögliche weitere Flüchtlinge freigehalten.
  • Danach übernahm die Bundeswehr das Gelände 1964 als Depot.
  • Der Landkreis richtete auf dem Gelände 1974 das Gewerbegebiet „Immenhain“ ein.
  • Die Existenz des Gewerbegebietes stieß ab 1980 zunehmend auf Protest.[5][6]
  • 1992 wurden die historischen Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, 2004 die Stiftung Lager Sandbostel gegründet und im April 2013 die neugestaltete Gedenkstätte eröffnet.

Zeittafel[Bearbeiten]

  • Februar 1926: Planung eines Lagers für Strafgefangene
  • November 1932: Bau des Lagers durch den kirchlichen Freiwilligen Arbeitsdienst Deutschland ( FAD ) / Arbeitsdienst Niedersachsen e.V.
  • Mai 1933: Übernahme durch den Reichsarbeitsdienst.
  • September 1939: Einrichtung des Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlagers X Sandbostel (ab Dezember Stalag X A, ab April 1940 Stalag X B) polnische Gefangene in Großzelten untergebracht.
  • 1940: Belgische und französische Gefangene kommen ins Lager.
  • Oktober 1941: Ankunft serbischer und sowjetischer Gefangener.
  • Winter 1941/42: Massensterben unter den sowjetischen Kriegsgefangenen.
  • 1943 Eintreffen italienischer Militärinternierter.
  • 1944 Ab dem 1. Oktober 1944 übernahm die SS die Kontrolle über das Lager. Verantwortlicher SS-Führer wurde Graf Bassewitz-Behr.
  • 1944 Ankunft polnischer Frauen. Es waren 552 Teilnehmerinnen vom Warschauer Aufstand 1944 – unter ihnen 84 im Offiziersrang, aber auch Mädchen von gerade einmal dreizehn Jahren.
  • ab 12. April 1945: etwa 9.500 Häftlinge aus Konzentrationslager Neuengamme bzw. dessen Außenlagern kommen nach Sandbostel.
  • 19./20. April 1945: Hungerrevolte der KZ-Häftlinge
  • 29. April 1945: britische Truppen befreien das Lager. Anfang Juni haben die letzten Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge das Lager verlassen.
  • Juni 1945 bis 1948: "No. 2 Civil Internment Camp" (Internierungslager für SS- und NS-Führer sowie für Mitglieder von KZ-Wachmannschaften)
  • 1948 bis 1952: "Strafgefängnis Lager Sandbostel" als Nebenstelle des Zuchthauses Celle.
  • 1952 bis 1960: Durchgangslager für männliche DDR-Flüchtlinge im Alter von 14 bis 24 Jahren.
  • 1957 Bau einer „Lagerkirche“[7]
  • 1963 bis 1970: Nutzung durch die Bundeswehr, zuletzt als Depot.
  • 1974: Privatisierung des Lagergeländes. Errichtung des Gewerbegebiets Immenhain.
  • 1992: Die historischen Gebäude des ehemaligen Stalags und des Reservelazaretts X B werden unter Denkmalschutz gestellt. Gründung des Vereins "Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V.".
  • 2004: Gründung der „Stiftung Lager Sandbostel“
  • 2005: Erwerb von 2,7 ha des ehemaligen Lagergeländes durch die Stiftung.
  • 2007: Einrichtung der "Gedenkstätte Lager Sandbostel".
  • 2012 Plandatum des Status als „Nationale Gedenkstätte“
  • 29. April 2013: Eröffnung der Dauerausstellung "Das Stalag X B Sandbostel - Geschichte und Nachgeschichte eines Kriegsgefangenenlagers".

Vorgeschichte 1926 bis 1939[Bearbeiten]

Zur Kultivierung der zwischen Bremen und Bremervörde gelegenen Moorflächen waren schon im Ersten Weltkrieg Kriegsgefangene eingesetzt worden. Südwestlich von Sandbostel plante das preußische Hochbauamt 1926 ein Barackenlager für 200 Gefangene zur Kultivierung des Klenkenholzer (heute: Klenkendorfer) Moores. 1932 errichtete der "Freiwillige Arbeitsdienst Niedersachsen e.V. dort ein Arbeitsdienstlager, das 1933/1935 vom Reichsarbeitsdienst (RAD) übernommen wurde.

