Standard-Testbedingungen (Photovoltaik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Standard-Testbedingungen)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Standard-Testbedingungen (STC, englisch: Standard Test Conditions) in der Photovoltaik dienen dazu, verschiedene Solarmodule unabhängig vergleichen und bewerten zu können. Dafür wurden weltweit einheitliche Betriebsbedingungen für diesen Zustand definiert.

Die Angaben für Strom, Spannung und Leistung bei Standard-Testbedingungen gelten bei einer Einstrahlung von 1000 W/m² in Modulebene, einer Modultemperatur von 25 °C und einem in der Norm IEC 60904-3 (1989) Teil III definierten Spektrum des Sonnenlichts bei einer Air Mass von 1,5. Die ermittelte Leistung wird meist mit der Angabe Peak versehen.

Da bei der eigentlichen Messung nicht immer alle Bedingungen eingehalten werden können (Lampenspektrum, Einstrahlung und Modultemperatur weichen oft vom Standard ab), werden die Messwerte bei Standard-Testbedingungen aus den aktuellen Messbedingungen rechnerisch ermittelt. Die so ermittelten Werte ermöglichen einen Vergleich der Module untereinander, das wirkliche Betriebsverhalten ist jedoch daraus nicht direkt abzuleiten. Kristalline Module beispielsweise haben bei einer Einstrahlung von 1000 W/m² meist eine deutliche höhere Modultemperatur als 25 °C, mit der ein Leistungsabfall einhergeht. Auch das Verhalten unterschiedlicher Zelltypen bei Schwachlicht bleibt bei diesem Wert unberücksichtigt.

Eine Leistungsüberprüfung im Feld (auf dem Solardach oder Freiflächenanlage), die mittels STC durchgeführt wird, muss folgende Dinge berücksichtigen:

  1. Minimale Einstrahlung 800 W/m²
  2. Temperaturfeststellung sowie Berücksichtigung im berechneten Wert
  3. Einstrahlwinkel, Ermittlung mittels Inklinometer.
  4. Moduldatenblatt mit den physikaliken Grundgrößen des Moduls (Temperaturkoeffizient)

Werden diese Werte in der mathematischen Auswertung berücksichtigt, darf eine Messung als STC bezeichnet werden.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]