Star Wars: Rogue Squadron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt das Videospiel; für die gleichnamige Serie siehe Star Wars: Rogue Squadron (Spieleserie).
Star Wars: Rogue Squadron
StarWarsRogueSquadron-logo.svg
Studio DeutschlandDeutschland Factor 5
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LucasArts
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LucasArts (Windows)
JapanJapan Nintendo (N64)
Leitende Entwickler Mark Haigh-Hutchinson
Holger Schmidt
Julian Eggebrecht
Erstveröffent-
lichung
Windows[1]
NordamerikaNordamerika 3. Dezember 1998
Europaische UnionEuropäische Union Dezember 1998
AustralienAustralien 2001
Nintendo 64[1]
NordamerikaNordamerika 7. Dezember 1998
Europaische UnionEuropäische Union 10. Januar 1999
JapanJapan 27. August 1999
Plattform Windows, Nintendo 64
Genre Actionspiel, Shoot ’em up
Spielmodus Einzelspieler
Systemvor-
aussetzungen
Medium Cartridge, CD-ROM
Sprache Englisch (Deutsche Untertitel)
Aktuelle Version 1.3
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

Star Wars: Rogue Squadron (als Windows-Version auch bekannt als Star Wars: Rogue Squadron 3D) ist ein im Star-Wars-Universum angesiedeltes Action- und Shoot-’em-up-Spiel und der erste Teil der Rogue-Squadron-Reihe. Es wurde vom deutschen Entwicklungsstudio Factor 5 entwickelt und von LucasArts Ende des Jahres 1998 für das Betriebssystem Windows und Anfang 1999 für die Heimkonsole Nintendo 64 veröffentlicht.

Die Handlung spielt zwischen den Ereignissen der Star-Wars-Filme Episode IV – Eine neue Hoffnung und Episode V – Das Imperium schlägt zurück und nimmt Anleihen am Geschehen der Comicserie Star Wars: X-wing Rogue Squadron. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Rebellen Luke Skywalker, einem Kommandanten der Renegatenstaffel (engl. Rogue Squadron), und hat insgesamt sechzehn Missionen verschiedenster taktischer Ausrichtung erfolgreich zu absolvieren.

Die Kritiken zu Star Wars: Rogue Squadron fielen insbesondere wegen der fortschrittlichen technischen Umsetzung im grafischen Bereich, beispielsweise durch neuartige Partikeleffekte, überwiegend positiv aus und gipfelten in verschiedenen Preisnominierungen und der Auszeichnung mit dem Origins Award, in der Kategorie Bestes Actionspiel 1998, durch die renommierte Academy of Adventure Gaming Arts and Design.

Das Spiel entwickelte sich rasch zu einem Verkaufsschlager: Bis August 1999 wurden etwa eine Million Exemplare des Spiels abgesetzt. Im Jahre 2001 erschienen mit Star Wars: Rogue Squadron II – Rogue Leader ein direkter Nachfolger für den Nintendo GameCube sowie mit Star Wars: Episode I: Battle for Naboo ein sehr ähnliches Spiel für Windows und Nintendo 64.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

In Rogue Squadron übernimmt der Spieler die Rolle des Kampfpiloten Luke Skywalker. Als Mitglied der Renegatenstaffel, einer Elitestaffel, steuert er verschiedene aus den Filmen bekannte Sternjäger über die Oberflächen einiger ebenfalls bekannter Planeten. Mit dem Mehrzweckjäger X-Wing, dem Bomber Y-Wing oder dem Luftüberlegenheitsjäger A-Wing kämpft er dabei gegen feindliche Truppen. Die dem Spieler zur Verfügung stehenden Sternjäger unterscheiden sich in Geschwindigkeit, Wendigkeit, Panzerung und Bewaffnung. Das Head-up-Display zeigt eine Radarkarte mit Höhenangabe, einen Schadensmesser für den jeweiligen Sternjäger und den Munitionsvorrat.[2]

Die Steuerung der Raumschiffe orientiert sich insbesondere in Hinblick auf die technische Umsetzbarkeit für Spielkonsolen stark an der von Arcade-Spielen und ist damit deutlich actionlastiger und weniger komplex als diejenige von beispielsweise X-Wing vs. TIE Fighter. Das dabei vermittelte Spielgefühl entspricht in etwa dem der beiden Teile von Star Wars: Rebel Assault und dem der Flugsequenzen aus Schatten des Imperiums.[3]

