Stargate (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Stargate[1]
Originaltitel Stargate
Stargate 1994.svg
Produktionsland USA, Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge Kinofassung: 116 Minuten
Director’s Cut: 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Roland Emmerich
Drehbuch Dean Devlin
Roland Emmerich
Produktion Dean Devlin
Oliver Eberle
Joel B. Michaels
Musik David Arnold
Kamera Karl Walter Lindenlaub
Schnitt Derek Brechin
Michael J. Duthie
Besetzung

Stargate ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Kinofilm des deutschen Regisseurs Roland Emmerich aus dem Jahr 1994. Die Hauptrollen spielen Kurt Russell und James Spader. Der Film startete am 9. März 1995 in den bundesdeutschen Kinos.

Im Film reisen eine Gruppe von Militärs und ein Archäologe mit Hilfe eines antiken Tores, das in Ägypten gefunden wurde, durch ein Wurmloch auf einen weit entfernten Planeten. Dort helfen sie, ein versklavtes Volk von einem falschen Gott zu befreien.

Die Geschichte des Kinofilms wird in den Fernsehserien Stargate – Kommando SG-1, Stargate Atlantis und Stargate Universe fortgeführt. Es gibt außerdem noch eine Zeichentrick-Serie namens Stargate Infinity.

Handlung[Bearbeiten]

Der Ägyptologe Dr. Daniel Jackson wird von der Fachwelt für seine Theorie, die ägyptischen Pyramiden seien erheblich älter als bisher angenommen, ausgelacht und gemieden. Er sitzt bereits ohne Lehrauftrag auf der Straße, als das US-Militär an ihn herantritt und ihn um Hilfe bittet. Jackson wird in eine geheime militärische Anlage gebracht, in der sich ein 1928 in Ägypten gefundenes Artefakt befindet. Wie sich bei der Übersetzung der Inschriften auf den Abdecksteinen herausstellt, handelt es sich um ein sogenanntes Stargate, offenbar ein von Außerirdischen erbautes Portal, das Reisen zu weiteren, in anderen Galaxien gelegenen Sternentoren praktisch ohne Zeitverlust ermöglicht.

Bei seiner linguistischen Analyse der Abdecksteine kann Dr. Jackson weitere, bis dahin für nicht übersetzbar gehaltene Schriftzeichen als Sternenkonstellationen identifizieren, die dem Sternentor als Ausgangs- und Zieladresse dienen. Mit Hilfe dieser Adresse gelingt es, das Tor zu aktivieren und eine Verbindung zu einem Gegenstück auf einem Wüstenplaneten in dieser fremden Galaxie herzustellen.

Jackson und ein Militärteam unter dem Kommando des vom Unfalltod seines Sohnes traumatisierten Colonel Jack O’Neil werden durch das Sternentor auf eine Erkundungsmission zu dem Planeten geschickt. Für den Fall, dass sie dort eine Bedrohung entdecken, sollen sie das Stargate mit einer mitgebrachten Atombombe zerstören. Bei der Kontaktaufnahme mit den Einheimischen erfährt das Team, dass das dort lebende Volk vom ägyptischen Sonnengott Ra unterdrückt und in Sklaverei gehalten wird. Wie Daniel herausfindet, war es Ra, ein Außerirdischer, der den primitiven Ägyptern der Vorzeit die Technologie und das Wissen um den Pyramidenbau und die Astronomie gab und sich zum Gott über sie erhob. Er benutzte das irdische Sternentor, um seine Minen mit Sklaven von der Erde zu versorgen – bis etwa 2000 v. Chr. die Menschen in Ägypten gegen ihn rebellierten. Sie töteten seine Aufseher und vergruben das Sternentor in der Wüste. Ra kehrte nie wieder zur Erde zurück.

