Stanislaus Kostka
Stanislaus Kostka (polnisch Stanisław Kostka; * 28. Oktober 1550 auf Schloss Rostkowo, Masowien; † 15. August 1568 in Rom) war ein polnischer Jesuit und ist ein Heiliger der katholischen Kirche.
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Leben [Bearbeiten]
Stanislaus Kostka stammte aus einer Familie des Wappens der „Dąbrowa“ innerhalb des polnischen Adels. Zu seinem 17. Geburtstag trat er ins Noviziat der Jesuiten ein. Schon vorher besuchte er das Jesuitenkolleg in Wien. Ihm wurde eine tiefe Frömmigkeit und Liebenswürdigkeit nachgesagt. Schon früh hatte er den Wunsch, den Jesuiten beizutreten. Da Stanislaus aber adlig war und der Orden die Intervention seiner Eltern fürchtete, verwehrte man ihm die Aufnahme. So floh er über Nacht aus der Schule und wanderte zu Fuß nach Rom. In der Zwischenzeit lebte er einen Monat im jesuitischen Zentrum in Dillingen an der Donau. Dort fand er im heiligen Petrus Canisius einen wohlwollenden Unterstützer, der seine Berufung zum Ordensleben erkannte. Im Oktober 1567 kam er dann in Rom an und wurde in den Orden aufgenommen. Nur ein Jahr später verstarb er an einem Fieberanfall, am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, des Patroziniums der Jesuitenkirche in Wien.
Stanislaus Kostka wurde 1605 seliggesprochen, und am 31. Dezember 1726 fand seine feierliche Heiligsprechung statt. Sein Gedenktag ist der 13. November. Er wird oft dargestellt mit Knabengewand oder als Jesuit mit Lilie, Jesuskind und Pilgerstab.
Er ist ein Nationalpatron Polens und Patron der studierenden Jugend, sowie Patron der Ministranten und der Jesuitennovizen.
Seine Wohnung in Wien (Innere Stadt, Kurrentgasse 2) wurde schon bald (1582) in eine Kapelle umgewandelt, die nach seiner Heiligsprechung im Rokokostil reichhaltig ausgestattet wurde. Am 13. November und in der Woche danach ist sie für Besucher geöffnet.
Die paraguayische Stadt San Estanislao ist nach ihm benannt, ebenso die kanadische Gemeinde Saint-Stanislas-de-Kostka in der Provinz Québec.
Gebet [Bearbeiten]
Verleihe mir, o mein Gott und Vater, solchen Mut und solche Ausdauer in Deinem Dienste, wie Du sie Deinem Diener Stanislaus verliehen hast; nimm hinweg von mir alle Menschenfurcht und hilf mir, in Demut und Reinheit zu wandeln vor Dir bis zum Ende. Amen.
Literatur [Bearbeiten]
- Johannes Madey: Kostka, Stanislaus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 4, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7, Sp. 554–556.
Siehe auch [Bearbeiten]
- Stanislaus-Kostka-Kirche, Kirchen, die nach Stanislaus Kostka benannt sind
Weblinks [Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kostka, Stanislaus |
| KURZBESCHREIBUNG | Heiliger der katholischen Kirche |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1550 |
| GEBURTSORT | Schloss Rostkowo, Masowien, Polen |
| STERBEDATUM | 15. August 1568 |
| STERBEORT | Rom |