Stanley Hayer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stanley Hayer Alpine Freestyle
Stanley Hayer
Nation KanadaKanada Kanada
TschechienTschechien Tschechien (2000–2007)
Geburtstag 19. Juli 1973
Geburtsort Edmonton
Karriere
Disziplin Ski Alpin (Slalom)
Freestyle (Skicross)
Status aktiv im Freestyle-Skiing
Medaillenspiegel
Freestyle-Skiing-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
Silber 2007 Madonna di Campiglio Skicross
FIS Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
Debüt im Weltcup 1994
Gesamtweltcup 77. (2001/02)
Slalomweltcup 26. (1994/95)
Kombinationsweltcup 10. (2001/02)
FIS Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
Debüt im Weltcup 23. November 2003
Gesamtweltcup 5. (2004/05)
Skicross-Weltcup 3. (2004/05, 2007/08)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skicross 0 7 5
letzte Änderung: 21. Februar 2010

Stanley Hayer (* 19. Juli 1973 in Edmonton, Alberta) ist ein kanadisch-tschechischer Skiläufer. Er war zunächst alpiner Skiläufer und wechselte dann als knapp 30-jähriger zum Skicross.

Biografie[Bearbeiten]

Ski Alpin[Bearbeiten]

Hayer, dessen Eltern aus der damaligen Tschechoslowakei nach Kanada einwanderten, begann seine Karriere Anfang der 1990er-Jahre als alpiner Skiläufer. Im Unterschied zu vielen anderen kanadischen Skiläufern dieser Zeit war Hayer kein Abfahrer, sondern Spezialist für den Slalom. In den Saisonen 1994/95 und 1997/98 gewann er die Slalomwertung des Nor-Am Cup. Von 1994 bis 1996 wurde er dreimal in Folge Kanadischer Meister in dieser Disziplin, zudem 1994 auch in der Kombination. Im Alpinen Skiweltcup erreichte er in der Saison 1994/95 mehrmals die Punkteränge, erstmals in Tignes im Dezember 1994 mit Rang 24. Zwei Monate später wurde er in Furano Zwölfter, das beste Slalom-Weltcupresultat seiner Karriere. Die folgenden Saisons waren weit weniger erfolgreich: Er kam im Weltcup nur mehr selten unter die besten 30 und verlor seinen Platz im kanadischen Kader.

Hayer wechselte daraufhin nach der Saison 1999 zum tschechischen Skiverband. Auch hier blieben Erfolge zunächst aus, doch in der Saison 2001/2002 gelangen ihm einige gute Resultate, darunter auch Platz sechs in der klassischen Kombination in Wengen. Bei den Olympischen Spielen 2002 war er Mitglied der tschechischen Mannschaft und wurde 15. im Slalom und 10. in der Kombination. In dieser Saison wurde Hayer auch Tschechischer Meister im Slalom. 2005 beendete er seine Alpine Skikarriere.

An Alpinen Skiweltmeisterschaften nahm Stanley Hayer fünfmal teil: In der Sierra Nevada 1996, in Sestriere 1997 und in Vail 1999 startete er für den kanadischen Verband, 2001 in St. Anton und 2003 in St. Moritz für Tschechien. Sein bestes WM-Resultat war der 16. Platz im Slalom von Vail.

Skicross[Bearbeiten]

Während Stanley Hayer noch für den tschechischen Verband Slalomrennen fuhr, bestritt er bereits Wettbewerbe im Skicross. Bereits in seiner zweiten Weltcupsaison 2004/05 stand er viermal als Zweiter auf dem Podest und wurde in der Gesamtwertung Dritter. Im Sommer 2007 wechselte Hayer zurück zum kanadischen Verband und wurde in der folgenden Saison wieder Gesamtdritter. Insgesamt errang er bisher zwölf Podestplätze, ein Weltcupsieg fehlt ihm noch.

Noch für Tschechien war Stanley Hayer bei den Freestyle-Weltmeisterschaften 2005 in Ruka und 2007 in Madonna di Campiglio am Start und gewann 2007 die Silbermedaille. Außerhalb des Wettkampfsystems des Internationalen Skiverbandes FIS konnte Hayer schon Rennen gewinnen. Sein wohl größter Erfolg hier war der Sieg im SkierX-Bewerb bei den Winter-X-Games 2009. [1]

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Ski Alpin:

  • 2002 Turin: 10. Kombination, 15. Slalom, 25. Riesenslalom   

Skicross:

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Ski Alpin:

Skicross:

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Ski Alpin:

  • 1991 Geilo: 13. Kombination, 27. Slalom, 35. Abfahrt, 46. Riesenslalom
  • 1992 Maribor: 18. Slalom, 34. Abfahrt

Weltcup[Bearbeiten]

Ski Alpin:

  • 2 Platzierungen unter den besten 15   

Skicross:

  • 3. Platz Skicross-Disziplinenwertung: 2004/05, 2007/08
  • 12 Podestplätze

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Ski Alpin:

  • Gewinn der Slalomwertung des Nor-Am Cup in den Saisonen 1994/95 und 1997/98
  • 11 Siege in Nor-Am-Rennen (ab 1994/95)
  • 31 Siege in FIS-Rennen (ab 1994/95)
  • 4 kanadische Meistertitel (Slalom 1994, 1995 und 1996; Kombination 1994)
  • 1 tschechischer Meistertitel (Slalom 2002)

Skicross:

  • Winter-X-Games 2009: 1. Platz Skier X
  • 1 Podestplatz im Europacup

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. X-Games-Ergebnis auf es espn.go.com