Die im Spiel gestellten Aufgaben lassen sich in vier Hauptgruppen unterteilen: Rettungsmissionen, Angriffsmissionen, Evakuierungsmissionen und Aufklärungsmissionen. Bei allen Missionen erhält der Spieler im Kampf gegen feindliche Luft- und Bodentruppen (Twin Ion Engine Fighter, Allterrain-Scouttransporter usw.) Unterstützung durch vom Computer gesteuerte Jagdstaffelmitglieder. Diese Einheiten werden in einigen Missionen zusätzlich um Bodeneinheiten erweitert, die ebenfalls KI-gesteuert sind. Einige Missionen bieten zudem die Möglichkeit, technische Aufrüstungen für den Sternjäger des Spielers freizuschalten. Dazu gehören beispielsweise verbesserte Waffensysteme, aber auch stärkere Panzerungen und Antriebseinheiten.[4]

Erfüllt der Spieler beim Absolvieren einer Mission bestimmte Kriterien für die Missionszeit, die Zahl der abgeschossenen Gegner, die Zahl der beschützten verbündeten Einheiten, die Schussgenauigkeit und die Anzahl an gesammelten Aufrüstungen, so werden entsprechende Auszeichnungen in Form von Medaillen vergeben, durch deren Sammeln wiederum weitere nützliche Bonusinhalte freigeschaltet werden.[2]

Bonusinhalt[Bearbeiten]

Rogue Squadron enthält eine Reihe von freischaltbaren Bonusobjekten.[2] Der Spieler kann drei zusätzliche Level freischalten: Beggar's Canyon, Todessterngraben und Die Schlacht von Hoth. Diese Level werden zugänglich, wenn der Spieler alle Bronze-, Silber- oder Goldmedaillen erhalten hat. Anders als die Hauptmissionen des Spiels beziehen sich diese Bonus-Missionen immer auf Ereignisse, die in der Original-Trilogie stattfinden oder erwähnt werden.

Außerdem gibt es mehrere Bonus-Fahrzeuge. Unter anderem befindet sich ein Millennium Falcon, ein stark modifizierter Frachter, und ein TIE-Abfangjäger, ein weiterer Luftüberlegenheitsjäger, von Anfang an im Hangar des Spielers, diese können allerdings nicht ausgewählt werden. Die Fahrzeuge und zusätzlichen Levels werden durch das Erreichen aller Medaillen einer Kategorie freigeschaltet. Mit allen Bronze-Medaillen wird der Millennium Falcon entriegelt, mit allen Silber-Medaillen der TIE-Jäger und mit dem Erringen aller Gold-Medaillen wird es möglich einen Schneegleiter in allen Levels zu steuern. Die zusätzlichen Sternjäger werden für alle Level freigeschaltet, außer für diejenigen, in denen das Schleppkabel des Schneegleiters für das Bestehen der Mission notwendig ist.[4]

Weitere Fahrzeuge sind nur auf Bonus-Ebenen verfügbar. In der Mission Beggar's Canyon steuert man mit dem T-16 Skyhopper ein kaum bewaffnetes Aufklärungsflugzeug. Durch die Eingabe eines Cheat-Codes wird mit dem AT-ST ein Bodenfahrzeug freigeschaltet, den man in einem kleinen Areal testen kann. Ein weiteres Bonus-Fahrzeug ist ein Modell eines 1969 Buick Electra 225. Es basiert auf dem Fahrzeug des Sounddesigners des Spiels, Rudolph Stember.[5] Es kann ebenfalls nur durch Cheat-Codes freigeschaltet werden, allerdings nur in der Nintendo-Version, da der entsprechende Code in der PC-Version nicht funktioniert. Allerdings wurden von Fans Modifikationen für die Spieldateien veröffentlicht, die diesen Fehler beheben.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung des Spiels ereignet sich während des Galaktischen Bürgerkriegs. Das Galaktische Imperium, eine autokratische Regierung, beherrscht zwar nominell die gesamte Galaxie, doch auf einigen Welten formiert sich Widerstand gegen die Fremdherrschaft. Dieser Widerstand hat sich zur Rebellen-Allianz zusammengeschlossen. Im Fokus des Spiels stehen die Sternjägerpiloten, genauer die Renegatenstaffel, die aus den besten Piloten der Allianz besteht und unter dem Kommando von Luke Skywalker steht.[6]

Das Spiel beinhaltet 16 Missionen, die in vier Kapitel unterteilt sind. Jedes Kapitel wird eingeleitet durch einen Einführungstext, der denen aus den Filmen nachempfunden ist. Weitere Missionsdetails erhält der Spieler durch Einsatzbesprechungen und Zwischensequenzen.

