Stanford Financial Group

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Galleria Tower II, der Sitz von Stanford Financial Group
Büros von Stanford Financial Group
Stanford Aviation

Die Stanford Financial Group ist eine 1932 gegründeter US-amerikanischer Finanzdienstleistungskonzern mit Hauptsitz in Houston im Bundesstaat Texas. Die Unternehmensgruppe verwaltet Vermögen von etwa 30.000 Kunden aus über 130 Ländern im Gesamtwert von etwa 50 Milliarden US-Dollar. Eigentümer, Chairman und CEO der Gruppe ist der nunmehr vormalige Multimilliardär Sir Robert Allen Stanford, der im Juni 2012 wegen Kapitalanlagebetrugs in Milliardenhöhe zu einer Gefängnisstrafe von 110 Jahren verurteilt wurde.

Struktur[Bearbeiten]

Zur Stanford Financial Group gehören als Kernunternehmen:

  • Stanford Capital Management: Investmentberatung, Houston
  • Stanford Group Company, Investmentbroker, Houston
  • Stanford International Bank, gegründet 1986 in Montserrat unter dem Namen Guardian International Bank, Allen Stanford verlegte den Sitz nach Antigua. Die Investmenttätigkeit der Bank wird von einem Gremium kontrolliert, das aus Allen Stanford, dessen Vater, der als Chief Investment Officer der Stanford Financial Group fungierenden Laura Pendergest-Holt, dem Chief Financial Officer der Bank James Davis (ein Schulfreund von Allen Stanford) sowie einem Einwohner des texanischen Ortes Mexia (von Beruf Viehhalter und Autohändler) besteht.[1]
  • Stanford Trust Company: Vermögensverwaltung[2]

Ermittlungen wegen Betrugsverdacht[Bearbeiten]

Am 16. Februar 2009 wurde das Unternehmen wegen Betrugsverdacht richterlich einer externen Aufsicht unterstellt. Am Tag darauf wurde der Fall der Bundesaufsichtsbehörde SEC übergeben, die inzwischen Anklage erhoben hat. Das Vermögen der Gruppe und des Eigners wurde vorläufig „eingefroren“ und Auszahlungen an Kunden gestoppt. Es besteht der Verdacht, dass die Gruppe unrealistische Gewinne versprach, dies durch ein Schneeballsystem verschleierte sowie ihre Finanzsituation (beeinträchtigt durch Verluste aus Geschäften mit Bernard L. Madoff) unrichtig dargestellt hat. Dadurch soll den Kunden ein Schaden von möglicherweise über 8 Milliarden US-Dollar entstanden sein.

Medienberichten zufolge untersucht die US-Bundespolizei FBI auch mögliche Verbindungen Allen Stanfords zu Geldwäschegeschäften mexikanischer Drogenbarone. Wegen der Turbulenzen bei der Stanford International Bank (SIB) hat die Regierung Venezuelas die Kontrolle über die Stanford Bank Venezuela übernommen, nachdem Sparer sich Sorgen gemacht und ihr Geld von der Bank abgezogen hatten.[3]

Am 19. Juni 2009 stellte sich Stanford der Polizei.[4] Am 14. Juni 2012 wurde er von einem Gericht im texanischen Houston wegen der ihm zur Last gelegten Vorwürfe zu 110 Jahren Gefängnis verurteilt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Securities Exchange Commission: SEC Charges R. Allen Stanford, Stanford International Bank for Multi-Billion Dollar Investment Scheme, 17. Februar 2009
  2. ABOUT STANFORD TRUST COMPANY, stanfordtrustco.com, Seite abgerufen am 17. Februar 2009
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRegierung übernimmt Kontrolle der Stanford Bank. In: Venezuela aktuell. 19. Februar 2009, abgerufen am 19. Februar 2009.
  4. Milliardenbetrüger Stanford stellt sich der Polizei, welt.de vom 19. Juni 2009 (abgerufen am 14. Juni 2012).
  5. 110 Jahre Haft für US-Investor Allen Stanford, spiegel.de vom 14. Juni 2012 (abgerufen am 14. Juni 2012).

Weblinks[Bearbeiten]