Stapelburg

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Stapelburg
Gemeinde Nordharz
Wappen von Stapelburg
Koordinaten: 51° 54′ N, 10° 40′ O51.90111111111110.663611111111242Koordinaten: 51° 54′ 4″ N, 10° 39′ 49″ O
Höhe: 242 m ü. NN
Fläche: 11,74 km²
Einwohner: 1.406 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Jan. 2010
Postleitzahl: 38871
Vorwahl: 039452
Stapelburg von Südsüdwesten

Stapelburg ist ein Ortsteil der Gemeinde Nordharz im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Stapelburg liegt direkt nördlich des Harzes an der Grenze zu Niedersachsen. Im Dreieck zwischen Bad Harzburg im Westen, Vienenburg im Nordwesten und Ilsenburg im Süden breitet es sich knapp 4 km südlich des kleinen Waldgebiets Schauener Holz aus. Nach ihrem Ausfluss aus dem Harz fließt in Süd-Nord-Richtung durch den Westteil des Dorfs die Ecker.

Stapelburg hat sich aufgrund seiner Lage zu einem Wohnstandort entwickelt, da die Bahnstrecke Heudeber-Danstedt–Bad Harzburg im Zuge der Neugestaltung der Verkehrswege anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands wieder hergestellt bzw. hierfür eine neue Trasse in Richtung Vienenburg geschaffen wurde. Durch die Bundesstraße 6n, die bei Stapelburg eine gemeinsame Streckenführung mit der Bundesstraße 6 aufweist, besteht im Rahmen der A 395 Anbindung an das Autobahnnetz.

[Bearbeiten] Geschichte

Stapelburg entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus dem Vorwerk Bilenshausen oder Bilashausen, das von Dr. Heinrich von Bila (1535–1584) unterhalb der Burg Stapelburg angelegt worden ist. Wenige Kilometer südsüdwestlich von Stapelburg stand schon vorher im Harz oberhalb dem Eckertal die Ahlsburg.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Stapelburg, Danstedt, Heudeber, Langeln, Schmatzfeld, Abbenrode, Veckenstedt und Wasserleben zur Einheitsgemeinde Nordharz zusammen.[1]

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Stapelburg

Das Wappen wurde am 8. März 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Blau; vorn ein halber schreitender schwarzer Hirsch, aus dem Spalt hervorbrechend; hinten ein silbernes Beil, dessen Schneide nach außen gekehrt ist.“

Die rechte Hälfte ist dem Wappen der Grafen von Stolberg entnommen, die linke dem Wappen der von Bila. Der Ort hieß früher Bilaushausen und ist eine Gründung des Heinrich von Bila aus dem Jahre 1559.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

[Bearbeiten] Bauwerke / Gedenkstätten / Museum

  • Burg Stapelburg, Burgruine einer mittelalterlichen Straßenschutzburg im Ort
  • Ahlsburg, eine abgegangene Burg oberhalb dem Eckertal im Harz
  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für 17 im Zweiter Weltkrieg nach Deutschland verschleppte und namentlich bekannte Personen, die Opfer von Zwangsarbeit in einer Munitionsfabrik wurden, sowie für einen sowjetischen Fliegeroffizier, der 1944 ermordet wurde
  • An historischer Stelle gelegen, direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen den Orten Stapelburg (Ost) und Eckertal (West), befindet sich seit 1. Juni 2008 das Grenzmuseum Stapelburg. Die Besonderheit an diesem Grenzmuseum ist, das sich ein Teil der Ausstellung in einem ehemaligen Führungsbunker (FB-3) der Grenztruppen der DDR befindet. Auf diesem Bunker stand einst ein Beobachtungsturm (BT-11), dieser ist 1990 abgerissen wurde. Vielen Gästen des Museums ist es zu verdanken, dass die Anzahl der Ausstellungsstücke ständig anwächst, wodurch das Museum erweitert werden musste. Hierzu wurde das ehemalige Zollhäuschen, welches direkt vor dem Bunker steht, ausgebaut und begrüßt seit 1. Oktober 2008 interessierte Besucher. Im Außenbereich des Museums befinden sich noch die alte Sichtmauer und weitere Relikte der alten Grenzanlage, wie z.B. Lichtmasten am Kolonnenweg, Zaunpfosten des Streckmetallzaunes und vieles mehr. Das Grenzmuseum ist eine der Ausgangspunkte für Wanderungen auf dem “Harzer Grenzwanderweg” entlang des “Grünen Bandes”. DAS GRENZMUSEUM IST WEGEN UMBAUARBEITEN VORAUSSICHTLICH BIS APRIL 2012 GESCHLOSSEN.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks


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