Starlight Express

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Starlight Express
Bochum - Stadionring - Starlight Express at Night.JPG
Musicaldaten
Titel: Starlight Express
Originalsprache: Englisch
Musik: Andrew Lloyd Webber
Buch: Richard Stilgoe
Uraufführung: 27. März 1984
Ort der Uraufführung: London, Apollo Theatre
Ort und Zeit der Handlung: Gegenwart
Rollen/Personen
  • Rusty
  • Pearl
  • Papa
  • Greaseball
  • Electra
  • Red Caboose
  • Dinah
  • Buffy
  • Ashley
  • Dustin
  • Flat Top
  • Purse
  • Volta
  • Joule
  • Wrench
  • Krupp
  • Hashamoto
  • Espresso
  • Ruhrgold
  • Bobo
  • Turnov
  • Hip Hopper I
  • Hip Hopper II
  • Hip Hopper III
  • Trax I
  • Trax II

Starlight Express ist ein Musical mit der Musik von Andrew Lloyd Webber und Texten von Richard Stilgoe. Es basiert auf den Railway Series von Wilbert Vere Awdry und der Geschichte The Little Engine That Could von Watty Piper. Die Uraufführung fand am 27. März 1984 im Apollo Victoria Theatre in London statt, die Broadway-Premiere war am 15. März 1987 im Gershwin Theatre in New York. Alle Darsteller des Musicals treten auf Rollschuhen auf.

Inhalt

Das Stück erzählt den Traum eines Kindes von der Weltmeisterschaft der internationalen Züge. Im Mittelpunkt steht die kleine, liebenswerte, aber eigentlich veraltete Dampflok Rusty und ihr Kampf gegen die eigentlich übermächtigen Gegner in Form der modernen E-Lok Electra und der mächtigen Diesellok Greaseball. Hierbei spielt insbesondere die Liebe zum 1.-Klasse-Waggon Pearl eine besondere Rolle. Denn als diese vor die Entscheidung gestellt wird, mit wem sie die Rennen bestreiten soll, mit Rusty oder Electra, weiß sie nicht, für wen sie sich entscheiden soll. Am Ende gewinnt Rusty sowohl das Rennen als auch Pearl für sich.

