Starkenburg (Mosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Starkenburg
Starkenburg (Mosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Starkenburg hervorgehoben
49.9558333333337.14365Koordinaten: 49° 57′ N, 7° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Traben-Trarbach
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 1,52 km²
Einwohner: 230 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56843
Vorwahl: 06541
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 120
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 3
56841 Traben-Trarbach
Webpräsenz: www.starkenburg-mosel.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Spier
Lage der Ortsgemeinde Starkenburg im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild
Ortskern von Starkenburg

Starkenburg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach an und ist Sitz der gleichnamigen ehemaligen Burg.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt auf einem vom Hunsrück zur Mosel abfallenden 250 Meter hohen Felsgrat auf der rechten Moselseite, flussabwärts zwischen Traben-Trarbach, dem Ahringsbachtal und Enkirch. Nach Norden wird der Ort durch einen Burgfelsen begrenzt, wo noch einige Mauerreste auf die ehemalige Starkenburg hinweisen. Starkenburg ist von zusammenhängenden Weinbergs-, Wald-, Wiesen- und landwirtschaftlichen Flächen umgeben.

Nahegelegene Orte sind Enkirch, Traben-Trarbach und Zell.

Geschichte [2][Bearbeiten]

Schon die Römer nutzten die strategische Lage des Platzes, indem sie hier eine Festung bauten. Eine römische Höhenbefestigung war Vorläufer der späteren Burg. Die Anlage wurde vermutlich um 412 von den Franken zerstört.

Im Mittelalter war Starkenburg seit 1125 die Residenz der Grafschaft Sponheim für die Hintere Grafschaft; 1350 wurde sie durch die neu errichtete Grevenburg abgelöst. Das Geschlecht der Sponheimer erscheint an der Mosel mit Graf Meginhard von Sponheim urkundlich in Enkirch 1125. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg als „Starkenberg“, in einem Trierer Güterverzeichnis, ist von 1200.

Berühmt wurde die Burg im 14. Jahrhundert durch die mutige und tatkräftige Gräfin Loretta, die junge Witwe des Grafen Heinrich II. von Sponheim. Ihr großer Widersacher war der bedeutende trierische Erzbischof und Kurfürst Balduin von Luxemburg, der gerne den störenden Fremdkörper der Sponheimischen Grafschaft im kurfürstlichen Territorium unter seine Herrschaft gebracht hätte. Gräfin Loretta, respektlos und mutig, ließ den großen Balduin im Jahre 1328, während einer Schiffsfahrt auf der Mosel gefangen nehmen und sperrte ihn auf ihre Feste Starkenburg in Ehrenhaft. Weder Drohungen des Kaisers, noch der Bannfluch des Papstes konnte die junge, und wie es heißt, äußerst attraktive Gräfin zur Freilassung bewegen. Als sie ihn schließlich ziehen ließ, hatte er ein hohes Lösegeld bezahlt und weitreichende politische Konditionen gemacht, was wiederum neue Spekulationen über seinen Aufenthalt hervorrief. Von dem Lösegeld wurde der Legende nach später ihr Witwensitz errichtet, die Frauenburg bei Frauenberg an der Nahe.

Um das Jahr 1350 wurde die Grevenburg in Trarbach Sitz der Grafen von Sponheim. Im Jahr 1558 wurde an allen sponheimischen Orten die Reformation durchgeführt. Mit den Kriegen nach der Französischen Revolution verschwand die Grafschaft Sponheim. Im Wiener Kongress wurde Starkenburg dem Königreich Preußen zugeschlagen. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Starkenburg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Starkenburg unterhält eine Partnerschaft mit der thüringischen Gemeinde Starkenberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Starkenburg ist geprägt von der Landwirtschaft und Tourismus. Für Touristen stehen etwa 80 Gästebetten und zwei Gästehäuser zur Verfügung.

Kirche[Bearbeiten]

Die Evangelische Kirchengemeinde Starkenburg, zu der 192 Gemeindeglieder gehören, ist pfarramtlich mit Enkirch verbunden und gehört zum Kirchenkreis Simmern-Trarbach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mauerreste der Starkenburg
  • Barockkirche aus dem Jahr 1764
  • Historische Bausubstanz im Ort

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Starkenburg

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Theo Winter (1872–1949), deutscher Maler und Zeichner

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Starkenburg (Mosel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ortsgeschichte auf der offiziellen Webseite (Zugriff 17. November 2009)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen