Starkenberg

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Dieser Artikel beschreibt die thüringische Gemeinde, Starkenberg ist auch der Name einer Burg in der Gemeinde Tarrenz (Tirol).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Starkenberg
Starkenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Starkenberg hervorgehoben
50.98472222222212.3125235Koordinaten: 50° 59′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Altenburger Land
Höhe: 235 m ü. NN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner:

1.904 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04617
Vorwahlen: 03448, 034495 (Naundorf)
Kfz-Kennzeichen: ABG
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 044
Gemeindegliederung: Hauptort, 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Borngasse 7
04617 Starkenberg
Webpräsenz: www.starkenberg.info
Bürgermeister: Wolfram Schlegel
Lage der Gemeinde Starkenberg im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Saara (bei Schmölln) Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
Über dieses Bild

Starkenberg ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie ist die bevölkerungsmäßig und auch flächenmäßig größte Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land, deren Sitz jedoch Mehna ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Starkenberg liegt etwa 9 km westlich von Altenburg im Altenburg-Zeitzer Lößhügelland, einem Teilgebiet der Leipziger Tieflandsbucht. Das Gewässer Gerstenbach durchfließt die Gemeinde im Süden.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Kriebitzsch, Mehna und Monstab im Landkreis Altenburger Land sowie Elsteraue mit dem Ortsteil Spora und Zeitz mit dem Ortsteil Kayna im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde setzt sich aus dem Hauptort und 17 Ortsteilen zusammen:

Ortsteil urkundliche Ersterwähnung[2] Einwohnerzahl1 Eingemeindung
Breesen 1181–1214;
1. April 1250
18 1. Juli 1950
Dobraschütz 1360 64 1. Juli 1950
Dölzig 1. April 1154 15 1. Juli 1950
Großröda 976 225 1. Januar 2012
Kleinröda   96  ?
Kostitz 24. April 1182 394 1. Juli 1950
Kraasa 1181–1224 97 1. Januar 1957
Kreutzen 1181–1224 16 1. Juli 1950
Misselwitz 1181–1214 10  ?
Naundorf 1181–1214 207 1. Dezember 2008
Neuposa   193  ?
Oberkossa 1. November 1291 51 1. Juli 1950
Pöhla 1336 80 1. Juli 1950
Posa 4. Mai 1296 33 1. Januar 1974
Starkenberg 1181–1214;
29. Januar 1222
280  
Tanna   25 1. Oktober 1938
Tegkwitz 13. März 1143 276 1. Dezember 2008
Wernsdorf   51 1. Juli 1950

1Quelle: starkenberg.info

[Bearbeiten] Geschichte

In Kostitz soll eine frühgeschichtliche Opfer- und Grabstätte existiert haben, die allerdings nicht durch Bodenfunde belegt ist.

Die eingemeindeten und benachbarten Orte Starkenberg und Tegkwitz sind Herkunftsorte eines burggräflichen Geschlechts „Erkenbertinger“. Im Jahre 1088 wurde ein Zeuge in einer Naumburger Urkunde erwähnt. Bekannt wurde dann 1143–1171 der Reichsministeriale Erkenbert von Tegkwitz, der zur Erschließung des Erzgebirges beigetragen hat. Im Jahre 1222 bezeichnete sich ein Zweig der Familie als Burggrafen von Starkenberg. Der Zweig starb im 15. Jahrhundert aus und die Burg Starkenberg wurde danach abgerissen.[3] Danach hatte das Rittergut in Kostitz die Erbgerichtsbarkeit über Starkenberg, Posa und Pöhla. Das Schloss wurde nach der Bodenreform 1945 abgerissen, das Pächterhaus war bis 2009 Sitz der Gemeindeverwaltung.[4] Seitdem befindet sich der Gemeindesitz im sanierten Gasthof Zur Linde. Eine Kapelle wurde bereits 1559 abgebrochen. Im Jahre 1705 wurde eine Mühle erbaut, wobei heute nur noch ein späteres Wohnhaus des Müllers aus dem Jahre 1815 steht.

Am 1. Dezember 2008 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Naundorf und Tegkwitz in die Gemeinde Starkenberg eingegliedert. Am 1. Januar 2012 folgte die Gemeinde Großröda.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 1319
  • 1995: 1312
  • 1996: 1342
  • 1997: 1337
  • 1998: 1345
  • 1999: 1351
  • 2000: 1307
  • 2001: 1290
  • 2002: 1276
  • 2003: 1260
  • 2004: 1239
  • 2005: 1226
  • 2006: 1192
  • 2007: 1170
  • 2008: 1936
  • 2009: 1915
  • 2010: 1904
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Im Ortskern von Starkenberg existieren rund um den historischen Gasthof zahlreiche architektonisch wertvolle Fachwerkhäuser. Im Ortsteil Kostitz steht das Pächterwohnhaus des ehemaligen Rittergutes. In Naundorf ist ein Kunsthaus zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die beiden bekannten Altenburger Vierseithöfe in Breesen und Dobraschütz sowie die vier Kirchen in Dobraschütz, Großröda, Tegkwitz und Wernsdorf.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • SPD – 1 Sitz (11,3 %)
  • WG-FWV Naundorf – 2 Sitze (12,4 %)
  • WG – 9 Sitze (76,3 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,3 %.

[Bearbeiten] Literatur

  • Karl Seifert: Verschwundene alte Burgen im Altenburger Ostkreis
  • Gustav Wolf, Sabine Hofmann, Klaus Hofmann: „Das alte Schloss sehn wir noch heut …“ Aus der Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land (Teil II). Museum Burg Posterstein, 2010
  • Christiane Nienhold, Gustav Wolf, Klaus Hofmann: … und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln! Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten. Museum Burg Posterstein, 2007

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Starkenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. W. Kahl Ersterwähnung Städte und Dörfer, Verlag Rockstuhl 2001 Bad Langensalza ISBN 3-934748-58-9 S.1-67
  3. Th. Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen; Wartberg Verlag 2000; ISBN 3-86134-631-1; S. 23
  4. Webseite des Museums Burg Posterstein
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