Stanisław Baczyński

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Stanisław Baczyński, eigentlich Bittner (* 5. Mai 1890 in Lemberg; † 27. August 1939 in Warschau), war ein polnischer Schriftsteller, Literaturkritiker, Publizist und Literaturhistoriker, Sozialist, Soldat der Polnischen Legionen und Armeeoffizier.

Anhänger Józef Piłsudskis und Legionär, ein Sohn des Januaraufstands, war er jedoch vor allem ein Bundist-Soldat mit romantischen Ansichten, nicht in Übereinstimmung mit dem Lauf der Geschichte. Im Verlauf seiner Studien in Lemberg wurde er zum Radikalen, der Bomben für antizaristische Revolutionäre baute, später dagegen Chef der strelitzischen Gendarmerie im russischen Hinterland. Er wurde 1914 in Warschau verhaftet, entkam aus dem Gefängnis und begab sich zu den Polnischen Legionen Piłsudskis und war dort im Stab der I. Brigade. In der Zwischenkriegszeit breiteren Kreisen nicht bekannt, zählt er heute zu den interessanten Figuren jener Epoche.

Stanisław Baczyński ist der Vater des Dichters Krzysztof Kamil Baczyński. Der Sohn widmete ihm das Gedicht „Elegia“, geschrieben nach dem Tod des Vaters im August 1939. Seiner wird auch in anderen Versen des Dichters erinnert, u.a. in Rodzicom und Deszcze.

Bekannteste Werke[Bearbeiten]

  • Losy romansu
  • Prawo sądu
  • Syty Praklet i głodny Prometeusz
  • Literatura w ZSRR
  • Wiszary