Die Kampagne beginnt mit einem Erkundungsflug auf dem Wüstenplaneten Tatooine, bei dem die Renegatenstaffel überraschenden Kontakt mit imperialen Truppen hat, die den lokalen Raumhafen angreifen. Nach dem Sieg über die Angreifer führt die Staffel zwei Eskortierungs- und Rettungsmissionen durch. Anschließend wird sie nach Corellia geschickt, wo sie Patrouillenflüge durchführen soll, während sich ein Gesandter der Allianz mit einem Überläufer des Imperiums trifft. Das Imperium führt während der Verhandlungen mehrere Angriffe durch, um den Überläufer auszuschalten. Der Renegatenstaffel gelingt es jedoch die Stadt bis zum Ende der Verhandlungen zu verteidigen. Im Anschluss führt sie gemeinsam mit einer Bomberstaffel eine Mission auf dem Planeten Gerrard V durch, wo ein imperialer Gouverneur die Hauptstadt der Welt plündert. Das Ziel der Allianz ist es, die Fähren außer Gefecht zu setzen, die die erbeuteten Stücke transportieren. Bei der Mission gelingt es einem Pilot einen TIE-Jäger abzuschießen; die Pilotin dieses Jägers schließt sich dann der Rebellion an.

Anschließend führen die Rebellen drei Angriffe auf imperiale Stützpunkte in der Galaxie. Informationen über diese Stützpunkte haben sie von der übergelaufenen Pilotin. Bei der dritten Angriffsmission, einem Angriff auf eine Abhörstation, gerät ein Teil der Renegatenstaffel in einen Hinterhalt, wird von imperialen Jägern abgeschossen und anschließend gefangen genommen. Die übrigen Piloten der Staffel führen anschließend eine Befreiungsaktion durch, bei der ihre Kameraden sowie weitere Rebellen befreit werden können.

Nach dieser Mission richtet die Allianz ihre Aufmerksamkeit auf einen imperialen Gouverneur, der einen Angriff auf Thyferra plant, eine für die Allianz strategisch bedeutende Welt. Um diesen zu schwächen, operiert die Renegatenstaffel in seinem Zuständigkeitsbereich und richtet dort beträchtlichen Schaden an. Sie geraten jedoch in einen Hinterhalt, der sie Zeit kostet, die der Gouverneur für die Besetzung von Thyferra nutzt. Die Rebellen führen einen schnellen Gegenangriff, bei dem sie die Welt befreien und den imperialen Gouverneur mit seiner Fähre abschießen können.

Nach dem Abschluss dieser Mission endet die reguläre Kampagne von Star Wars: Rogue Squadron. Es beginnt im Anschluss das vierte Kapitel, das mehrere Jahre später spielt. Dieses Kapitel besteht aus lediglich einer Mission: Der Verteidigung des Planeten Mon Calamari, der vom Imperium angegriffen wird. Der Staffel, die inzwischen der frühere stellvertretende Befehlshaber Wedge Antilles kommandiert, gelingt es, die Angreifer abzuwehren und den Planeten zu sichern.[6]

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem Erfolg des Spiels Schatten des Imperiums aus dem Jahre 1996 plante LucasArts einen Nachfolger. Zu der Zeit entwickelte das deutsche Entwicklerstudio Factor 5 eine Spiel-Engine zur Erstellung großer Geländekarten. LucasArts hatte bereits mit diesem Unternehmen erfolgreich zusammengearbeitet und beschloss, die neue Engine für ihr Spiel zu verwenden.[7] Der Fokus des Spiels sollte auf dem Raumkampf liegen. Diese Richtung wurde gewählt in Anlehnung an ein Level aus Schatten des Imperiums, in dem der Spieler einen Luftgleiter während der Schlacht von Hoth fliegt. Rogue-Squadron- und Factor-5-Produktionsleiter Brett Tosti sagte:

“That whole scene was actually the genesis for Rogue Squadron because everybody said, ‘Why don't you do a whole game like that?’ So we did.”

