Starbulls Rosenheim
| Starbulls Rosenheim | |
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| Größte Erfolge | |
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| Vereinsinfos | |
| Geschichte | bis 1978 EV Rosenheim 1979-1993 Sportbund DJK Rosenheim 1994-2000 Star Bulls Rosenheim GmbH seit 2000 Starbulls Rosenheim e.V. |
| Vereinsfarben | grün-weiß (primär), rot-schwarz (sekundär) |
| Liga | 2. Eishockey-Bundesliga |
| Spielstätte | Städtisches Kathrein-Stadion |
| Kapazität | 6.300 Plätze (davon 1.000 Sitzplätze) |
| Geschäftsführer | Wilhelm Graue |
| Cheftrainer | Franz Steer |
| 2010/11 | 7. Platz, Play-Off Halbfinale |
Die Starbulls Rosenheim sind ein deutscher Eishockeyclub aus Rosenheim, Oberbayern. Juristisch gesehen beginnt die Geschichte des Starbulls Rosenheim e.V. mit der Vereinsgründung am 23. Mai 2000, sportlich ist sie jedoch älter, da sie untrennbar mit der Eishockeyabteilung des Sportbund DJK Rosenheim und dem ehemaligen DEL-Team „Starbulls Rosenheim“ verbunden ist.
Ihre größten Erfolge feierte der Sportbund in den 1980er Jahren, als der Verein dreimal die deutsche Meisterschaft gewann. Die Heimspiele finden im 6.300 Zuschauer fassenden Kathrein-Stadion Rosenheim statt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1960
Nach ersten Anfängen 1928 gab es in der oberbayerischen Stadt Rosenheim nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Eishockey beim ASV Rosenheim, beim EV Rosenheim, der bis in die Eishockey-Bundesliga aufstieg, und beim TC 1880 Rosenheim.
[Bearbeiten] 1960 bis 1980: "Wilde Zeiten" in den 1960ern und 1970ern
Mit dem Bau des neuen Eisstadions 1961, bekam der EV Rosenheim eine dauerhafte Heimspielstätte, die regelmäßiges Training ermöglichte. Die Rosenheimer schafften drei Jahre später, in der Saison 1963/64, den Sprung in die damals zweitklassige Oberliga. Im Jahr 1972 gelang der Aufstieg in die erste Bundesliga, dem zum Saisonende jedoch der direkte Abstieg folgte. Nachdem der Klub 1973 ein überdachtes Eisstadion hatte und in der Spielzeit 1974/75 wieder in die 1. Bundesliga zurückkehrte, folgten sportlich sowie wirtschaftlich weniger erfolgreiche Jahre. Es fehlte an Geld und wichtige Spieler verließen den EVR.
Ende der 1970er weigerten sich einige Spieler, das Eis zu betreten, um in der Kabine über ihr Gehalt und eventuelle Prämien zu verhandeln. Nachdem die Schulden immer größer wurden, trat der gesamte Vorstand zurück und der Fernsehkoch Max Inzinger übernahm den Posten. Im Sommer 1978 musste der EVR Insolvenz anmelden.
[Bearbeiten] 1980 bis 1994: Die großen Erfolge der 1980er
Nach dem Konkurs des EV Rosenheim wurde aus der Eishockeyabteilung des TC 1880 Rosenheim und den Mitgliedern des EV Rosenheim die Eishockeyabteilung beim Sportbund DJK Rosenheim. Der neu gegründete Verein ersetzte den EV Rosenheim in der ersten Bundesliga. Nachdem der DJK in den ersten beiden Spielzeiten den Abstieg verhindern konnte, engagierte sich Josef März im Rosenheimer Eishockey. Der millionenschwere Rosenheimer Unternehmer und Freund von Ministerpräsident Franz Josef Strauß investierte sein Geld in die Mannschaft, was schließlich zu Erfolgen führte. In der Saison 1980/81 verpflichtete die Vereinsführung den bis dahin noch unbekannten Karl Friesen als Neuzugang. Der Klub erreichte daraufhin den sechsten Platz.
Ein Jahr danach wurde der Sportbund in der Vorrunde Tabellenfünfter und schafft in den anschließenden Play-offs den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. In den Folgejahren wechselten Eishockeygrößen wie Ernst Höfner und Franz Reindl an die Mangfall, und der SBR spielte oben mit, jedoch gelingt die zweite Meisterschaft erst 1985. Die größten Konkurrenten der Rosenheimer waren in dieser Zeit der EV Landshut, die Düsseldorfer EG und der Kölner EC. Zum Ende der Spielzeit 1988/89 erreichte der SB Rosenheim ein weiteres Mal das Play-off-Finale und besiegte dort die Düsseldorfer EG mit 3:1-Spielen. Dies war der dritte und letzte Meistertitel.
