Stattersdorf

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Stattersdorf
Stadtteil von St. Pölten
Basisdaten [1]
Fläche: 4,91 km²
Einwohner: 2.032 (2004)
Bevölkerungsdichte: 414 Einwohner je km²
Höhe: 244 m ü. A.
Postleitzahl: 3100
Geografische Lage: 48° 11′ N, 15° 38′ O48.18333333333315.633333333333Koordinaten: 48° 11′ N, 15° 38′ O
Katastralgemeinden
  • Stattersdorf
Lage in St. Pölten


Die 2000 fertiggestellte Millenniumskirche

Der Ort Stattersdorf liegt in Niederösterreich an der Ostseite der Traisen zwischen Harland und Wagram. Er ist seit seiner Eingemeindung 1939 eine Katastralgemeinde von St. Pölten, zuvor bildete er mit den Stadtteilen Unter- und Oberwagram die Gemeinde Stattersdorf.

An Stattersdorf grenzen die Stadtteile Spratzern, Harland, St. Pölten und Wagram, im Osten grenzt die Ortschaft an Pyhra.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Beweise einer Besiedlung vor 1072, wo Stattersdorf als Staudratisdorf erstmalig urkundlich erwähnt wird, fehlen.

Ein Grundbucheintrag aus 1591

Während der 1. Türkenbelagerung 1529 wurde ein Großteil der Liegenschaften vernichtet, da Stattersdorf im Gegensatz zu St. Pölten , wohin viele der Bewohner flüchtete, keine Stadtmauer hatte.

Auch während der 2. Türkenbelagerung 1683 suchten die Stattersdorfer in St.Pölten Schutz.

Im Jahr 1785 wird die Pfarre von Pyhra abgetrennt und den Franziskanern in St.Pölten zugeteilt, 1803 wird die erste Wickelschule für kleine Kinder gegründet. Die Größeren wurden nach St. Pölten oder Pyhra geschickt.

1850 gründete man mit den Ortschaften Unter- und Oberwagram die Gemeinde Stattersdorf, die Kapelle in ihrer heutigen Form 1856 errichtet.

Die 1857 errichtete Kapelle

Die Schule wurde 1870 an ihrer heutigen Stelle erbaut. Sie wurde damals komplett von der Harlander Coats finanziert, da die meisten Schüler Kinder von Angestellten waren. 1890 wurde die Schule erweitert.

Der erste Eingemeindungsversuch nach St.Pölten wurde 1920 gestartet, damals sprachen sich von 502 wahlberechtigten Einwohnern nur 6 dafür aus. Die Ortsteile Ober- und Unterwagram wurden jedoch nach St.Pölten ausgemeindet.

Ein Kino wird 1927 im neu gebauten Gemeindehaus eröffnet.

Der Einmarsch der deutschen Truppen fand 1938 statt, im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der Reichsautobahn, der heutigen A1, begonnen.

Nach dem Abzug der Roten Armee 1955 wurde abgestimmt ob Stattersdorf wieder ausgemeindet werden sollte, was von der Bevölkerung verneint wurde.

1961 wurde mit dem Wasserleitungsbau begonnen, 1971 mit dem Kanalbau.

[Bearbeiten] Politik

Als Katastralgemeinde von St. Pölten hat Stattersdorf keinen eigenen Gemeinderat, die Bürgermeister vor 1939 finden sich in der Liste der Bürgermeister von St. Pölten.

Siehe auch: St. Pölten: Politik

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Im Ortsteil befindet sich die 1798 aus der Stattersdorfer Papiermühle hervorgegangene Firma Salzer, eine Niederlassung der Firma Sunpor sowie Konrad Blumen.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

In Stattersdorf befinden sich eine Volksschule sowie 1 Kindergarten.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Lilienhof 1893

[Bearbeiten] Lilienhof

Der Lilienhof hat sich zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 20. Jahrhundert entwickelt. Die Weitläufige Anlage besteht im Wesentlichen aus der oktagonalen Kapelle, dem barocken Schlössl, dem Mary-Ward-Haus und einem Wirtschaftsgebäude.

Bereits im Mittelalter wird der Hof als zum Chorherrenstift zugehörig genannt. Seit 1755 im Besitz des Institutes der Englischen Fräulein, die das Mary-Ward-Haus als Internatsgebäude nutzt.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Katastralgemeinden auf st-poelten.gv.at
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