Stechmückenbekämpfung

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Weibliches Stechmückenaufkommen ohne Bekämpfung (Tabuzone[1] Kühkopf, 11.200 Mücken) und mit Bekämpfung (Au am Rhein, 151 Mücken) gemessen durch sogenannte Kohlesäurenachtfallen am
14. September 2005 durch die KABS

Die Stechmückenbekämpfung (auch Stechmückenkontrolle) erfasst alle Aktivitäten zum Umgang mit Stechmücken als Plage.

Ursachen[Bearbeiten]

Die Notwendigkeit zur Stechmückenbekämpfung besteht auf Grund ihrer Vektoreigenschaft als Krankheitsüberträger, zum Beispiel von Malaria oder Denguefieber, oder aber bei massenhaftem Auftreten und der damit einhergehenden Stechaktivität, die die Lebensqualität in der näheren und weiteren Umgebung von Brutplätzen erheblich beeinträchtigen kann. Zur Stechmückenbekämpfung zählen sowohl aktive Maßnahmen zur Bekämpfung von Larven, Puppen oder den flugfähigen Imagines als auch passive Schutzmaßnahmen und Vorbeugung (Prophylaxe). Stechmückenbekämpfung findet sowohl großflächig in der Natur, bspw. in Marschen, Feucht- und Überschwemmungsgebieten, als auch im Wohnumfeld von Menschen statt. Hier können Stechmückenarten wie die Gemeine Stechmücke oder die Ringelmücke eine Belästigung darstellen. Als Überträger endemischer Krankheiten werden weltweit unter anderen viele Arten der Gattung Anopheles kontrolliert. Daneben umfasst die Stechmückenkontrolle und -Bekämpfung auch die notwendige interdisziplinäre Begleitforschung, zum Beispiel das Resistenzmanagement sowie das zugehörige Umweltmanagement, Aufklärung sowie die notwendige Kooperation auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Als interdisziplinärer Komplex definiert sich die Stechmückenkontrolle oder Stechmückenbekämpfung heute in Anlehnung an die integrierte Plagekontrolle.[2]

Einen historischen Einblick zu den Methoden der Bekämpfung der Stechmücken, vor allem auch ihrer Rolle als Krankheitsvektoren, bietet das Deutsche Koloniallexikon unter dem Stichwort Malaria.[3] Angepasst finden einige der dort vermerkten Methoden auch heute noch Anwendung. Bekämpfungsziel ist es zumeist, einen Interessensausgleich zwischen dem Naturschutz zum Erhalt der Biodiversität und dem Wunsch der Menschen auf Eindämmung der Plage zu erzielen, wie es zum Beispiel der Paragraph 2 Aufgaben der Vereinssatzung der bedeutendsten regionalen Organisation für Stechmückenbekämpfung in Deutschland, die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage zum Ausdruck bringt: „Aufgabe der KABS ist die Eindämmung der Schnakenplage unter Schonung der Umwelt mit ökologisch vertretbaren Mitteln.“[4] Ökologisch wertvolle Zonen, sogenannte Tabuzonen, werden dann, wo es möglich ist, teilweise weniger oder gar nicht in die Bekämpfung einbezogen.[1] Dieser Interessensausgleich gestaltet sich jedoch je nach Problemfall unterschiedlich; hier fließen sowohl biologische und ökologische als auch epidemiologische, wirtschaftliche, soziale und politische Fragestellungen ein. Die Lösungskonzepte selbst bestehen zumeist aus einer Kombination unterschiedlicher Kontroll- und Bekämpfungsmethoden und bedürfen vielfach der Zusammenarbeit von Behörden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Hilfsorganisationen und Einwohnern auf lokaler wie regionaler Ebene. Invasive Arten, in Europa bspw. die Asiatische Tigermücke, stellen zudem Kontrolle und Bekämpfung weltweit vor neue Aufgaben.

Im süddeutschen Sprachraum werden Stechmücken (Culicidae) üblicherweise als Schnaken bezeichnet. Auch auf abgeleitete Begriffe wird das angewandt und so sind, auch institutionell, Schnakenbekämpfung und Schnakenkontrolle synonyme Begriffe für Stechmückenbekämpfung und Stechmückenkontrolle.