„Diese Szene war die Geburtsstunde von Rogue Squadron, da jeder sagte: ‚Warum macht ihr nicht ein ganzes Spiel auf diese Art?‘ Also haben wir es gemacht.“[8]

Factor 5 stellte zunächst ein Konzept auf, in dem Spieler Missionen spielen sollten, die an die Lieblings-Action-Sequenzen der Star-Wars-Fans aus den originalen Filmen angelehnt waren. Dieser Vorschlag wurde jedoch abgelehnt. Lucasfilm wollte nicht, dass Videospiele direkt an die Filme angelehnt waren. Die Entwickler orientierten sich anschließend an den Handlungen der Comicserie Star Wars: X-wing Rogue Squadron und entwarfen eine neue Handlung, die die bekannten Charaktere beinhalten sollte.[7]

Im Mai 1998 gab es auf der amerikanischen Spielemesse E3 eine erste Präsentation des Spiels. Zu diesem Zeitpunkt bestand es lediglich aus einem kleinen Level, in dem mehrere TIE-Jäger um einen unbewegten imperialen Läufer (All Terrain Armored Transport, kurz AT-AT) flogen. Der Spieler selbst steuerte einen Raumjäger und konnte die anderen Jäger angreifen. In das Spiel war noch keine KI implementiert, die Jäger flogen auf vorgegeben Pfaden. Diese Präsentation wurde von den Entwicklern als Technik-Vorführung gesehen, die zeigen sollte, dass sie gute Höhenfelder erzeugen konnten. Das Publikum war von der Präsentation sehr angetan.[7]

Factor 5 plante für die Nintendo-64-Version auf ein Erweiterungsmodul zurückzugreifen, welches ermöglichte das Spiel in einer höheren Auflösung von 640 × 480 Pixeln anstatt lediglich mit 320 × 240 Pixeln darzustellen. Nintendo war zunächst zögerlich, da dieses nur für Hardware-Peripherie gedacht war. Doch nachdem Iguana Entertainment das Modul für das Spiel Turok 2: Seeds of Evil verwendete und das Ergebnis sichtlich besser war, erhielt auch Factor 5 die Erlaubnis.[7]

Der Soundtrack wurde, wie auch bei den Nachfolgern Rogue Leader und Rebel Strike, vom deutschen Computerspielekomponisten Chris Hülsbeck komponiert. Die Musik basiert jedoch wie in allen Star-Wars-Spielen auf John Williams' Original-Soundtrack von Star Wars. Schwierigkeiten gab es bei der Kooperation mit Lucasfilm, die keine Tonspuren aus ihrer Aufnahmenbibliothek an das Entwicklerstudio weitergeben wollten. So gab das Unternehmen lediglich ein paar Audiospuren frei, die eine sehr geringe Qualität besaßen. Deswegen sahen sich die Entwickler gezwungen, Soundeffekte von VHS-Aufnahmen der Filme aufzunehmen. Als Sprecher für die englische Synchronisation wurden einige bekannte Schauspieler wie Raphael Sbarge oder Olivia Hussey verpflichtet.[7]

Factor 5 plante außerdem, einen Bezug zu dem 1999 erscheinenden Film Die Dunkle Bedrohung herzustellen. Dazu bauten sie einen Naboo-N1-Jäger ein. Dieser konnte durch Eingabe eines Cheat-Codes freigeschaltet werden, der ein paar Monate nach der Veröffentlichung des Films bekannt gegeben wurde.[7]

Rezeption[Bearbeiten]

Bewertung in Spielemagazinen[Bearbeiten]

Bewertungen
Publikation Wertung
N64 Windows
Allgame 4/5[9] 4/5[16]
CGW k.A. 70 %[17]
Famitsu 33/40[10] k.A.
GamePro k.A. 5/5[3]
GameSpot 7,9/10[11] 8/10[18]
GameStar k.A. 69 %[17]
IGN 8,8/10[4] 8,3/10[6]
Nintendo Life 9/10[13] k.A.
PC Games k.A. 66 %[19]
PC Player k.A. 72/100[20]
Video Games k.A. 80 %[21]
The Cincinatti Enquirer 3,5/4[14] k.A.
Nintendojo 8,8/10[15] k.A.
Metawertungen
GameRankings 84,76 %[22] 79,61 %[23]
Metacritic 85/100[24] k.A.

