Starksboro

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Starksboro
Das Meeting House in Starksboro
Das Meeting House in Starksboro
Lage in Vermont
Starksboro (Vermont)
Starksboro
Starksboro
Basisdaten
Gründung: 7. November 1780
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Addison County

Koordinaten: 44° 14′ N, 72° 59′ W44.228435-72.990128522Koordinaten: 44° 14′ N, 72° 59′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 1777 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Fläche: 118,8 km² (ca. 46 mi²)
davon 118,3 km² (ca. 46 mi²) Land
Höhe: 522 m
Postleitzahl: 05487
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-70075

GNIS-ID: 1462217
Website: www.StarksboroVT.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Starksboro[1] ist eine Gemeinde im Addison County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 1777 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Westflanke der Green Mountains am südöstlichen Rand der Ebene um den Lake Champlain.Sie ist gebirgig und von vielen kleinen Wasserläufen durchzogen, die in den westlich fließenden Otter Creek münden. Von den Bergen sind Hillsboro Mountain, Norton Hill, East Mountain und Shaker Mountain erwähnenswert; alle sind etwa 2450 Fuß hoch (ca. 750 m).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien zwischen den offiziellen Koordinaten der Orte aus der Volkszählung 2010.[3]

Klima[Bearbeiten]

Die mittlere Durchschnittstemperatur in Starksboro liegt zwischen -9,4° C (15° Fahrenheit) im Januar und 18,9° C (66° Fahrenheit) im Juli. Damit ist der Ort gegenüber dem langjährigen Mittel der USA um etwa 10 Grad kühler. Die Schneefälle zwischen Mitte Oktober und Mitte Mai liegen mit mehr als fünfeinhalb Metern etwa doppelt so hoch wie die mittlere Schneehöhe in den USA, die tägliche Sonnenscheindauer liegt am unteren Rand des Wertespektrums der USA, von September bis Dezember sogar deutlich darunter.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Lage in den Vorbergen der Green Mountains wegen war das Gebiet in den vorangegangenen Besiedlungsschüben nicht berücksichtigt worden; die in den Jahren bis 1764 gegründeten Towns der Umgebung waren in der fruchtbaren Ebene des Lake Champlain platziert worden, wo eine intensive Landwirtschaft möglich schien. Starksboro wurde dagegen erst nach der Gründung der Vermont Republic, dem Vorgänger des heutigen Vermont, durch das Parlament der Republik zur Besiedlung ausgerufen. Dies geschah am 7. November 1780; bereits zwei Tage später war das Gebiet an eine Gruppe von 68 Siedlern verkauft worden. Das Gebiet war in 73 Parzellen zu je 242 acres (etwa 10 ha) aufgeteilt worden. Die Besiedlung begann aber erst im April 1788; bereits 1790 wurde der erste Friedensrichter in der Stadt ernannt. Die konstituierende Stadtversammlung fand im März 1796 statt.

Am 4. März 1797 wurde ein Teil der Fläche der Nachbargemeinde Monkton der Fläche Starksboros zugeschlagen (2726 acres, entsprechend 11 km²). Ab 1798 war der Ort durch einen eigenen Abgeordneten im Kongress von Vermont vertreten. Zwischen 1798 und 1812 gründeten sich vier verschiedene Glaubensgemeinschaften im Ort. In der Mitte der 1840er Jahre tauchten mehrere Siedler auf, die Ansprüche aus einem britischen Landverkauf aus dem Jahr 1774 anmeldeten; sie wurden aber abgewiesen.

Beim Bau der Eisenbahnen ab 1845, die Vermont durchquerten, wurde Starksboro nicht angeschlossen: es gab keine Industrie, die zu bedienen gewesen wäre. Statt dessen wurde in den von Monkton zugeschlagenen Bereichen in der Ebene zunächst Schafzucht, ab dem dritten Quartal des 19. Jahrhunderts zunehmend Milchwirtschaft betrieben. Die waldbestandenen Gebiete wurden mit relativ geringer Holzwirtschaft genutzt; die Wasserläufe aus den Bergen wurden intensiv durch Getreidemühlen und Sägewerke genutzt.

Seit den 1960er Jahren entwickelt sich Starksboro, wie einige Nachbargemeinden auch, zunehmend zu einer Schlafstadt für den nördlich gelegenen Ballungsraum Burlington und hat seine Einwohnerschaft in den letzten 50 Jahren mehr als verdreifacht. Die lokale Wirtschaft hat sich dadurch aber nicht wesentlich verändert; sie ist immer noch in erster Linie land- und forstwirtschaftlich ausgerichtet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Volkszählungsergebnisse[6] - Town of Starksboro, Vermont
Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 40
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 359 726 914 1342 1263 1400 1437 1361 1249 1070
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 902 835 806 687 744 576 502 668 1336 1511
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 1898 1777

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwar an keiner Schnellstraße, doch führt die Vermont State Route 116 im Westen durch das Gebiet. Sie verbindet Starksboro mit Hinesburg im Norden und Bristol im Süden. Außerdem durchquert im Süden die Passstraße Vermont State Route 17, die über den Camels Hump und sein Skigebiet nach Fayston und Waitsfield im Osten führt, das Gebiet der Town.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Mit Ausnahme der üblichen städtischen Einrichtungen und der Grundschule verfügt Starksboro über keine öffentlichen Einrichtungen. Das nächstgelegene Krankenhaus, das Fletcher-Allen-Health Care, findet sich in Burlington.

Bildung[Bearbeiten]

Die Town verfügt über eine Grundschule, die Robinson School; für alle weiterführenden Schulen müssen umliegende Gemeinden, insbesondere Burlington, angefahren werden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. 3. Band, Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. 164f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Leonard Deming: Catalogue of the Prinzipal officers of Vermont. Middlebury 1851 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Samuel Swift: History of Addison County. Middlebury 1859. E-Books und Scans auf archive.org
  •  Abby Maria Hemenway: The Vermont historical Gazetteer. 1. Band, Burlington 1870, S. 103.
  • Geschichte von Starksboro bis ca. 1880
    Abschrift aus der "History of Addison County" von 1886, Herausgegeben von H. P. Smith. Website des Middlebury College.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Starksboro im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 1. Oktober 2014
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Koordinaten der Orte der Census-Behörde 2010 (englisch)
  4. Klimadaten bei www.City-Data.com (englisch)
  5. Starksboro Town Plan 2011 – 2016 (englisch)
  6. Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen