Statistiklabor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Statistiklabor
Statlab.jpg
The Statistical Lab (Statistiklabor)
Basisdaten
Entwickler Freie Universität Berlin
Aktuelle Version 3.81
(2. Mai 2011)
Betriebssystem Windows XP SP2 und Windows 2000 SP 4 & Vista, Windows 7
Kategorie Statistik
Lizenz GPL (Freie Software)
Deutschsprachig ja
www.statistiklabor.de

Das Computerprogramm Statistiklabor (Statistical Lab) ist ein explorativer und interaktiver Werkzeugkasten zur statistischen Analyse und Visualisierung von Daten. Es unterstützt durch einen sehr anschaulichen Ansatz und durch eine Reihe von Funktionen insbesondere die Ausbildung im Fach Statistik in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Das Programm wird vom Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin entwickelt. Seit dem 27. September 2006 und der Version 3.5 steht das Statistiklabor als freie Software im Quellcode unter GPL zur Verfügung. Vorherige Versionen waren Freeware für nicht-kommerzielle Anwendungen.

Einfache oder auch komplexe statistische Probleme können mit Hilfe des Statistiklabors simuliert, bearbeitet und individuell gelöst werden. Das Programm kann durch externe Bibliotheken erweitert werden. Über diese Bibliotheken ist darüber hinaus auch eine Anpassung an individuelle und lokale Anforderungen wie beispielsweise einzelne Statistik-Kurse für bestimmte Anwendergruppen möglich. Die vielfältigen grafischen Darstellungsvarianten ermöglichen anschauliche Visualisierungen der zugrundeliegenden Daten.

Das Statistiklabor ist der Nachfolger von Statistik interaktiv! Im Gegensatz zum kommerziellen SPSS ist das Statistiklabor didaktisch motiviert. Es richtet sich vorwiegend an statistische Laien. Um die Einstiegshürden für Studierende in die Statistik so niedrig wie möglich zu halten, verbindet das Statistiklabor Datensätze, Häufigkeitstabellen, Zufallszahlen, Matrizen etc. in einem anwenderfreundlichen virtuellen Arbeitsblatt, das den Nutzern ermöglicht, explorativ und spielerisch Berechnungen, Analysen, Simulationen und Datenmanipulationen durchzuführen.

Für die mathematischen Berechnungen verwendet das Statistiklabor die Programmiersprache R, eine freie Implementierung der von den Bell Laboratories entwickelten Sprache S zur Verarbeitung statistischer Daten. Das R-Projekt wird ständig von der R-Community, einer weltweiten Gemeinschaft von freiwilligen Entwicklern, weiterentwickelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Schlittgen: Das Statistiklabor – R leicht gemacht. 2. Auflage. Springer, Berlin/ Heidelberg/ New York, 2009, ISBN 978-3-642-01838-1.
  • Kladroba: E-learning in der Statistik – Ein Vergleich verschiedener Lernsoftwareangebote. In: Allgemeines Statistisches Archiv. Band 90/2 (2006), S. 323–340.

Weblinks[Bearbeiten]