Kriegsgefangene im Teufelsmoor bis 1941[Bearbeiten]

Das Wasserwirtschaftsamt Verden stand bei der Kultivierung des Teufelsmoores vor großen Aufgaben. In Handarbeit mussten Kanäle und Wege gebaut und große Flächen umgegraben werden. Deutsche Arbeitskräfte waren dafür kaum zu gewinnen, deshalb erkannte man schnell die Vorteile des Arbeitseinsatzes von Kriegsgefangenen. Ab 1940 wurden Gastwirtschaften, Ställe und andere Gebäude schnell für die Unterbringung der Gefangenen hergerichtet. Im Vordergrund stand der möglichst schnelle Einsatz. Die Unterkünfte waren nicht genügend ausgestattet. Selbst Kontrollen des IKRK und der Wehrmacht änderten wenig.[8]

Zeit während des Krieges[Bearbeiten]

Im Laufe des Zweiten Weltkrieges durchliefen mindestens 313.000 Kriegsgefangene, Militär- und Zivielinternierte aus mehr als 55 Nationen das Lager. Die Belegungsstärke des Lagers schwankte über die Jahre hin zwischen einigen Tausend und 20.000 Gefangenen.[9] Nach dem Kriegsvölkerrecht war die unterschiedliche Behandlung je nach Nation, Religion oder Rasse nicht zulässig. Nach der NS-Ideologie wurden die Gefangenen aber nach einem unterscheidenden System behandelt.

„Viele Kriegsgefangene und Zivilinternierte mussten fünf Jahre und länger in der Gefangenschaft verbringen. Die Dauer der Gefangenschaft, die Behandlung im Lager und in den Arbeitskommandos sowie die Kriegserlebnisse prägten das Leben der ehemaligen Gefangenen und ihrer Familien vielfach auch nach 1945.“

– Informationstafel in der Gedenkstätte Lager Sandbostel ("Gelbe Baracke")

Personal im Stalag X B[Bearbeiten]

Für die Verwaltung des Stalags X B mit 10.000 Gefangenen waren 98 Soldaten und 33 Militärbeamte/ -angestellte vorgesehen. Nach der Erhöhung der Belegungszahlen auf 30.000 Gefangene ab 1940 wurde erst im August 1942 der Stellenplan mit 314 Personen angepasst.

Aufnahme der Gefangenen im Lager[Bearbeiten]

Das Lager wurde von Landesschützen bewacht - das waren meist ältere oder verwundete - nicht frontdiensttauglische - Soldaten. Nach der Ankunft im Lager wurden die Gefangenen medizinisch untersucht, desinfiziert und fotografiert. Ihre persönlichen Daten wurden erfasst, und sie erhielten eine Metallmarke mit ihrer Kriegsgefangenen-Nummer. Die mussten sie ständig um den Hals tragen. Von ihren Uniformen wurden Rangabzeichen entfernt, dann trugen sie sie weiter. In der Lagerordnung wurde ein strenges System festgelegt mit schweren Strafen für Fluchtversuche, Arbeits- und Gehorsamsverweigerung. Die Strafen wurden in einem besonderen Straflager vollzogen. Es kam auch zu Selektionen durch die Gestapo und Überführung in Konzentrationslager.

Behandlung unterschiedlicher Nationen[Bearbeiten]

Eigentumsquittung für einen Kriegsgefangenen

Das Lager wurde 1939 von polnischen Kriegsgefangenen errichtet. Die ursprüngliche Kapazität war für 15.000 Gefangene geplant worden; später befanden sich bis zu 70.000 Menschen gleichzeitig im Lager. Zwischen 1939 und 1945 waren über 1 Million Kriegsgefangene aus 46 Nationen im Lager Sandbostel inhaftiert. Ca. 50.000 Gefangene überlebten die Zeit ihrer Gefangenschaft nicht. Sie starben an Hunger, Seuchen oder wurden ermordet. Britische Befehlshaber verglichen das Lager nach der Befreiung mit dem KZ Bergen-Belsen; die Behandlung der Gefangenen war, wenn auch nicht durchgehend, überaus grausam.

Innerhalb des Lagers gab es eine nach Nationalitäten stark abweichende Behandlung der Kriegsgefangenen. Im Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27. Juli 1929[10] war festgelegt, dass Kriegsgefangene menschlich zu behandeln und gegen Gewalttätigkeiten zu schützen seien. In Sandbostel war es so: Amerikaner und Briten wurden besser behandelt als Franzosen und Belgier; diese besser als Serben und Griechen. Am Ende dieser Hierarchie standen Polen, Italiener und Kriegsgefangene aus der Sowjetunion. Insbesondere die letzteren wurden meist ohne Verpflegung zur Arbeit gezwungen bis sie verhungerten.[11]

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Für die medizinische Versorgung galt das Gleiche; während englische Lagerinsassen die medizinische Versorgung sogar als gut bezeichneten, war eine solche für die Untersten der Hierarchie gar nicht vorhanden. Die Genfer Konventionen, welche die Behandlung von Kriegsgefangenen international regulieren, wurden in jeder Beziehung missachtet. Kriegsgefangene berichteten, dass zum Beispiel Experimente an lebenden Menschen durchgeführt wurden, dass Kriegsgefangene grundlos gefoltert und ermordet wurden oder ohne Not an Nahrungsmitteln verhungern mussten.

