Stauchitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Meißen | |
| Höhe: | 124 m ü. NN | |
| Fläche: | 32,43 km² | |
| Einwohner: |
3.353 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01594 | |
| Vorwahl: | 035268 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MEI | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 27 260 | |
| Gemeindegliederung: | 21 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Thomas-Müntzer-Platz 2 01594 Stauchitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Geißler | |
| Lage der Gemeinde Stauchitz im Landkreis Meißen | ||
Stauchitz ist eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde im Westen des Landkreises Meißen im Freistaat Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Verkehr
Die Gemeinde liegt am Nordwestrand der Lommatzscher Pflege. Die Nachbarstädte sind Oschatz (15 km), Meißen (23 km), Döbeln 23 km), und Riesa (10 km). Die B 6 (im Norden) und die B 169 (in Nord-Süd Richtung) sowie die Bahnstrecke Riesa–Chemnitz verlaufen durch das Gemeindegebiet. Durch die Gemeinde fließt der Fluss Jahna. Stauchitz liegt am Jahnatal-Radwanderweg.
[Bearbeiten] Ortsteile
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:
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[Bearbeiten] Geschichte
- Bloßwitz
Dieser Ortsteil wird im Jahr 1226 erstmals als Herrensitz Blosewitz urkundlich erwähnt. Der Name geht auf den slawischen Lokator Bloz zurück.
- Dobernitz
Der Ort wird im Jahr 1334 unter dem Namen Dodranwicz erwähnt. Der Name kommt aus dem Altsorbischen und bedeutet so viel wie Guter Ort', abzuleiten von dobry = gut.
- Dösitz
Das Dorf wird im Jahr 1261 als Teskuiz erwähnt. Der Name geht auf den slawischen Lokator Utesk zurück. Die Gegend wird aber seit alters her besiedelt, davon zeugt der Fund von jungsteinzeitlicher Schnurkeramik.
- Gleina
In Gleina als Glynen ist seit dem Jahr 1296 ein Herrensitz belegt. Der Ortsname lässt sich von altsorbischen glina = Lehm ableiten.
- Groptitz
Groptitz wird im Jahr 1323 als Gruptiz erwähnt, vom Lokator Grubota abgeleitet.
- Grubnitz
Der Ort wird um 1320 als Grobanuwicz erwähnt. Der Name wurde vom Namen Gruban abgeleitet. In der Nähe von Grubnitz wurde eine germanische Siedlung im Jahnatal entdeckt. Im Jahr 1350 wird das Dorf auch als Herrensitz erwähnt.
- Hahnefeld
Hahnefeld erstmals als Hanvelt erwähnt, wurde im Jahr 1296 als Herrensitz erwähnt.
- Ibanitz
Im Jahr 1329 als Ywanwicz erwähnt, was so viel wie Dorf des Ivan bedeutet.
- Kalbitz
Der Ort wurde im Jahr 1283 als Calewicz erwähnt, die Bezeichnung könnte sich von kal = Sumpf ableiten.
- Panitz
Im Jahr 1279 als Panitz erwähnt, was so viel wie Herrendorf (Pan = Herr) bedeutet.
- Plotitz
Plotitz wurde als Rundplatzdorf am Hang des Mehltheuerbaches angelegt. Schon vor dem Jahr 1190 gab es hier einen Herrensitz. Der Ortsname dürfte sich vom altsorbischen bloto = Sumpf ableiten.
- Pöhsig
Der Ort entstand aus dem ehemaligen Vorwerk des Rittergutes Oberstaucha. Urkundlich erwähnt wird es erstmals im Jahr 1541. Nordöstlich von Pöhsig wurden die Reste einer mittelalterlichen Wasserburg gefunden.
- Prositz
Prositz wird als Prostwicz erstmals im Jahr 1334 erwähnt. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von Propst ab. Diese Bezeichnung weist auf das benachbarte Kloster Staucha hin.
- Ragewitz
Im Jahr 1266 als Roguiz erstmals erwähnt und schon seit dem Jahr 1287 Herrensitz.
