Stanisław Skrowaczewski

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Stanisław Skrowaczewski (* 3. Oktober 1923 in Lemberg, damals Polen) ist ein polnischer Dirigent und Komponist.

Stanisław Skrowaczewski während einer Japan-Tour im Oktober 2011

Leben[Bearbeiten]

Als Kind erlernte er Geige und Klavier. Im Alter von elf Jahren debütierte Skrowaczewski als Pianist und machte sich schnell einen Namen. Mit dreizehn dirigierte er erstmals ein Orchester. Eine im Zweiten Weltkrieg erlittene Handverletzung beendete seine Pianistenkarriere.

Nach dem Krieg wurde Skrowaczewski 1946 Musikdirektor der Breslauer Philharmonie. Dann folgten Chefposten in Warschau, Katowice und Krakau. Schließlich wurde er Chefdirigent des Warschauer Nationalorchesters. Nach seiner Ausbildung an der Musikakademie Krakau in Polen setzte Skrowaczewski seine Kompositionsstudien in Paris bei Nadia Boulanger fort.

Im Jahre 1956 gewann er den Santa Cecilia Wettbewerb für Dirigenten. Auf Einladung von George Szell dirigierte Skrowaczewski das renommierte Cleveland Orchestra. Gastdirigate bei anderen amerikanischen Orchestern wie etwa dem New York Philharmonic folgten. 1960 wurde er zum Musikdirektor des Minneapolis Symphony Orchestra ernannt. Dieses prägte Skrowaczewski maßgeblich bis zum Jahre 1979; als herausragend gilt seine Einspielung von Ravels Boléro aus dem Jahre 1975, die 2003 noch einmal in technisch überarbeiteter Version auf Super-Audio-CD veröffentlicht wurde. Seit dieser Zeit ist er Ehrendirigent des Orchesters. Von 1984 bis 1991 war Skrowaczewski Chefdirigent des Hallé Orchestra. Als Gastdirigent erhält er regelmäßig Einladungen nach Nord- und Südamerika, Australien, Japan und in zahlreiche Städte Europas.

Seit dem Jahre 1994 ist Skrowaczewski Erster Gastdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters (RSO) Saarbrücken beziehungsweise der heutigen Deutschen Radio Philharmonie. Mit dem RSO Saarbrücken spielte er sämtliche Sinfonien Anton Bruckners für Arte Nova (jetzt Oehms) ein und erhielt dafür im Jahre 2002 den „Cannes Classical Award“.[1] Abgeschlossen wurde im Frühjahr 2007 die Einspielung aller Beethoven-Sinfonien, die bei dem Label Oehms erschienen sind und bereits einige Auszeichnungen wie den Diaposon d'Or erhielten. Ebenfalls erschien beim Label Oehms in gleicher Besetzung eine Gesamtaufnahme der Sinfonien von Robert Schumann. Auch andere Einspielungen des RSO Saarbrücken und Skrowaczewski erhielten von der Presse viel Lob.

Im Dezember 2006 und im Oktober 2011 erfolgten umjubelte Japan-Konzertreisen Skrowaczewskis mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken beziehungsweise mit der Deutschen Radio Philharmonie. Am 22. Dezember 2011 wurde in einer öffentlichen Aufführung in Tokyo Beethovens 9. Symphonie mit dem Nippon Philharmonie Orchester für eine Fernseh-Ausstrahlung am Silvesterabend aufgenommen.

Auch für seine eigenen Werke erhielt Skrowaczewski, der bereits im Kindesalter mit dem Komponieren begonnen hatte, Anerkennung. So wurde seine Komposition Passacaglia Immaginaria für den Pulitzerpreis im Jahre 1997 nominiert, ebenso wie das von ihm komponierte Konzert für Orchester im Jahre 1999.[2][3] Für seine Arbeit als Musiker erhielt Skrowaczewski u.a. die höchste polnische Auszeichnung, den Orden vom Weißen Adler und die Goldmedaille der Mahler-Bruckner-Gesellschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stanislaw Skrowaczewski Erster Gastdirigent der Deutschen Radio Philharmonie bei drp-orchester.de
  2. The Pulitzer Prizes 1997 Finalists
  3. The Pulitzer Prizes 1999 Finalists

Weblinks[Bearbeiten]