In den Krankenrevieren fehlte es am Nötigsten - Pflegepersonal, Medikamente und Betten. Gefangene, "deren Arbeitskraft erhalten werden sollte"[12] wurden aber im Krankenrevier oder im Kriegsgefangenen-Lazarett Stalag X B (ab 1. April 1944: Reservelazarett für Kriegsgefangene Sandbostel) medizinisch betreut. Bei Kriegsende verfügte es über etwa 2.000 Betten.

„Die medizintechnische Ausstattung war zwar modern und die dort tätigen deutschen und ausländischen Ärzte hochqualifiziert, doch es mangelte an Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Heizmaterial. ... Ebenso wie die Unterkunftsbaracken der Gefangenen war das Lazarett durch Ungeziefer verseucht.“

– Informationstafel "Medizinische Versorgung" in der Gedenkstätte ("Gelbe Baracke") 2013

Kultur und Religionsausübung[Bearbeiten]

Übermaltes religiöses Bild eines früheren Andachtsraumes und Informationsschild

Den meisten Gefangenen waren künstlerische und sportliche Betätigung erlaubt. Es gab Theater- und Musikaufführungen auch Bildungsprogramme, Sportveranstaltungen und Gottesdienste. An einem Giebel in der Nähe der späteren katholischen Kirche aus der Nachkriegszeit ist ein religiöses Bild zu erkennen.[13] Die Wandbemalung, die sich ursprünglich an der Giebelwand im Inneren eines Gebäudes befand, stammt vermutlich aus der Zeit um 1940/41. Die Seitenbilder zeigen einen Harfe spielenden und einen betenden Engel. Beide sind zur zentralen Christusfigur gewandt. Unter der weißen Übermalung sind möglicherweise die Bilder im ursprünglichen Zustand erhalten. Der Künstler wird unter französischen Gefangenen vermutet. Das auf einer Informationstafel gezeigte Foto ist wohl ein Propagandafoto, um die Verhältnisse im Kriegsgefangenenlager zu verharmlosen. Gefangene berichten, dass ihnen die Andachtsräume Kraft zum Überleben gab. Die Geistlichen wurden von den Kirchen entsandt.

Unter den Gefangenen waren der Philosoph Louis Althusser, die Schriftsteller Gaston Aufrere, Leo Malet und Giovanni Guareschi. Auch der spätere Olympiasieger Wiktor Tschukarin gehört zu den Überlebenden des Gefangenenlagers Sandbostel.

Arbeitseinsätze[Bearbeiten]

„Das Stalag X B verwaltete bis zu 670 Arbeitskommandos gleichzeitig. Kriegsgefangene gehörten zum Alltagsbild in den Städten und Dörfern.“

– Informationstafel "Arbeitskommandos des Stalag X B" in der Gedenkstätte Sandbostel ("Gelbe Baracke") 2013

Zum Stalag X B gehörten hunderte von Außenkommandos, das heißt Kriegsgefangenengruppen von 10 bis 40 Personen, die in bewachten Scheunen, Lagerhallen oder Sälen außerhalb des Lagers untergebracht wurden. Das Stalag X B beschäftigte unter anderem Kriegsgefangene beim U-Boot-Bau in Bremen (siehe U-Bootbunker Valentin). Der größte Teil der Lagerinsassen wurde in der Landwirtschaft, in Handwerks- und Industriebetrieben eingesetzt. Auf dem Lagergelände selbst gab es verschiedene Werkstätten, zum Beispiel eine Schuhmacherei.

Innerhalb des Lagers gab es ein Sonderlager für maximal 80 Gefangene mit noch härteren Repressionen; diese wurden zur Kultivierung des Moores oder zum Torfstechen eingesetzt und mussten das Äußerste erdulden.

