Stanislaw Wikentjewitsch Kossior

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Stanislaw Wikentjewitsch Kossior (russ. Станислав Викентьевич Косиор; * 6. Novemberjul./ 18. November 1889greg. als Ungar in Węgrów, im kongresspolnischen Gouvernement Siedlce des Russischen Reichs); † 26. Februar 1939) war ein sowjetischer Politiker.

[Bearbeiten] Leben

Briefmarke der Sowjetunion, Stanislaw Kossior, 1989 (Michel 6001, Scott 5812)

Kossior war nach seiner Tätigkeit als örtlicher Parteisekretär und Mitglied des Zentralkomitees der ukrainischen Parteiorganisation 1922 Sekretär des sibirischen Büros des Zentralkomitees. Von 1925 bis 1928 war er Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion – KPdSU. 1928 bis 1938 war er Erster Sekretär der ukrainischen Parteiorganisation. 1930 gewinnt Stalin den Machtkampf gegen Bucharin und Tomski, die als Politbüromitglieder abgesetzt wurden und gegen Rykow, der sein Amt als Vorsitzender des Rats der Volkskommissare und als Mitglied des Politbüros verlor. Kossior wurde nunmehr als Anhänger Stalins von 1930 bis 1938 Mitglied des Politbüros der KPdSU.

Im Rahmen der stalinistischen Säuberungsprozesse unter NKWD-Chef Jeschow wurde er zusammen mit den Politbüromitgliedern Rudsutak, Tschubar und den Kandidaten des Politbüros Postyschew und Eiche 1938 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Mit ihnen verschwand die überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Kandidaten des Zentralkomitees. Obwohl er Anhänger Stalins war, nutzte dieser eine unrichtige Denunziation aus Kiew, um Kossior zu beseitigen, der Mitwisser um das Versagen Stalins und der Partei bei den Hungerkatastrophen Anfang der dreißiger Jahre in der Ukraine war. Kossior wurde nach Stalins Tod in der sogenannten Tauwetter-Periode 1956 durch Chruschtschow rehabilitiert.

[Bearbeiten] Literatur

  • Leo Trotzki: Stalin – Eine Biographie; Pawlak-Verlag und Kiepenheuer & Witsch
  • Spuler: Regenten und Regierungen der Welt; Minister-Ploetz Bd. 4, 1964
  • Fainsod: Wie Russland regiert wird; Kiepenheuer & Witsch, 1965
  • Simon Sebag Montefiore: Stalin – Am Hofe des roten Zaren; S. Fischer-Verlag, 2005

[Bearbeiten] Weblinks


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