Valerio: Es ist eine schöne Sache um die Natur, sie ist aber doch nicht so schön, als wenn es keine Schnaken gäbe…

(Georg Büchner)[5]

Die Rheininseln waren denn auch öfters ein Ziel unserer Wasserfahrten. Dort brachten wir ohne Barmherzigkeit die kühlen Bewohner des klaren Rheines in den Kessel, auf den Rost, in das siedende Fett, und hätten uns hier, in den traulichen Fischerhütten, vielleicht mehr als billig angesiedelt, hätten uns nicht die entsetzlichen Rheinschnaken nach einigen Stunden wieder weggetrieben. Über diese unerträgliche Störung einer der schönsten Lustpartien, wo sonst alles glückte, wo die Neigung der Liebenden mit dem guten Erfolge des Unternehmens nur zu wachsen schien, brach ich wirklich, als wir zu früh, ungeschickt und ungelegen nach Hause kamen, in Gegenwart des guten geistlichen Vaters, in gotteslästerliche Reden aus und versicherte, dass diese Schnaken allein mich von dem Gedanken abbringen könnten, als habe ein guter und weiser Gott die Welt erschaffen.

Goethes Signatur

(Johann Wolfgang von Goethe)[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Die jüngere Geschichte der Stechmückenbekämpfung seit dem Zweiten Weltkrieg ist eng verbunden mit der Entdeckung der insektiziden Wirkung von DDT und der Gründung der Weltgesundheitsorganisation 1948. In den Jahren nach der Gründung hoffte man, unter großflächigem Einsatz von DDT Stechmücken in vielen Malariagebieten ausrotten zu können. Ende der 1960er Jahre musste diese Politik für gescheitert erklärt werden, nachdem neben Bedenken gegen die Langzeitfolgen von DDT bei vielen Stechmückenarten Resistenzen auftauchten.[7]

1982 veröffentlichte die WHO ein Strategiepapier zum Umweltmanagement für die Stechmückenkontrolle, das eine grundlegende Neuorientierung der Bekämpfung von Stechmücken unter Einbeziehung entomologischer, ökologischer, wirtschaftlicher und sonstiger Aspekte beinhaltete und bis heute als Grundlage der weiteren Entwicklung der Stechmückenkontrolle und -bekämpfung angesehen werden kann.[8]

Stechmücken als Plage[Bearbeiten]

Stechmücken werden als Plage empfunden oder sind Plage, sobald sie

  • zu wirtschaftlichen Beeinträchtigungen führen, zum Beispiel im Tourismussektor oder in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung
  • durch massenhafte Populationen zu einer Lebensbeeinträchtigung führen und ein Aufenthalt im Freien ganz oder teilweise nicht mehr möglich ist, wie es in Europa häufig im Falle der „Überschwemmungsmücken“ auftritt, insbesondere am Oberrhein oder außereuropäisch etwa den Salzwiesen Floridas,
  • epidemisch durch Übertragung von Krankheiten zu einem öffentlichen Gesundheitsproblem und einer massiven Belastung lokaler und regionaler Sozialgemeinschaften werden.

Je nach Lebenszyklus, Lebensweise, als Krankheitsüberträger und Faktoren wie Nähe der Brutstätten zu menschlichen Siedlungen können Stechmücken dabei schon in geringer Population zur Plage werden. In Deutschland sind von den rund 40 endemischen Stechmückenarten vor allem die sogenannten Überschwemmungsmücken durch ihr massenhaftes Auftreten als Plage bedeutsam. Zu den in Deutschland bekämpften Arten zählen die Wiesen- und Auwaldmücken Aedimorphus vexans (früher Aedes vexans genannt) oder auch Rheinschnake und Ochlerotatus sticticus, aber auch Waldmücken (Waldschnaken) wie Ochlerotatus cantans, Aedes communis, Aedes rusticus, Ochlerotatus punctor. Daneben werden in Kooperation mit den Einwohnern auch die Gemeine Stechmücke und die Ringelmücke bekämpft. Besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus invasiven Arten wie der Asiatischen Tigermücke, der Asiatischen Buschmücke und der endemischen Anopheles plumbeus, da alle drei mögliche Überträger endemischer Infektionskrankheiten sind.