Kriegsgefangene im Teufelsmoor ab 1941[Bearbeiten]

Umfangreiche Pläne zur Ausweitung der Einsätze von Kriegsgefangenen wurden vom Wasserwirtschaftsamt Verden sofort ausgearbeitet, als man von der Ankunft sowjetischer Kriegsgefangener hörte. Eine Kommission unter Beteiligung örtlicher Handwerksbetriebe bereise das Gebiet und machte Vorschläge für die Unterbringung von 2.000 Gefangenen. Da bekannt war, dass sowjetische Gefangene unter erschwerten Bedingungen eingesetzt werden durften, wies man ihnen schwere Bauarbeiten zu. Infolge eines geschwächten Zustands der Gefangenen häuften sich Krankheits- und Todesfälle, für die sich das Wasserwirtschaftsamt, die Wehrmacht und beteiligte Baufirmen gegenseitig die Verantwortung zuschoben.[14]

Arbeit für die deutsche Wirtschaft in der Zeit des Krieges[Bearbeiten]

Während des Krieges fehlten Arbeitskräfte. Es wurde versucht, diesen Mangel mit Kriegsgefangenen auszugleichen. Entgegen der Genfer Konventionen wurden die Gefangenen auch in der Rüstungsindustrie eingesetzt. Aber auch in der Landwirtschaft mussten zur Wehrmacht eingezogene Männer auf den Höfen ersetzt werden. Dabei entstand aus ideologischen Gründen eine Hierarchie. Am unteren Ende standen die sowjetischen Kriegsgefangenen: Sie bekamen bei geringster Bezahlung die geringsten Lebensmittelrationen. Und sie wurden am strengsten bestraft.

„Da sich in nahezu jedem Ort Arbeitskommandos befanden, hatte praktisch die gesamte deutsche Bevölkerung Kenntnis von den Arbeitsbedingungen, viele waren in den Einsatz sogar unmittelbar einbezogen. Die ungleiche Behandlung der Gefangenen wurde dabei weitgehend akzeptiert.“

– Informationstafel "Arbeit für die deutsche Kriegswirtschaft" in der Gedenkstätte Sandbostel ("Gelbe Baracke") 2013

Das Reservelazarett[Bearbeiten]

Außerhalb des Stalag gab es das Reservelazarett X B mit über 1.750 Betten. Dort wurden die kranken Kriegsgefangenen unter anderem auch von Ärzten versorgt, die zu den Kriegsgefangenen zählten. Die Kontrolle über das Reservelazarett und die Krankenreviere hatte aber ein deutscher Chefarzt inne. Das Reservelazarett war zuständig für alle bettlägerigen dienstuntauglichen Kriegsgefangenen des Wehrkreises X.

KZ-Häftlinge aus Neuengamme[Bearbeiten]

Im April 1945 erreichten mindestens 8.000 politische Häftlinge aus dem KZ Neuengamme das Lager Stalag X B in Sandbostel. Sie wurden auf einem lediglich mit Stacheldraht umzäunten Teil des Lagers eingesperrt und absolut unzureichend verpflegt. Die KZ-Häftlinge sollten auf Befehl des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, „evakuiert“ werden. Im Klartext war dieses der Befehl zu den Todesmärschen, damit die KZ-Häftlinge nicht als Belastungszeugen lebend in die Hände der Alliierten fielen.

In der Nacht von dem 19. auf den 20. April 1945 brach im sowjetischen Teil des Lagers während eines Luftalarms eine Hungerrevolte aus, bei der abermals hunderte Gefangene ums Leben kamen.

Am 20. April 1945 verließen die SS und Teile der Wachmannschaften zusammen mit einigen hundert KZ-Häftlingen das Lager in Richtung Flensburg. Zwischen dem 20. und 29. April 1945 wurden die Häftlinge von den Kriegsgefangenen im angrenzenden Lagerteil notdürftig versorgt. Am 29. April wurde das Lager Sandbostel endgültig von britischen Truppen befreit. Mindestens 3.000 Häftlinge starben aufgrund von Hunger und Typhus zwischen dem 12. und 29. April 1945 und den darauf folgenden Wochen.

40 Jahre später gedachten Menschen aus der Gegend zwischen Bremen-Farge und Sandbostel des Todesmarsches zur Evakuierung der Gefangenen, die in einem Außenlager des KZ Neuengamme am Bunker Valentin arbeiten mussten, nach Sandbostel. Zwischen dem 10. und 13. Juli 1985 machten sie sich auf den Gedenkmarsch Farge–Sandbostel.