Der Name könnte slawischen Ursprunges sein, vom slawischen Pflanzennamen Zerucha oder Zerus = Hasenfuß, Kresse, Feldblume. Dagegen spricht, deutsche Wortendung -hausen, so dass der Ortsname von seinem vermutlich ersten Besitzer (einer aus dem alten Geschlecht von Seer) herstammt. Das ursprünglich als "Wasserfeste" an der Jahna gebaute Schloss wurde 1949 gesprengt.
- Staucha
Im Jahr 1259 wird Staucha erstmals als Stuchowe erwähnt. Seit dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts gab es in Staucha ein Nonnenkloster. Durch Teilung des Ortes entstand Oberstaucha. Diese Teilung wurde 1751 wieder rückgängig gemacht.
- Stauchitz
Stauchitz wird im Jahr 1428 als Stwchewicz erwähnt. Schon vorher sind aber einige Feudalherren für dieses Gebiet benannt. Auch bronzezeitliche und slawische Siedlungsreste der slawischen Burg Gana wurden gefunden. Das Schloss wurde 1949 abgerissen.
- Steudten
Im Jahr 1243 als Ztudene erwähnt, was sich wahrscheinlich vom altsorbischen studeny = kalt zurückführen lässt. Bis ins 16. Jahrhundert gehörte das Dorf zum Kloster Altzella später zur Stadt Nossen.
- Stösitz
Als Stesciz im Jahr 1283 erwähnt, welches sich von Sdech, Stes oder Stas = Kurzform von Stanislaus ableitet. In Stösitz gab es eine Wasserburg, welche wahrscheinlich 1283 als Herrensitz erwähnt wurde.
- Treben
Im Jahr 1261 als Trebene, was so viel wie Ort des Treba oder Ort auf der Rodung bedeutet, erwähnt.
- Wilschwitz
Der Ort wird als Wilskewicz (altsorbisch für Ort des Vilc(e)k) im Jahr 1334 erwähnt. Seit 1378 ist der Ort auch Herrensitz.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bloßwitz | 1. Januar 1994 | |
| Dobernitz | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Dösitz | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Gleina | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Groptitz | 1938 | Eingemeindung nach Seerhausen |
| Grubnitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Bloßwitz |
| Hahnefeld | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Bloßwitz |
| Ibanitz | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Kalbitz | 1938 | Eingemeindung nach Seerhausen |
| Panitz | 1937 | Eingemeindung nach Plotitz |
| Plotitz | 1999 | |
| Pöhsig | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Prositz | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Ragewitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Bloßwitz |
| Seerhausen | 1. Oktober 1996 | Eingemeindung nach Plotitz |
| Staucha | 1. März 1994 | Eingemeindung nach Plotitz |
| Steudten | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Stösitz | 1937 | Eingemeindung nach Plotitz |
| Treben | 1935 | Eingemeindung nach Staucha |
| Wilschwitz | 1919 | Eingemeindung nach Staucha |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Kirche Bloßwitz
- Schulhaus Bloßwitz von 1802
- Reste einer Holländerwindmühle bei Dobernitz
- Mönchsäule Ragewitz
- Verfassungsstein in Ragewitz (Als Erinnerung an die Verfassungseinführung im Königreich Sachsen am 4. September 1831 errichtet)
- Schlosspark Seerhausen
- Nonnenstein in Staucha
- Weinkeller und Markthalle in Staucha
- barockes Herrenhaus von 1753 in Staucha
- neugotische Kirche von 1861 bis 1863 nach Plänen von Christian Friedrich Arnold erbaut.
- Reste der Burg Gana in Stauchitz
- Huthübel (Monolith) in Steudten
- Alte Poststation in Stauchitz (1725-1816), später Gasthaus "Alte Post", jetzt Dorfgemeinschaftshaus#
[Bearbeiten] Kultur
- Peter Sodann Bibliothek- Bibliothek für Bücher aus DDR von 1945 bis 1989
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Markt in Staucha
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Ludwig von Zehmen (1812–1892), deutscher konservativer Politiker, Präsident der I. Kammer des Sächsischen Landtags
[Bearbeiten] Literatur
- Cornelius Gurlitt: Stauchitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 28. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (II. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 290.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
- Stauchitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Lommatzscher Pflege
- Markt in Staucha
- Gemeinde Stauchitz
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