Viele Magazine verglichen Star Wars: Rogue Squadron mit einem Vorbild der Entwickler, einem Level aus dem Spiel Schatten des Imperiums, so z. B. das Magazin GameSpot.[11] Der Autor von Gamespot lobte den außergewöhnlichen Umfang der Nintendo-64-Version, z. B. die vielen gesprochenen Texte und Kommandos sowie die Geräusche, die denen der Filme sehr nah seien. Ebenfalls gelobt wurde der große spielerische Umfang, der sehr abwechslungsreich sei. Den einzigen Kritikpunkt stellte der Mangel an guter Musik dar. Die Qualität der im Spiel enthaltenen Musik sei wesentlich schlechter als die der Geräusche und Sprache.[11]

Die amerikanische Seite Allgame lobte die für die Zeit außergewöhnliche grafische Detaildichte sowie die Partikeleffekte, besonders die der Antriebseinheiten der Schiffe. Weiterhin positiv bewertet wurden die Lichteffekte, die besonders bei Leveln, die nachts spielen, auffielen. Kritisiert an der Grafik wurde die starke Verwendung von Nebel, wodurch es in kaum einem Level ermöglicht wird, allzu weit nach vorne zu schauen. Den Sound bewertete Allgame ähnlich die GameSpot. Zusätzlich gelobt wurde das Bewertungssystem durch die Medaillen, die für einen hohen Wiederspielwert sorgen.[16]

Don St. John vom Magazin GamePro bewertete das Missionsdesign als äußerst kreativ und abwechslungsreich. Durch die Bewertung mit Medaillen werde auch für gute Langzeitmotivation gesorgt. Der Autor war ebenfalls angetan von der leicht zu erlernenden Steuerung der Jäger, die dazu anreizt, spektakuläre Flugmanöver durchzuführen. Der zentrale Kritikpunkt der Bewertung stellt das Fehlen eines Mehrspielermodus dar, ein solcher hätte den Spielspaß noch um einiges verbessern können.[3]

Peer Schneider vom Online-Magazin IGN lobte sehr das abwechslungsreiche Spielprinzip und die vielfältigen Missionen. Auch der Ton erntete Lob. Die Nintendo-Version des Spiels erhielt mehrere Auszeichnung für den Ton: Best Sound of 1998, Best Overall Sound, Sound Effects und Best Voice. Auch die Ton-Kompressionstechnologie wurde ausgezeichnet, sie erhielt den Preis Best Audio Technology.[25] Auch die Grafik der Nintendo-Version wurde insgesamt sehr positiv gesehen, während die Windows-Version grafisch, hauptsächlich die Modelle, nicht vollständig überzeugen konnten. Auch der Autor dieses Berichts störte sich am Fehlen des Mehrspielermodus.[4][6]

Chris van der Storck von der auf Nintendo-Systeme spezialisierten Seite Nintendojo bezeichnete die Grafik als insgesamt gut, besonders die 3D-Modelle erwecken einen guten Eindruck. Lediglich die Umgebungstexturen wirken etwas eintönig. Dem Ton stand das Magazin ähnlich positiv gegenüber wie die anderen Magazine, bezeichnete ihn sogar als bislang besten Sound eines Spiels für die Nintendo-64-Konsole. Auch das Spielprinzip wurde so positiv bewertet wie bei den anderen. Den einzigen schwer wiegenden Kritikpunkt sah der Autor im Fehlen eines Mehrspielermodus.[15]

Verkaufszahlen[Bearbeiten]

Als Rogue Squadron Anfang Dezember 1998 veröffentlicht wurde, war die Nintendo 64-Version das zweitmeistverkaufte Spiel in der ersten Hälfte des Monats (hinter Nintendos The Legend of Zelda: Ocarina of Time).[26] In Großbritannien wurde das Spiel Mitte Januar veröffentlicht und wurde ebenfalls das zweitmeistverkaufte Spiel des Monats.[27] Im August 1999 wurde der Titel in Nintendos „Player-Choice“-Sammlung aufgenommen, eine Sammlung besonders erfolgreicher Titel.[28] Die PC-Version wurde als Teil der LucasArts Archive Series im Mai 2001 erneut veröffentlicht.[29]