Kriegsende im Lager Sandbostel[Bearbeiten]

Am 29. April 1945 befreite die britische Armee etwa 14.000 Kriegsgefangene und 7.000 KZ-Häftlinge. Die Zustände waren unvorstellbar. Tausende Häftlinge waren unterernährt und krank. Überall lagen Leichen herum. Zu Skeletten abgemagerte Häftlinge liefen auf der Suche etwas Essbarem umher. Es herrschte Dreck und Gestank, der noch in weiter Entfernung wahrgenommen werden konnte. 3.000 Häftlinge starben in den ersten vierzehn Tagen nach der Befreiung. Die Soldaten sprachen von einem "minor Belsen" - einem kleineren Belsen.[15]

Geschichte nach 1945[Bearbeiten]

Nach der Befreiung der und der Versorgung der befreiten Kriegsgefangenen in umliegenden Lazaretten und Krankenhäusern richtete die britische Armee auf dem Lagergelände ein Internierungslager ein. 1948 übernahm das Land Niedersachsen den Gebäudekomplex als Strafgefängnis, 1952 bis 1960 war es ein Notaufnahmelager für geflüchtete jugendliche männliche Flüchtlinge aus der DDR. 1963 übernahm die Bundeswehr das ehemalige Lagergelände, und 1974 entstand hier das Gewerbegebiet Immenhain der Gemeinde Sandbostel.

Notaufnahmelager für männliche jugendliche DDR-Flüchtlinge[Bearbeiten]

In Sandbostel und Westertimke blieben Jugendliche normalerweise in den Notaufnahmelagern bis zu zwei Wochen. In Sandbostel waren es bis zu 800 männliche 15- bis 24-Jährige, in Westertimke bis zu 300 weibliche Personen. Täglich kamen in Sandbostel etwa 100 Jugendliche an und ersetzten die Menschen, die das Lager verließen. Es wird geschätzt, dass 250.000 das Lager Sandbostel durchliefen und 80.000 das Lager in Westertimke.

Nutzung durch die Bundeswehr[Bearbeiten]

Nach Schließung des Notaufnahmelagers für jugendliche DDR-Flüchtlinge übernahm 1963 die Bundeswehr das ehemalige Kriegsgefangenenlager.

„Zunächst waren hier bei Manövern Nachschubeinheiten stationiert, um die Versorgung von Militärverbänden mit Betriebsstoff, Munition und Verpflegung unter "kriegsmäßigen Bedingungen" zu üben. Später wurde in den Baracken ein Materialdepot des Sanitätsdienstes der Bundeswehr eingerichtet.“

– Informationstafel in der Gedenkstätte Lager Sandbostel, "Gelbe Baracke" (Darstellung der Geschichte nach 1945)

Am 31. März 1973 räumte die Bundeswehr den Standort Sandbostel wegen fehlenden militärischen Bedarfs.

Gewerbegebiet "Immenhain"[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sandbostel wies das neu erworbene Gelände als Gewerbegebiet aus, um neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen. An eine Holzhandlung wurde das erste der mehr als 20 Gebäude verkauft. Ein Geflügelhof, ein Hersteller von Isoliermaterial, der kommunale Bauhof, ein Reiterhof, mehrere Großhändler folgten. Mehrere Baracken nutzte ein Militariahändler. Das ehemalige Lagergelände wurde auch für Film-Außenaufnahmen verwendet. Bis 2003 gab es auf dem Gelände keinen Hinweis auf das ehemalige Kriegsgefangenenlager.

Stiftung und Gedenkstätte[Bearbeiten]

Baracke, die „kontrolliert zerfällt“

Im Dezember 2004 gründeten ehemalige Häftlinge und Anwohner die „Stiftung Lager Sandbostel“.[16] Die Stiftung erwarb bisher ein 3,2 Hektar großes Teilstück des ehemaligen Lagergeländes mit Baracken, um sie vor dem Verfall zu bewahren.[17] Das Lager Sandbostel ist bundesweit das einzige NS-Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager, in dem viele historische Gebäude noch original erhalten sind. Unter den 25 Bauten sind Wohnbaracken aus Holz und Stein sowie Küchen-, Wasch- und Latrinengebäude. Auch das Wasserwerk sowie ein Arrestbunker sind noch vorhanden. Mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden an den Baracken sowohl außen wie auch innen gravierende witterungsbedingte Schäden beseitigt, wie in einem Vertrag vom 17. Oktober 2008 geregelt wurde.[18] Die Stiftung Lager Sandbostel hat sich entschieden, eine Baracke „kontrolliert zerfallen“ zu lassen. Die anderen Baracken werden „sichtbar restauriert“ - man soll also sehen können, dass sie nicht mehr im Ursprungszustand sind.

Im Juli 2009 wies der Stiftungsleiter Karl-Heinz Buck darauf hin, dass die daraus resultierenden Mittel von 10.000 Euro im Jahr nicht ausreichen um den Verfall der Anlage zu stoppen. Bis 2012 sollte das Lager deshalb den Status einer „Nationalen Gedenkstätte“ erhalten, um dann weitere Mittel für den Erhalt zu bekommen.