Die Hauptrollen

  • Rusty ist eine veraltete, aber doch sehr liebenswerte Dampflok. Er will an der Weltmeisterschaft teilnehmen, wird jedoch vom Mut verlassen, als Pearl sich von ihm abwendet. Zu Beginn wirkt er wenig selbstbewusst, lernt jedoch während der Geschichte (mit der Hilfe des Starlight Express) an sich zu glauben.
  • Greaseball, die Diesellok, ist der Titelverteidiger und Mitfavorit. Er macht sich über den anfänglichen Optimismus Rustys lustig und ist selbst sehr siegessicher („Keiner kann mich bremsen heut’ Nacht!“). Er spielt jedoch nicht immer fair: Im ersten Rennen startet er mit einem Frühstart, in allen Rennen behindert er die Mitstreiter auf unfaire Weise.
  • Electra, die E-Lok, ist der absolute Favorit auf den Siegerposten. Er ist zum ersten Mal dabei und vollkommen modern ausgestattet. Im ersten Qualifikationsrennen wird Electra von Pearl unterstützt.
  • Pearl, der 1.-Klasse-Waggon, ist am Anfang und am Ende Rustys Freundin (zwischendurch wendet sie sich von ihm ab). Beim ersten Rennen ist sie erst unentschlossen, ob sie mit Electra fahren soll, fährt dann aber doch mit ihm. In der zweiten Runde fährt sie mit Greaseball, bereut es jedoch bitterlich.
  • Papa, die alte Dampflok, ist im Gegensatz zu Rusty sehr von sich, und Dampfzügen im Allgemeinen, überzeugt. Als Rusty ohne Pearl das 2. Rennen nicht bestreiten will, tut er es für ihn. Nachdem er dabei den 1. Platz erreicht, ist seine – durch sein Alter ohnehin schon geringe – Kraft am Ende. Er macht Rusty Mut, indem er ihm von der mysteriösen Identität des Starlight Express erzählt. Papa singt hierbei gleichzeitig auch den Part des Starlight Express, wobei die unaufgelöste Frage entsteht, ob Papa den Starlight Express nur „spielt“, um Rusty den Glauben an sich selbst zu geben, oder ob es wirklich einen Starlight Express gibt.
  • Dinah ist der Speisewagen und die Freundin von Greaseball. Da sie für einen fairen Wettbewerb eintritt, spricht sie Greaseball auf seinen Betrug im ersten Rennen an und wird daraufhin von ihm verlassen. Sie findet jedoch Trost bei Red Caboose, Ashley und Buffy, und schließlich gibt es auch für sie ein Happy End.
  • Buffy ist der immer gut gelaunte Buffetwagen und Ashley der Raucherwaggon. Beide suchen, genau wie Pearl und Dinah, ihre „Lok mit Locomotion“.
  • Red Caboose ist der Bremswaggon und hat daher viel Macht über den Ausgang eines Rennens. Er tröstet Dinah, die einen Streit mit Greaseball hat, und fährt mit Rusty ein Rennen. Jedoch ist seine Verbundenheit nur vorgetäuscht, er trickst Rusty und auch Greaseball zu Gunsten Electras aus. Doch auch das Engagement für Electra stellt sich als Finte zur Erreichung seiner eigenen Ziele heraus.
  • Die Hip Hoppers sind die Kastenwagen und ziemlich gemein zu Rusty. Diese drei Rollen wurden im November 2006 überarbeitet und stellen in Kostüm, tänzerischer und musikalischer Darbietung moderne Hip-Hop-Künstler dar.
  • Dustin ist der nette Eisenerztender, der Rusty zum Sieg verhilft.
  • Flat Top ist der etwas schräge Steinwaggon. Er himmelt Greaseball an und hält sich gern am Rand seiner Gang auf. Als diese gegen Rusty vorgeht, bleibt er jedoch erschrocken im Hintergrund und sorgt sich um Rusty.

Deutsche Fassungen

Im Jahr 2002 wurde die deutsche Fassung überarbeitet. Neben einem überarbeiteten Megamix, in dem am Ende noch einmal einige Melodien des Musicals zusammengefasst werden, wurde das Lied Crazy hinzugefügt und das Duett Du allein durch Allein im Licht der Sterne (engl. Next Time You Fall In Love, Text von Don Black) ersetzt. Die von Andrew Lloyd Webber komponierten Stücke wurden von Wolfgang Adenberg ins Deutsche übertragen. Im Jahr 2008 wurde es zum 20. Jubiläum erneut überarbeitet. Die Ouvertüre wurde gekürzt, die Lieder Liebesexpress, Dein Freund und Allein im Licht der Sterne wurden gestrichen. Dafür kamen Dann pfeift er mir zu (engl. He'll whistle at me) und Nur mit Ihm (engl. Only He) dazu. Eine erneute Änderung erfolgte im Jahr 2013. Der Titel "Nur mit ihm" wurde durch "Für immer" ersetzt, welches von Sir Andrew Lloyd Webber nicht persönlich komponiert wurde, sondern von seinem Sohn Alastair. Außerdem wurde ,,Ne Lok mit Locomotion" durch ,,Nie genug" ersetzt.

