Stanišić (Sombor)

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Stanischitsch ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu weiteren Bedeutungen siehe Stanišić.
Станишић
Stanišić
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Stanišić (Sombor) (Serbien)
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Basisdaten
Staat: Serbien
Provinz: Vojvodina
Okrug: Zapadna Bačka
(westliche Batschka)
Opština: Sombor
Koordinaten: 45° 56′ N, 19° 10′ O45.9419.165277777778103Koordinaten: 45° 56′ 24″ N, 19° 9′ 55″ O
Höhe: 103 m. i. J.
Fläche: 89,9 km²
Einwohner: 4.808 (2002)
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+381) 025
Postleitzahl: 25284
Kfz-Kennzeichen: SO
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf
Webpräsenz:

Stanišić (kyrill. Станишић, ungar. Őrszállás, dt. Stanischitsch oder Donauwachenheim) ist ein Dorf in Serbien mit 4.808 Einwohnern (Volkszählung von 2002). Das Dorf gehört administrativ zur Gemeinde Sombor in der nordserbischen Provinz Vojvodina.

Geographie und Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Dorf liegt in der Opština Sombor, im Okrug Zapadna Bačka nahe der Grenze zu Ungarn. Das Dorf besteht aus 1631 Haushalten. Stanišić ist ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf. Der Boden hat eine sehr gute Qualität, deshalb sind 87 % des Dorfes Ackerland. Stanišić hatte bei der Volkszählung 2002 4808 Einwohner, während es 1991 5131 Einwohner waren. Nach den letzten drei Bevölkerungsstatistiken fällt die Einwohnerzahl von weiter.

Die Bevölkerung stellen mehrheitlich orthodoxe Serben und eine Minderheit, katholischer Kroaten. Zudem leben im Dorf noch Jugoslawen, Ungarn, Bunjewatzen, Deutsche, Montenegriner, Slowaken, Slowenen, Slawische Muslime, Russen, Bosniaken, Roma, Bulgaren und Mazedonier.

Das Dorf ist 22 km nördlich von Sombor entfernt.

Demographie
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1948 7741 1981 5476
1953 7814 1991 5131
1961 7521 2002 4808
1971 6156

Geschichte[Bearbeiten]

Die Serbisch-orthodoxe Kirche aus dem Jahre 1772

Das Dorf gehört zu den älteren Dörfern der Batschka. Erstmals erwähnt wird es 1366 unter dem Namen Pariš, dieses Dorf wird in mittelalterlichen Karten aus dem 15. und 16. Jahrhundert erwähnt, nach den Österreichischen-Osmanischen Kriegen war das Dorf verwüstet und verlassen.

Bald nach dem Ende der Auseinandersetzungen wurde das Dorf rasch von serbischen Flüchtlingen und Neusiedlern aus Ungarn und Deutschland besiedelt. Im Dorf wurde 1772 die heutige Serbisch-Orthodoxe Kirche erbaut, diese wurde 1910 nach einem großen Brand erneuert und restauriert. 1815 wurde die katholische Kirche erbaut, die über 45 m hoch ist.

1786 lebten im Dorf über 100 deutschstämmige Familien. Bis 1811 war das Dorf in zwei Teile geteilt - Deutsch Stanischitsch und Serbisch Stanišić. 1904 setzen die Ungarn durch, das der Dorfname von Stanišić in Őrszállás umbenannt wird, dies geschieht nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich. Mit Ende des Ersten Weltkriegs wird das Dorf in seinen alten Namen Stanišić umbenannt. Ab 1919 gehörte das Dorf zum Königreich Jugoslawien.

Stanišić besitzt zwei Sportclubs, einmal den Fußballverein FK Stanišić und die Handballmannschaft RK Stanišić. Der FK Stanišić wurde 1921 gegründet und spielt momentan in der Zapad Liga der Vojvodina.

Opština Stanišić[Bearbeiten]

Die katholische Kirche aus dem Jahre 1815

Bis zum Jahre 1965, war dieses Dorf, der Sitz der Opština Stanišić. Diese Gemeinde bestand aus den Dörfern: Gakovo, Rastina, Riđica und Stanišić. Im Verband der Gemeinde befand sich damals das eigenständige Dorf Kruševlje. Heute hat das Dorf seine Eigenständigkeit verloren und ist zu einem Ortsteil von Gakovo geworden. Mit Auflösung der Gemeinde, ist das gesamte Gebiet, der ehemaligen Gemeinde Stanišić , zu einem Teil der Gemeinde Sombor geworden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • 1.^ Knjiga 9, Stanovništvo, uporedni pregled broja stanovnika 1948, 1953, 1961, 1971, 1981, 1991, 2002, podaci po naseljima, Republički zavod za statistiku, Beograd, maj 2004, ISBN 86-84433-14-9
  • 2.^ Knjiga 1, Stanovništvo, nacionalna ili etnička pripadnost, podaci po naseljima, Republički zavod za statistiku, Beograd, februar 2003, ISBN 86-84433-00-9
  • 3.^ Knjiga 2, Stanovništvo, pol i starost, podaci po naseljima, Republički zavod za statistiku, Beograd, februar 2003, ISBN 86-84433-01-7