Dauerausstellung[Bearbeiten]

Die Stiftung Lager Sandbostel unterhält mit der „Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel“ eine Dauerausstellung über das ehemalige Lagergelände. Dabei werden insbesondere Exponate gezeigt aus den Funden der archäologischen Ausgrabungen aus den Jahren 2003 und 2004, bei denen tausende Objekte und Artefakte geborgen wurden, die einen Einblick in den Alltag und die Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen, Militärinternierten und KZ-Häftlinge vermitteln. Außerdem bietet die Stiftung Führungen über das Gelände an.[19]

Restaurierung[Bearbeiten]

Im April 2013 sind zwei Dauerausstellungen zur Geschichte des Lagers eröffnet – in der „gelben Baracke“ über die Zeit bis 1945 und in der „CVJM-Baracke“ über die Zeit danach. Die dazu anfallenden Kosten werden vom Bund, dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Rotenburg sowie von zwei Stiftungen aufgebracht werden. Die gesamte Summe der Aufwendungen wird 1,4 Millionen Euro betragen. Im Jahre 2009 wurden für vergleichbare Zwecke schon 900 000 Euro aufgebracht.[20]

„[Der Projektkoordinator für die Gestaltung der Dauerausstellung, Andreas Ehresmann,] wandte sich gegen ein Gedenkstättenkonzept, das den Gedanken der Rekonstruktion in den Vordergrund rückt. ... Mit Rekonstruktion entspräche man nur den mitgebrachten Bildern im Kopf der Besucher und nähme der historischen Substanz ihre Glaubwürdigkeit. ... Schlussendlich wird mit Präsentation der baufälligen Baracken immer wieder auch die jahrzehntelange Vernachlässigung und Nichtbeachtung des Geländes dokumentiert, [beschrieb Ehresmann] den positiven Nebeneffekt und eine durchaus beabsichtigte verstörende Wirkung auf den Besucher. ... Es geht immer wieder darum, die Grenzen und Möglichkeiten an so einem historisch bedeutenden Ort des hunderttausenfachen Leids und des tausendfachen Sterbens auszuloten.“

Thomas Schmidt: Bericht in der Zevener Zeitung vom 16. Januar 2012, S. 7 über den Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e. V.

Friedhof[Bearbeiten]

Übersicht der Abteilungen des "Lagerfriedhofes Sandbostel"

Einige Kilometer vom Lager entfernt, im Dorf Sandbostel, befindet sich der Lagerfriedhof mit der angeschlossenen Gedenkstätte. Die sowjetischen Streitkräfte errichteten dort kurz nach dem Krieg ein Ehrenmal[21] mit der Inschrift:

„Hier ruhen 46.000 russische Soldaten und Offiziere, zu Tode gequält in der Nazigefangenschaft“.

1956 wurde das Mahnmal gesprengt, weil den deutschen Behörden im Landratsamt Bremervörde und dem niedersächsischen Innenministerium die Zahl von 46.000 Toten zu hoch erschien.

Ein ehemaliger Gefangener bemerkte dazu: „Wer Zahlen eine moralische Kraft zuspricht, insofern sie, je niedriger sie sind, den Täter desto mehr entlasten, die Schwere der Tat verringern, ermordet einen Teil der Opfer ein zweites Mal, indem er ihre Existenz ganz einfach bezweifelt, so als habe es sie nie gegeben“.

Anstelle des zerstörten sowjetischen Ehrenmals wurden drei Steinstelen errichtet. Deren Inschrift lautet: „Euer Opfer – Unsere Verpflichtung – Frieden“.[22]

Die Überreste der nichtsowjetischen Kriegsgefangenen wurden größtenteils in ihre Heimatländer, die der italienischen Soldaten in die Italienische Kriegsgräberstätte Hamburg-Öjendorf, den Italienischer Ehrenfriedhof für Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auf dem Friedhof Öjendorf, überführt. Heute befinden sich noch etwa 150 Einzelgräber von polnischen, jugoslawischen und unbekannten Kriegsgefangenen auf dem Friedhof. 1949 wurde die gesamte Friedhofsfläche umgegraben und planiert. Danach wurden die 53 Massengrabreihen sowjetischer Soldaten oberirdisch auf einer wesentlich kleineren Fläche zu (heute 14) „Sammelgräbern“ optisch zusammengelegt. Sie sind also nicht mit der Lage der Toten identisch.