Allein in den USA wurden etwa 1,59 Millionen Exemplare des Spiels verkauft.[30] Der Verkaufserfolg übertraf die Erwartungen der Entwickler deutlich. Der führende Entwickler Julian Eggebrecht sagte, das Spiel habe sich etwa 100-mal besser verkauft, als irgendjemand erwartete.[7] Die folgenden Rogue-Squadron-Titel wurden allerdings nur noch für den Nintendo GameCube, die Nachfolger-Konsole des Nintendo 64, entwickelt. Die Serie lief bis 2003, es wurden insgesamt noch zwei weitere Teile veröffentlicht. Sie bauten auf dem erfolgreichen Konzept von Teil 1 auf und besitzen eine ähnliche Handlung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b MobyGames Veröffentlichungsinformationen. MobyGames.com, abgerufen am 7. November 2013.
  2. a b c Rogue Squadron Handbuch
  3. a b c Don St. John: Test Star Wars Rogue Squadron. GamePro, 24. November 2000, archiviert vom Original am 10. Dezember 2008, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  4. a b c d Peer Schneider: Test Star Wars: Rogue Squadron. IGN Entertainment, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  5. David Mc Anulty: Anleitung zum Freischalten des Buick. hellspark.com, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  6. a b c d Tal Blevins: Test Star Wars: Rogue Squadron. IGN Entertainment, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  7. a b c d e f g Brad Shoemaker: Entwicklungsgeschichte von Star Wars: Rogue Squadron (Englisch). gamespot.com, 24. Oktober 2003, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  8. IGN-Redaktion: Interview mit Entwickler Brett Tosti (Englisch). IGN Entertainment, 17. Mai 2001, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatScott Alan Marriott: Test "Star Wars: Rogue Squadron". allgame.com, -, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  10. ニンテンドウ64 - スター・ウォーズ出撃!ローグ中隊, wöchentliche Famitsu, Nr. 915, 30. Juni 2006 (japanisch)
  11. a b c Ryan Mac Donald: Test "Star Wars: Rogue Squadron" (Englisch). gamespot.com, 11. Dezember 1998, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  12. "Lightman": Test Star Wars Rogue Squadron. jeuxvideo.com, 23. Dezember 1998, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  13. Andrew Donaldson: Test Star Wars: Rogue Squadron. nintendolife.com, 11. Dezember 2009, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJames Bottorff: Test Star Wars: Rogue Squadron (Englisch). The Cincinnati Enquirer, -, archiviert vom Original am 8. Oktober 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  15. a b Chris Van Der Stock: Test "Star Wars: Rogue Squadron" (Englisch). nintendojo.com, 16. August 2004, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  16. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBrad Cook: Test "Star Wars: Rogue Squadron" (Englisch). allgame.com, -, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  17. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVerschiedene: Bewertungen im MobyRank (Verschiedene). mobygames.com, -, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  18. Elliott Chin: Test "Star Wars: Rogue Squadron". gamespot.com, 11. Dezember 1998, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  19. PC Games 1/1999
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVolker Schütz: Test Star Wars Rogue Squadron. PC Player, Februar 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRalph Karels: Test Star Wars Rogue Squadron. Video Games, Februar 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  22. Metawertung "Star Wars: Rogue Squadron" (Nintendo-64). gamerankings, abgerufen am 15. Februar 2014 (englisch).
  23. Metawertung "Star Wars: Rogue Squadron" (Windows). gamerankings.com, abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
  24. Metawertung "Star Wars: Rogue Squadron" (Nintendo-64). metacritic.com, abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
  25. IGN-Redaktion: Best Sound of 1998 (Englisch). IGN Entertainment, 5. Februar 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  26. IGN-Redaktion: Zelda und Star Wars in den USA unter den Top 10. IGN Entertainment, 8. Januar 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  27. IGN-Redaktion: Erfolg in Großbritannien. IGN Entertainment, 26. Januar 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  28. IGN-Redaktion: Star Wars: Rogue Squadron in Nintendos Player Choice-Serie(Englisch). IGN Entertainment, 18. Juni 1999, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  29. Rogue Squadron in der Archive-Series. answers.com, abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
  30. US-Platinum-Charts. the-magicbox.com, abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 11. November 2013 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.