Stearylalkohol

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Strukturformel
Strukturformel von Stearylalkohol
Allgemeines
Name Stearylalkohol
Andere Namen
  • Cetanol
  • 1-Octadecanol
  • Octadecan-1-ol
  • STEARYL ALCOHOL (INCI)
  • Lanette 18
Summenformel C18H38O
CAS-Nummer 112-92-5
PubChem 8221
Kurzbeschreibung

weiße Schuppen mit schwachem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 270,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,81 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

56–59 °C[2]

Siedepunkt

336 °C[3]

Dampfdruck

1,33 hPa (bei 150,3 °C)[3]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

> 20.000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Stearylalkohol (IUPAC: 1-Octadecanol) ist ein langkettiger, einwertiger Alkohol, der zur Gruppe der Fettalkohole gezählt wird. Aufgrund der geringen Polarität ist er im Gegensatz zu den kurzkettigen Alkoholen nicht mehr in Wasser, dafür aber in zahlreichen apolaren Lösungsmitteln löslich.

Darstellung[Bearbeiten]

Ausgangsstoff ist Stearinsäure, gewonnen aus Fetten und fetten Ölen. Der Alkohol wird über Alkylester (Stearate) durch Hydrierung hergestellt.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Stearylalkohol weist einen Flammpunkt von ca. 185 °C und eine Zündtemperatur von 450 °C auf.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Stearylalkohol gehört zur Gruppe der nichtionischen Tenside, die Wasser-in-Öl-Emulsionen (kurz auch W/O-Emulsionen) stabilisieren. Wegen seiner relativ schwachen Tensid-Wirkung wird er meist in Kombination mit anderen Tensiden, meistens mit Cetylalkohol (sog. Cetylstearylalkohol), eingesetzt. In kosmetischen Artikeln wird Stearylalkohol oft als Salbengrundlage verwendet.[6]

Weiterhin dient er zur Herstellung von Fettalkoholsulfaten (Tensiden) und als Schmiermittel in der Metall- und Textilindustrie.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt Stearylalkohol bei Merck, abgerufen am 18. Januar 2011.
  2. a b Datenblatt Stearylalkohol bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 18. Januar 2011 (PDF).
  3. a b c Chemical Safety Information from Intergovernmental Organizations (PDF; 164 kB)
  4. a b c Eintrag zu CAS-Nr. 112-92-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. März 2008 (JavaScript erforderlich)
  5. a b Datenblatt Stearylalkohol beim EDQM, abgerufen am 17. Februar 2011.
  6. Österreichische Apothekerkammer: Mischbarkeit von Salbengrundlagen mit ausgewählten Wirkstoffen