1956 wurde die Umbettung von fast 3000 KZ-Häftlingen aus Massengräbern in der Region auf den Friedhof durchgeführt.

Projekt "Namensziegel"[Bearbeiten]

Auf der Kriegsgräberstätte "Lagerfriedhof Sandbostel" werden nach und nach die auf Tonziegeln geschriebenen Namen von 4660 sowjetischen Kriegsgefangenen auf Betonstelen angebracht.

„Im Zuge einer systematischen Sichtung der historischen Unterlagen ist es nunmehr möglich [Tausenden im Stalag X B Sandbostel an Hunger, Krankheiten und Entkräftung gestorbenen und in 70 Massengräbern beigesetzten] Toten symbolisch ihre Namen und damit ihre Identität und Würde wiederzugeben.“

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.: Erläuterungstafel neben dem Namensziegelprojekt auf dem Lagerfriedhof Sandbostel
Eine Wand in der Veranstaltungshalle (dem "Speisesaal" aus der Zeit der Unterbringung von DDR-Jugendlichen) ist mit Tausenden von Personalkarten bestückt, anhand deren die Namensziegel für das Projekt hergestellt werden.

Seit 2011 stellen Jugendliche während eines Aufenthaltes in der Gedenkstätte Sandbostel Namensziegel von bekannten sowjetischen Häftlingen her. Sie werden dann auf dem Lagerfriedhof an Stelen angebracht, die von Schülern der Berufsschule Zeven aus Beton hergestellt wurden. Nach Fertigstellung des gesamten Projektes wird ein Kreis um die Erläuterungstafel entstanden sein.[23][24]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

In den Jahren 1940/41 war der französische Kriminalschriftsteller und Dichter Léo Malet Gefangener im Stammlager X B. Nach seiner Freilassung verarbeitete er seine Haftzeit in dem 1943 erschienenen und 1946 verfilmten Kriminalroman „Hundertzwanzig, rue de la Gare“ (frz.: „Cent vingt, rue de la Gare“). Der Roman beginnt im Lager, wo sein als Kriegsgefangener inhaftierte Protagonist Nestor Burma mit dem Tod eines unbekannten, unter Amnesie leidenden Mitgefangenen konfrontiert wird, der mit dem sich anschließenden Kriminalfall verknüpft ist. In der Comicfassung des Zeichners Jacques Tardi nimmt die detaillierte Illustration des Lagerlebens mehr als zehn Seiten ein.

Lagerpfarrer[Bearbeiten]