Ablauf und Songliste

1. Akt

  • Ouvertüre (Mutter und Sohn)
  • Rolling Stock (Greaseball und Gang)
  • Rustys Demütigung (Rusty, Greaseball und Gang)
  • Nennt mich rostig (Rusty, Pearl, Dinah, Ashley und Buffy)
  • Pearl, das kann nicht wahr sein" (Pearl, Dinah, Ashley und Buffy)
  • Nie genug (Pearl, Dinah, Ashley und Buffy)
  • Dann pfeift er mir zu (Pearl)
  • Fracht (Die Hopper’s, Dustin, Flat top, Caboose, Pearl, Dinah, Ashley und Buffy)
  • Einzug der internationalen Züge (Alle)
  • AC/DC (Electra, Joule, Krupp, Purse, Volta und Wrench)
  • Pumping Iron (Greaseball, Pearl, Dinah, Buffy, Aschley, Joule, Volta und Wrench)
  • Fracht (Reprise) (Alle)
  • Crazy (Rusty, Pearl, Dinah, Ashley und Buffy)
  • Pearl, welche Ehre (Rusty, Pearl und Purse)
  • Hilf Mir Verstehn (Pearl)
    → 1. Rennen
  • Papas Blues (Papa, Dustin, Flat Top und die Hoppers)
  • Rusty, was ist mit Dir los? (Rusty, Papa, Dustin, Flat Top und die Hoppers)
    → 2. Rennen
  • Bummellok (Alle)
  • Starlight Express (Rusty)

2. Akt

  • Rap (Alle)
  • Wir haben Rhythmus (Pearl und Greaseball)
  • G.E.K.U.P.P.E.L.T (Dinah, Ashley und Buffy)
  • Girls’ Rolling Stock (Dinah, Ashley und Buffy)
  • Mein Spiel (Red Caboose, Joule, Krupp, Purse, Volta, Wrench, Electra und Greaseball)
    → 3. Rennen
  • Nach dem 3. Rennen (Rusty ist Schuld) (Alle)
  • Nicht der rechte Zeitpunkt, nicht der rechte Ort (Hoppers und Rusty)
  • Starlight Sequenz (Rusty und Starlight Express (gesungen/gespielt von Papa))
  • Rusty und Dustin (Rusty und Dustin)
  • Dinahs Trennung (Dinah, Electra und Electras Gang)
    → 4. Rennen
  • Ein Rock ’n’ Roll zu viel (Electra, Greaseball und Red Caboose)
  • Für Immer (Rusty und Pearl)
  • Glückwunsch Rusty (Alle)
  • Ein Licht ganz am Ende des Tunnels (Alle)
  • Mega Mix / Finale (Alle)

Musik

Andrew Lloyd Webber verbindet in dem Musical unterschiedliche Musikrichtungen wie Pop, Rock, Blues und Electro. Dabei sind den einzelnen Figuren/Zügen individuelle Motive und charakteristische Stile zugeordnet. Die draufgängerische Diesellok „Greaseball“ ist immer durch klassische Rock- und Blues-Sounds gekennzeichnet, die moderne E-Lok „Elektra“ durch futuristische Synthesizer-Sounds. Die aufrichtige und verträumte Dampflok „Rusty“ erkennt man u. a. an poppigen Balladen.

Show

Die Bochumer Inszenierung im 1988 eigens für die Show errichteten Starlight Express Theater zeichnet sich durch aufwändige Lasereffekte, außergewöhnliche Kostüme und Rollschuhbahnen, die direkt durch die Zuschauerränge verlaufen, aus. Im Oktober 2006 bekam „Greaseball“ brennende Rollschuhe und die E-Lok „Electra“ Funkenfontänen. Mittlerweile gibt es zwei Stunt-Skater ("Trax"), die auf Inline-Skates zwischen den Rennen Tricks vorführen – Sprünge, Salti etc. – und während der Rennen als Streckenposten auftreten, aber keine gesanglichen Auftritte haben. Das Herzstück der Technik ist eine neun Tonnen schwere schwenkbare Brücke, die es den Darstellern ermöglicht, sich auf drei Ebenen zu bewegen. Zudem dient sie als Start- und Zielmarkierung.

Sonstiges

  • Starlight Express in Bochum ist das derzeit am längsten laufende Musical der Welt.[1]
  • Der Musicalautor Michael Kunze bezeichnete Starlight Express als das schwächste Werk Andrew Lloyd Webbers.[2]

Weblinks

 Commons: Starlight Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Starlight Express. In: ruhrnachrichten.de, abgerufen am 5. April 2014
  2. Storyarchitekt - Dialog. In: storyarchitekt.com, 5. September 2009.