Einige Jahre später endete die sportlich erfolgreiche Zeit des Sportbundes. Nach dem Tod von Club-Mäzen Josef März wurde der Verein zum politischen Spielball zwischen der Stadt Rosenheim und den März-Nachkommen. Diese sicherten ihre weitere Unterstützung nur zu, wenn ein neues Eisstadion mit zweiter Eisfläche gebaut würde, wie es nach dem dritten Meistertitel von der Stadt versprochen worden war.
Auf dem Höhepunkt dieser Auseinandersetzung und nach der Finalniederlage 1992 gegen Düsseldorf wurde der Klub in die zweite Bundesliga eingeteilt. Obwohl der Kader auf die drittklassige Oberliga ausgerichtet war, schaffte es der Verein unter Trainer Ernst Höfner, direkt in die erste Bundesliga zurückzukehren. Als das März-Imperium schließlich in sich zusammenbrach, weil es sich beim Ankauf vieler Brauereien übernommen hatte und der Fleischhandel mit dem Osten nach der Deutschen Einheit nicht mehr subventioniert wurde, konnte auch der SBR seine Mannschaft nicht mehr in den bisherigen Größenordnungen finanzieren.
[Bearbeiten] 1994 bis 2000: Die Zeit in der DEL
Nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die erste Bundesliga wurde die höchste Spielklasse in die Deutsche Eishockey Liga umgewandelt und wie bei fast allen Teams wurde auch in Rosenheim die Profimannschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgelagert. Nach mehreren Jahren in der DEL, deren Höhepunkt die Saison 1996/97 darstellte, als die Starbulls in einem spannungsgeladenen Spiel gegen den EV Landshut den Einzug in die Playoffs sicherte, kehrten die Finanzprobleme wieder.
Erst eine Rettungsaktion der Fans und der Stadt machte ein Verbleiben in der DEL möglich. Jedoch hatten zu dem Zeitpunkt schon zu viele Leistungsträger den Klub verlassen, sodass dieser mit sechs Siegen und drei Unentschieden aus 44 Spielen Letzter der Hauptrunde wurde. Zum Ende der Spielzeit 1999/00 zogen sich die Starbulls Rosenheim vom Spielbetrieb zurück. Die Starbulls GmbH wird mit der DEL-Lizenz nach Iserlohn verkauft - die Geburtsstunde der Iserlohn Roosters.
[Bearbeiten] Seit 2000: Der Neuanfang
Nachdem zunächst die Eishockeyabteilung des Sportbund DJK Rosenheim aufgelöst worden war und dann erst der Verein Starbulls Rosenheim e.V. neugegründet wurde, musste der Seniorenspielbetrieb in der untersten bayerischen Liga - der Bezirksliga Bayern - wieder von vorne begonnen werden. Im Gleichschritt mit dem EV Landsberg 2000 gelang der Durchmarsch von der Bezirks- in die Bayernliga, wo der Verein zwei Spielzeiten verbrachte und in der Saison 2003/04 den Aufstieg in die drittklassige Oberliga schaffte.
In der ersten Oberliga-Saison 2004/05 zogen die Starbulls als Aufsteiger in die Play-offs ein und verloren in der ersten Runde gegen den EHC München. Ein Jahr später qualifizierten sich die Rosenheimer erneut für die Play-offs und erreichten das Playoff-Viertelfinale, wo sie gegen den Rivalen aus Landsberg ausschieden.
Nachdem die Starbulls in der Hauptrunde der Saison 2009/10 den fünften Platz belegt hatten, gelang ihnen nach Erfolgen im Viertelfinal-Play-Off gegen Rote Teufel Bad Nauheim sowie im Halbfinale gegen den Hauptrundenersten Herner EV und ohne Niederlage im Finale gegen EC Peiting die Meisterschaft und damit der sportliche Aufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga.
Am 11. Januar 2011 gelang den Rosenheimern der erste Pokalerfolg. Mit einem 3:2-Erfolg über die Ravensburg Towerstars setzten sich die Starbulls im Finale des DEB-Pokals 2010/11 durch. Die Starbulls schlossen als Aufsteiger die Saison 2010/11 mit dem Erreichen des Halbfinale erfolgreich ab, verloren hier allerdings mit 1-4 in der Serie gegen den späteren Meister Ravensburg Towerstars.