Bekannte Gefangene[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Borgsen, Klaus Volland: Stalag X B Sandbostel. Zur Geschichte eines Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers in Norddeutschland 1939–1945. Verlag Edition Temmen, Bremen 1991, ISBN 3-926958-65-0 (4. um einen Anhang ergänzte Auflage. ebenda 2010, ISBN 978-3-926958-65-5).
  • Das Kriegsgefangenenlager Sandbostel, Eine Wanderausstellung des Trägervereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel"", 2004 (2. Auflage)
  • Dörthe Engels (Stiftung Lager Sandbostel), „Lebenssituationen unterschiedlicher Gefangenengruppen im Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel – Probleme im Umgang mit historischen Quellen“, Manuskript zur Tagung „... und was machen wir jetzt mit dem Lager“, Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e. V. 13. - 15. Januar 2012 in Bremervörde (Online-Fassung (PDF-Datei; 264 kB))
  • Andrea Genest (Stiftung Lager Sandbostel), „Woran erinnern? - Die komplexe Nachkriegsgeschichte des Lagers Sandbostel“, Manuskript der Tagung „...und was machen wir jetzt mit dem Lager?“, Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e. V. 13. - 15. Januar 2012 in Bremervörde (Online-Fassung (PDF-Datei; 303 kB))
  • Jens Binner (Stiftung Lager Sandbostel), „Arbeitskommandos als Thema der Heimatgeschichtsforschung“, Manuskript der Tagung „...und was machen wir jetzt mit dem Lager?“, Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e. V. 13. - 15. Januar 2012 in Bremervörde (Online-Fassung (PDF-Datei; 388 kB))
  • „Voneinander lernen“ (PDF-Datei; 611 kB), Artikel der Bremervörder Zeitung vom 21. Januar 2012 über die Tagung zum 20-jährigen Bestehen des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel
  • Kurt Ringen: Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager STALAG XB Sandbostel. In: Heimat-Rundblick. Geschichte, Kultur, Natur. Nr. 102, 3/2012 (Herbst 2012). Druckerpresse-Verlag, ISSN 2191-4257, S. 34–35.
  • Kurt Ringen: Das Kriegsende im Lager Sandbostel. In: Heimat-Rundblick. Geschichte, Kultur, Natur. Nr. 103, 4/2012 (Winter 2012). Druckerpresse-Verlag, ISSN 2191-4257, S. 30–31.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sandbostel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe rechts: Karte der Wehrkreiseinteilungen des Deutschen Reiches
    Wehrkreiseinteilung des Deutschen Reiches während des 2. Weltkriegs
  2. „Die Oste – Fluß mit Vergangenheit“, Themen-Exkursion 8. Oktober 2006, mit vielen Fotos vom Lager Sandbostel, u. a. mit einem Bild des sowjetischen Ehrenmals auf dem Friedhof Sandbostel, das 1945 errichtet und 1956 gesprengt wurde.
  3. Andrea Genest, Woran erinnern? - Die komplexe Nachkriegsgeschichte des Lagers Sandbostel, Manuskript der Tagung „...und was machen wir jetzt mit dem Lager?“, Sandbostel 13. - 15. Januar 2012
  4. Was nach dem Krieg geschah, Zeitungsartikel der Zevener Zeitung, 21. Januar 2012, S. 13
  5. „Hühnerfarm auf KZ-Gelände“, in: die tageszeitung 2. Mai 1980
  6. Gedenkstätte kommt nicht zur Ruhe – Stiftung Lager Sandbostel präsentiert Planungen für historischen Ort und stellt sich teilweise herber Kritik, in Weser-Kurier vom 23. Januar 2012, S. 11
  7. Lagerkirche Sandbostel als Filiale der St. Lamberti-Kirchengemeinde Selsingen
  8. Angaben nach der Informationstafel "Kriegsgefangene im Teufelsmoor bis 1941" in der Gedenkstätte Sandbostel ("Gelbe Baracke") 2013
  9. Informationstafel "Leben im Lager" in der Gedenkstätte ("Gelbe Baracke") 2013.
  10. Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27. Juli 1929
  11. Die sowjetischen Gefangenen wurden „als Untermenschen“ behandelt und waren von der Hilfe durch das Rote Kreuz und andere Organisationen ausgeschlossen. Das begründete das Oberkommando der Wehrmacht damit, dass die Sowjetunion die Genfer Konventionen über die Behandlung von Kriegsgefangenen nicht ratifiziert hatte. (Dörthe Engels, Stiftung Lager Sandbostel, im Referat „Lebenssituationen unterschiedlicher Gefangenengruppen im Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel“, „... und was machen wir jetzt mit dem Lager“ - Tagung der Stiftung vom 13. - 15. Januar 2012 in Bremervörde, Manuskript S. 2)
  12. Informationstafel "Medizinische Versorgung" in der Gedenkstätte ("Gelbe Baracke") 2013
  13. Die Gedenkstätte möchte das religiöse Bild erwerben und erhalten. Das gestaltete sich aber schwierig.
  14. Angaben über den Einsatz im Teufelsmoor nach der Informationstafel "Kriegsgefangene im Teufelsmoor nach 1941" in der Gedenkstätte Sandbostel ("Gelbe Baracke") 2013
  15. Angaben zur Befreiung nach den Informationstafeln "Befreiung und Leben nach dem Krieg" und "Befreiung des Lagers Sandbostel" in der Gedenkstätte Sandbostel ("Gelbe Baracke") 2013
  16. Träger der Stiftung Lager Sandbostel sind: Land Niedersachsen, Landkreis Rotenburg (Wümme), Samtgemeinde Selsingen, Gemeinde Sandbostel, St. Lambertikirchengemeinde Selsingen, Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V., Pro Europa e.V., Geschichtsfreunde Sandbostel e.V. und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V..
  17. Luftbild des Areals, auf dem das STALAG X B ehemals stand.
  18. Osterholzer Kreisblatt vom 18. Oktober 2008
  19. Online-Version des Info-Flyers der Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel (PDF-Datei; 138 kB)
  20. Gefangenenlager wird restauriert – in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Dezember 2009
  21. Foto des sowjetischen Ehrenmals auf der Seite des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
  22. Nina Schulz, Wegweiser in die Vergangenheit (Die freie Journalistin setzte sich 2008 mit dem Gedenken an das STALAG X B in der Region um den Ort Sandbostel auseinander.)
  23. Aranka Szabo, Den Namenlosen einen Namen geben, Bremervörder Anzeiger vom 13. Juli 2011
  24. "Wir schreiben eure Namen", Projekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Verbindung mit der AG Bergen-Belsen.

53.3996439.109812Koordinaten: 53° 23′ 59″ N, 9° 6′ 35″ O