Die Menschen von der Erde werden von den Einheimischen freundlich aufgenommen und freunden sich mit einigen von ihnen an. Als sie jedoch zum Sternentor zurückkehren, kommt es zu einer ersten Konfrontation mit Ra, bei der das Team gefangen genommen wird. Nachdem ihnen ihre neuen Freunde zur Flucht verhelfen, gelingt es ihnen, eine Revolte anzuzetteln und den falschen Gott zu stürzen. Während Ra mit seinem Raumschiff in den Orbit zu flüchten versucht, können Jackson und O’Neil die Atombombe auf sein Schiff teleportieren, welche dieses samt Ra vernichtet.

Am Ende des Films fasst Dr. Jackson, der sich in Sha'uri, eine einheimische Frau, verliebt hat, den Entschluss, auf dem fremden Planeten zu bleiben. Die übrigen Mitglieder des Teams hingegen kehren zur Erde zurück.

Unterschiede zu den Fernsehserien[Bearbeiten]

  • Die Serien Stargate – Kommando SG-1, Stargate Atlantis und Stargate Universe unterscheiden sich vom Film durch viele neue Inhalte und Figuren. Im Gegensatz zum Film treten in der Serie weitere Götter der Antike als parasitär lebende Außerirdische, die die Menschen als Wirte benutzen (siehe Prä-Astronautik), in Erscheinung, darunter nicht nur ägyptische Götter, sondern auch Götter aus der asiatischen, afrikanischen, griechischen, indianischen und nahöstlichen Mythologie. Diesen stehen in der Serie die Asgard gegenüber, die als nordische Gottheiten und als Beschützer der Menschen auftreten.
  • Ras Planet wird im Film nicht namentlich benannt; der Name Abydos wird erst in der Serie eingeführt, und seine Position aus der fiktiven Kaliangalaxie in die Milchstraße verlegt.
  • Im Film wird in der deutschen Synchronisation das Stargate von Daniel Jackson nur einmal als solches bezeichnet und im Laufe des Films dann ausschließlich Sternentor genannt. In der Serie werden die Bezeichnungen Stargate und Sternentor abwechselnd verwendet.
  • Ein weiterer Unterschied liegt in der Schreibweise des Namens O’Neil. In der Serie wird er mit zwei „l“ im Film hingegen nur mit einem „l“ geschrieben.
  • Das Stargate-Center befindet sich im Film unter dem fiktiven Creek Mountain, in der Serie unter dem real existierenden Cheyenne Mountain in Colorado.
  • Der Name von O’Neils Sohn lautet Tyler, in der Serie jedoch Charlie.
  • Die beiden Stargates haben im Film unterschiedliche Symbole, in der Serie hingegen sind die ersten 38 Symbole (Sternenbilder) immer die gleichen, bis auf das 39. Symbol (der Ursprungsort).
  • Im Film stellt Daniel Jackson nur seine These vor, dass die Beweise für die Erbauung der Pyramiden während der ersten Dynastien gefälscht wurden und die Bauwerke älter sein müssten. Da er die wahren Erbauer aber nicht benennen kann, verhöhnt ihn ein Zuschauer mit der Erwähnung von Außerirdischen. In der Serie hingegen wird es in einigen Folgen so dargestellt, dass Jackson damals behauptet habe, die Pyramiden seien von Außerirdischen erbaut worden, und somit seine Anstellung sowie Anerkennung als Wissenschaftler verlor.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1994 wurde der Film für den Saturn Award in den Kategorien Best Science Fiction Film, Best Costumes und Best Special Effects nominiert, bekam aber nur den Award für Best Science Fiction Film. Die Auszeichnung für die besten Spezialeffekte ging hingegen an True Lies, jene für die Kostüme an Interview mit einem Vampir.
  • 1995 wurde er mit dem BMI Film Music Award und der Goldenen Leinwand ausgezeichnet und bekam den Universe Reader’s Choice Award des Sci-Fi Universe Magazin für Best Science Fiction Film, Best Special Effects in a Genre Motion Picture und Best Supporting Actress in a Genre Motion Picture.
  • Außerdem wurde er für den Hugo in der Kategorie Best Dramatic Presentation und den International Fantasy Film Award in der Kategorie Best Film nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stargate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dt. VHS-Titel: Stargate – Das Tor zum Universum