Stams

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Stams (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stams
Wappen von Stams
Stams (Österreich)
Stams
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 33,56 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 10° 59′ O47.27638888888910.983333333333672Koordinaten: 47° 16′ 35″ N, 10° 59′ 0″ O
Höhe: 672 m ü. A.
Einwohner: 1.332 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6422
Vorwahl: 05263
Gemeindekennziffer: 7 02 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wengeweg 4
6422 Stams
Website: www.stams.co.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gallop (Bürgermeisterliste Team Franz Gallop)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
7 Bürgermeisterliste Team Franz Gallop
3 Liste für Stams – Hermann Schweigl
2 Gemeinsame Stamser Liste
1 Bäuerliche Liste Stams
Lage der Gemeinde Stams im Bezirk Imst
Arzl im Pitztal Haiming Imst Imsterberg Jerzens Karres Karrösten Längenfeld Mieming Mils bei Imst Mötz Nassereith Obsteig Oetz Rietz Roppen St. Leonhard im Pitztal Sautens Silz Sölden Stams Tarrenz Umhausen Wenns Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Stams im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ansicht von Norden
Ansicht von Norden
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Stams ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Silz) in Tirol mit 1332 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geographie[Bearbeiten]

Stams liegt im oberen Inntal zwischen Telfs und Imst, circa 36 km westlich von Innsbruck. Der Ort liegt am Fuße des Pirchkogels.

Nachbargemeinden von Stams sind:

Geschichte[Bearbeiten]

1063 als Stammes erste urkundliche Erwähnung.

1273 gründete der Tiroler Graf Meinhard II. das Zisterzienserstift Stams. Dadurch wurde Stams zum geistigen Zentrum der Region.

Bevölkerung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Stams besteht aus 13 Mitgliedern. Letzte Gemeinderatswahl war am 10. März 2010. Vorsitzender ist Franz Gallop von der Bürgermeisterliste Team Franz Gallop. Bei der Gemeinderatswahl errangen bei einer Wahlbeteiligung von 81 % folgende Parteien Mandate:

  • Bürgermeisterliste – Team Franz Gallop 52,56 % der abgegebenen Stimmen
  • Liste für Stams – Hermann Schweigl 22,47 %
  • Gemeinsame Stamser Liste 17,12 %
  • Bäuerliche Liste Stams 7,85 %

(Weitere Details siehe Infobox). Die etablierten politischen Parteien und Listen spielen hier keine Rolle.

Vorsitzender: Franz Gallop (Bürgermeister, Bürgermeisterliste – Team Franz Gallop)

Pfarre[Bearbeiten]

Pfarrkirche Stams

Stams ist eine römisch-katholische Pfarrgemeinde. Pfarrpatron ist der Hl. Johannes der Täufer, der Pfarrer von Stams heißt P. Michael Falkner O. Cist. Der Bau der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer geht auf einen Holzbau, der schon um circa 700 n. Chr. hier stand, und ein Steinkirchlein aus dem 8. Jahrhundert zurück. Erst nach der Gründung des Stifts wurde die heutige Pfarrkirche erbaut.

Verbindung der Pfarre zum Stift Stams[Bearbeiten]

Stams ist eine eigenständige Pfarrei, die aber dem bekannten Zisterzienserkloster in Stams „inkorporiert“ ist, das heißt, der Pfarrer von Stams ist ein Mönch aus dem Kloster. Die Verbindung zwischen Pfarre und Stift ist sehr eng. Es wird jeden Sonntag ein Pfarrgottesdienst in der Stiftskirche gefeiert, insbesondere die Hochfeste des ganzen Jahres mit einem Pontifikalamt durch den Abt des Stifts German Erd.

Zerstreuung des Pfarrgebietes[Bearbeiten]

Eine Eigenart der Pfarre ist die Zerstreuung der Einwohner. Die rund 1.100 Katholiken in Stams wohnen verteilt auf den Ortskern mit Pfarrkirche, Kloster, Don Bosco Haus, zahlreichen Schulen und öffentlichen Gebäuden, in der im Talgrund gelegenen Siedlung, in den bis circa 4 km östlich entfernten Weilern Mähmoos, Windfang, Haslach und Thannrain, den Berghöfen in Hauland und im 3 km entlegenen Staudach im Westen. In der Kapelle des jeweiligen Ortsteils wird einmal im Monat eine heilige Messe gefeiert.

Bildung[Bearbeiten]

Stift Stams
Stams von der Wallfahrtskirche Locherboden oberhalb von Mötz aus gesehen

Bekannt ist Stams auch wegen des Skigymnasiums und der Skihandelsschule mit alpiner und nordischer Ausrichtung. Bekannte Skispringer wie Karl Schnabl, Armin Kogler und fast alle zurzeit erfolgreichen österreichischen „Adler“ bekamen ihre Ausbildung hier.

Stams beherbergt in den zehn verschiedenen Schultypen mit den dazugehörigen Internaten rund 1.500 Lernende und Studierende, denen im Ort nur 1.300 Einwohner gegenüberstehen.

Bedeutung als Schulzentrum hat die Gemeinde heute durch:

sowie weiters:

  • Volksschule
  • Neue Mittelschule
  • Handelsschule
  • ein weiteres Gymnasium
  • Montessorischule
  • Musikschule Mittleres Oberinntal – Expositur Stams

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Über die Strecke der Arlbergbahn ist Stams mit den Linen  S1  und  S2  sowie Regionalexpresszügen zwischen Innsbruck und Landeck-Zams an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stiftskirche Stams
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stams
  • Stift Stams: Zisterzienserkloster 1273 gegründet
    • Stiftskirche: 1284 geweiht, ursprünglich romanische Basilika, 1729–1733 im Stil des Hochbarock umgestaltet, prächtiger Stuck, frühbarocker Hochaltar in Form eines Lebensbaumes mit 84 Skulpturen, um 1610
    • Bernhardisaal: 1720 umgebaut
  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (Stams): 1313–1316 erbaut, gilt als erstes Beispiel reifer Gotik in Tirol

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien