SteamOS

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SteamOS
Das Steam-Sinnbild, unter anderem mit der angedeuteten Kuppelstange einer Dampfmaschine
Basisdaten
Entwickler Valve Corporation
Sprache(n) mehrsprachig
Aktuelle Vorabversion Beta[1][2]
(13. Dezember 2013)
Abstammung GNU/Linux
↳ Debian
↳ SteamOS
Kernel monolithisch
Architekturen x86
Lizenz Open Source mit proprietären Komponenten
Website SteamOS Beta ist hier

SteamOS ist eine Linux-Distribution, die auf Debian aufbaut und von Valve entwickelt wird. Es soll hauptsächlich auf den „Steam Machine“ (englisch für „Dampfmaschine“) genannten Spielekonsolen laufen und zudem auch auf gewöhnlichen PCs kostenfrei installierbar und nutzbar sein.[1][2][3]

Funktionen[Bearbeiten]

SteamOS ist primär auf Computerspiele ausgelegt. Allerdings läuft nur ein Teil der von Valve vertriebenen Spiele unter Linux. Steam-Spiele, die nur auf Windows und Mac laufen, können zu SteamOS gestreamt werden, und es werden dieselben Restriktionen wie für den Steam-Client für Desktops gelten, inklusive der Funktion, Spiele mit Familienmitgliedern zu teilen.[4]

Valve behauptet, dass mit SteamOS signifikante Performance-Verbesserungen in Videospielen erreicht werden.[5] Das Betriebssystem wird als Open-Source-Software für jeden offen für Quellcode-Modifikationen sein.[6] Für SteamOS gebaute (Spiele-)Rechner, welche auf der Grundlage handelsüblicher PC-Teile gefertigt werden, nennt Valve „Steam Machines“.[7]

Mit der in SteamOS enthalten Paketverwaltung apt resp. apt-get lassen sich beliebige Debian-Pakete installieren. So ist es einfach möglich, SteamOS wie jede andere Linux-Distribution mit Anwendungen wie z.B. LibreOffice, VLC oder Samba zu ergänzen und auch als Büro- oder Multimedia- oder Server-Plattform zu nutzen.[8]

Geschichte[Bearbeiten]

Auf der LinuxCon verkündete Valves Mit-Gründer und Executive Director Gabe Newell, dass er „an Linux und Open Source als die Zukunft des Spielens“ glaube. Valve würde Spieleentwicklern dabei helfen ihre Spiele mit Linux kompatibel zu machen.[9] Am 20. September 2013 erstellte Valve eine Website mit dem Titel Das Steam-Universum expandiert 2014, die drei Ankündigungen versprach, die „Kunden auf noch mehr Wegen ermöglichen sollen, Steam im Wohnzimmer zu nutzen“.[10][11] Die erste Ankündigung erfolgte am 23. September. Valve sei zu dem Schluss gekommen, dass ein direkt in das Betriebssystem integrierter Steam-Client die beste Spieleerfahrung bieten könne.[12] Dabei werde besonders auf die Offenheit im Sinne von freier Software Wert gelegt, und es wurde angekündigt, Benutzer könnten jeden Teil der Software anpassen, verändern und ersetzen.[13] In den folgenden Tagen wurde der Betatest von Steam Machines und ein neuartiges Gamepad angekündigt.

Im Oktober 2013 kündigte Valve die Steam Dev Days an, eine zweitägige Entwicklerkonferenz, auf der Spieleentwickler die Möglichkeit haben werden, SteamOS und die darauf aufbauenden Spielkonsolen zu testen und Valve Rückmeldungen zu geben.[14] Ebenfalls im Oktober 2013 kündigte Nvidia eine enge Zusammenarbeit bezüglich ihrer GameWorks-Library mit Valve an,[15] die Nvidia-Technologien wie PhysX, OptiX, VisualFX und andere unter SteamOS zur Verfügung stellen wird.

Am 11. Dezember 2013 kündigte Valve an, dass die Prototypen der Steam Machines am 13. Dezember verschickt werden und SteamOS gleichzeitig zum Download freigegeben wird.[16]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Computerspiele – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Computerspiele

Liste von Linux-Distributionen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b SteamOS Download Alchemist-Version offiziell nur für Nvidia und UEFI – Meldung bei Golem.de, vom 14. Dezember 2013 (abgerufen am: 14. Dezember 2013)
  2. a b Valves Spiele-Linux SteamOS steht zum Download bereit – Meldung bei Heise online, vom 14. Dezember 2013 (abgerufen am: 14. Dezember 2013)
  3. SteamOS: Valve-Betriebssystem ab dem 13. Dezember 2013 – Meldung bei Golem.de, vom 12. Dezember 2013 (abgerufen am: 13. Dezember 2013)
  4. Nick Statt: Valve fires up SteamOS, its bid for living room PC gaming. In: CNET. 23. September 2013. Abgerufen am 28. September 2013.
  5. Tyler Wilde: The pros and cons of SteamOS. In: PC Gamer. 24. September 2013. Abgerufen am 28. September 2013.
  6. Dave Lee: Valve announces SteamOS as it renews living room push. In: BBC. 23. September 2013. Abgerufen am 28. September 2013.
  7. Eddie Makuch: Valve reveals Steam Machines. In: GameSpot. 25. September 2013. Abgerufen am 30. September 2013.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLiane M. Dubowy: Spiel-Linux. SteamOS GNU/Linux 1.0 „Alchemist“. In: c’t 2/2014. Verlag Heinz Heise, Januar 2014, S. 16-17, abgerufen am 9. Januar 2014.
  9. Perry Vandell: Gabe Newell: “Linux and open source are the future of gaming”. In: PC Gamer. 16. September 2013. Abgerufen am 25. September 2013.
  10. Tyler Wilde: Three big Valve announcements coming next week, probably a Linux-based Steam Box. In: PC Gamer. 20. September 2013. Abgerufen am 25. September 2013.
  11. The Steam Universe is Expanding in 2014. Abgerufen am 25. September 2013.
  12. Eddie Makuch: Valve reveals SteamOS. In: GameSpot. 23. September 2013. Abgerufen am 25. September 2013.
  13. SteamOS announced by Valve, a free operating system “available soon” for living room PCs. In: PC Gamer. 23. September 2013. Abgerufen am 25. September 2013.
  14. Jeffrey Grubb: Valve announces Steam Dev Days to give studios access to Steam OS, Steam Machines, and Steam Controller. In: Venture Beat. 10. Oktober 2013. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  15. Nvidia announces Gameworks Program at Montreal 2013; supports SteamOS. NVIDIA. 2013. Abgerufen am 29. Oktober 2013.
  16. Steam Machines and Steam Controller shipping December 13th. In Steam Universe. 11. Dezember 2013. Abgerufen am 12. Dezember 2013.