[Bearbeiten] Spielzeiten
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[Bearbeiten] Mannschaftskader der Saison 2011/12
| Torhüter | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Im Team seit | Letztes Team | |
| 34 | Norm Maracle | 2. Oktober 1974 | 2010 | Kölner Haie | |
| Verteidiger | |||||
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Im Team seit | Letztes Team | |
| 7 | Ryan Gaucher | 23. Februar 1978 | 2011 | Schwenninger Wild Wings | |
| 12 | Dominic Auger | 12. Januar 1977 | 2010 | EHC München | |
| 24 | Max Renner | 24. März 1992 | 2010 | eigener Nachwuchs | |
| 28 | Michael Rohner | 30. Juni 1982 | 2007 | EC Bad Tölz | |
| 71 | Max Meirandres | 4. Februar 1993 | 2010 | eigener Nachwuchs | |
| 72 | Nikolaus Senger | 30. Oktober 1989 | 2007 | eigener Nachwuchs | |
| 95 | Josef Frank | 2. August 1984 | 2010 | SC Riessersee | |
| Angreifer | |||||
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Im Team seit | Letztes Team | |
| 4 | Stephan Gottwald | 20. September 1983 | 2009 | Rostock Piranhas | |
| 6 | Marcus Marsall | 14. Mai 1990 | 2009 | Landshut Cannibals | |
| 8 | Robin Hanselko | 19. September 1989 | 2008 | Erding Gladiators | |
| 11 | Robert Schopf | 24. Juni 1989 | 2007 | eigener Nachwuchs | |
| 27 | Mitch Stephens | 1. August 1982 | 2009 | Rapid City Rush | |
| 21 | Corey Quirk | 3. Juli 1986 | 2011 | Worcester Sharks | |
| 91 | Fabian Zick | 1. März 1991 | 2009 | eigener Nachwuchs | |
| Offizielle | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tätigkeit | Name | Geburtsdatum | Im Team seit | Letztes Team | |
| Trainer | Franz Steer | 18. August 1956 | 2007 | Erding Gladiators | |
(Stand: 2012)
[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Spieler
[Bearbeiten] Trainer
[Bearbeiten] Nachwuchsarbeit
Im deutschen Eishockey ist Rosenheim bekannt für gute und konsequente Nachwuchsarbeit. Bekanntestes Beispiel der Gegenwart ist der am 21. Mai 2009 verstorbene, ehemalige Torhüter der Deutschen Nationalmannschaft, Robert Müller. Des Weiteren stehen mit Florian Busch und Tobias Draxinger zwei Spieler im Meisterschaftskader der Eisbären Berlin, die zuvor in Rosenheim ausgebildet wurden.
Trotz der finanziellen Probleme und der Zurückstufung in die Bezirksliga erhielten die Starbulls den Spielbetrieb ihrer Nachwuchsmannschaften aufrecht und stellen sogar ein Team in der höchsten Spielklasse für Jugendliche, der DNL. Wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit auch in der Vergangenheit war, zeigt die Tatsache, dass im Kader der Saison 2005/06 nur Spieler standen, die entweder in Rosenheim geboren sind und/oder in einer Nachwuchsmannschaft für Rosenheim auf dem Eis standen.
[Bearbeiten] Stadion
Hauptartikel: Städtisches Kathrein-Stadion
Spielte man 1928 noch auf einer Spritzeisbahn, so begann man 1961 mit dem ersten Spatenstich am heutigen Kunsteisstadion. Eigentlich ist das Rosenheimer Eisstadion ein Schwarzbau, denn die Baugenehmigung wurde nachträglich erteilt. Vor der Überdachung 1973 war es ein Freiluftstadion, in dem 7300 Menschen Platz fanden. Jedoch gab es Spiele (z.B. das Aufstiegsspiel am 7. März 1975 gegen den Augsburger EV oder mehrmals in den 1980ern), bei denen 10000 Menschen im Stadion waren. Legendär dürfte damals die Aussage des Stadionsprechers gewesen sein: Sie werden niemals mehr die Gelegenheit bekommen so nah beieinander zu stehen! Die heutige Leimbinder-Konstruktion (kurze Zeit war sogar ein Luftkissendach im Gespräch) führte im Februar 2006 zu einer kurzzeitigen Sperre des Stadions, da hier angeblich der gleiche Leim verwendet wurde, wie bei der eingestürzten Eislaufhalle in Bad Reichenhall, jedoch bestätigte sich der Verdacht nicht. Anfangs wurde das Stadion nach einem Limonadenhersteller "Frucade-Stadion", später nach der Fleischwarenfirma "Marox" benannt, bis es in den späten 1990er-Jahren seinen heutigen Namen "Städtisches Kathrein-Stadion" erhielt.
[Bearbeiten] Weblinks
Torhüter: Norm Maracle | Timon Ewert
Verteidiger: Andreas Paderhuber | Timothy Kunes | Dominic Auger | Max Renner | Michael Rohner | Max Meirandres | Nikolaus Senger | Josef Frank
Angreifer: Stephan Gottwald | Marcus Marsall | Robin Hanselko | Robert Schopf | Stephen Werner | Alan Reader | Cory Quirk | Marius Möchel | Fabian Zick
Trainer: Franz Steer
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