Infektionskrankheiten[Bearbeiten]

Stechmücken als Krankheitsüberträger begleiten die Menschheitsgeschichte und haben selbst zu Veränderungen der menschlichen DNA geführt (siehe auch Malaria: Genetische Mutationen und Bedeutung in der Menschheitsgeschichte). Stechmücken werden zu Krankheitsüberträgern durch Eigeninfektion, wobei ein und dieselbe Stechmückenart zugleich Überträger verschiedener Krankheiten sein kann, umgekehrt aber auch verschiedene Stechmückenarten ein und dieselbe Krankheit, wie zum Beispiel das West-Nil-Virus übertragen können. Das macht eine genetische Kontrolle und Bekämpfung in Stechmücken durch die Vielfalt der parasitären Erreger, neben den allgemeinen Problemen der Herstellung effektiver Impfstoffe, äußerst problematisch, sodass bis heute Kontrolle, Prophylaxe und Bekämpfung der Stechmückenpopulationen durch Umweltmanagement, natürliche, physische und biologische Methoden unabdingbar sind. Zu den schlimmsten durch Stechmücken übertragenen Krankheiten zählen die Malaria, das Denguefieber und die durch das West-Nil-Virus verursachten Krankheitsbilder von Enzephalitis und Meningitis. Allen drei Krankheiten ist endemiologisch gemeinsam, dass gut ein Drittel der Weltbevölkerung diesem Problem ausgesetzt sind, in zumeist deckungsgleichen Regionen. Das West-Nil-Virus ist als invasive Infektionskrankheit heute auch in den Vereinigten Staaten präsent.[9] In Deutschland gibt es bisher keine epidemiologische Relevanz für Stechmücken als Krankheitsüberträger, gleichwohl kann es vereinzelt zur Übertragung von Infektionskrankheiten kommen.

Auswahl von durch Stechmücken auf den Menschen übertragenen Krankheiten oder Erreger und ihre endemischen Verbreitungsgebiete:

Viele der angeführten Krankheiten, vor allem auslösende Viren infizieren darüber hinaus andere Wirbeltierarten, seien es Wild-, Haus-, oder Nutztiere, und besitzen häufig ihr Erregerreservoir in diesen. Für die Plasmodien als Erreger der Malaria hingegen stellt der Mensch selbst das Erregerreservoir dar. Das Rifttalfieber betrifft vor allem Wiederkäuer, kann aber durch Stechmücken epidemisch auf den Menschen übertragen werden.

Die Malaria war auch in Deutschland bis Anfang des 20. Jahrhunderts endemisch verbreitet und wurde in Norddeutschland als Marschenfieber und in anderen Regionen auch als Sumpffieber bezeichnet.

Zu den von Stechmücken auf Tiere übertragenen Erregern und Erkrankungen zählen unter anderem:

Prophylaxe[Bearbeiten]

→ Zu vorbeugenden Maßnahmen für Malaria siehe Hauptartikel Malariaprophylaxe
→ Zur vorbeugenden Maßnahmen für Denguefieber siehe Hauptartikel Vorbeugung Denguefieber

Maßnahmen zur persönlichen und häuslichen Vorbeugung fließen in Konzepte der Stechmückenkontrolle und -Bekämpfung ein, wobei sie Gegenstand von Aufklärung der Bevölkerung bei gleichzeitiger Einschätzung ihrer Durchführbarkeit sein müssen. So sind Anschaffung und regelmäßige Nachimprägnierung mit Insektiziden von Mückennetzen als vorbeugende Maßnahme zwar sinnvoll, können aber bspw. in vielen Zonen Afrikas von der Bevölkerung nicht erworben werden oder die Nachimprägnierung wird aus Kostengründen unterlassen.[10] In den Bereich prophylaktischer Maßnahmen fallen:

  • Verhaltensmaßregeln
  • Kleidung
  • Moskitonetze
  • Fliegengitter
  • Ventilatoren
  • Repellentien
  • aber auch die Kontrolle von möglichen Brutplätzen wie Reifen, Tonnen, Baumhöhlen im Wohnumfeld
  • Brauchwasserentsorgung
  • Problembewusstsein

Kontrolle[Bearbeiten]

Entwässerung eines Sees im Süden der Vereinigten Staaten im Kampf gegen Anophelesmücken

In Anlehnung an die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung ‚Integrierte Plagekontrolle‘ (Integrated Pest Management, IPM) macht es sich die moderne Stechmückenkontrolle und -Bekämpfung zur Aufgabe, nachhaltige und umweltgerechte Prozesse zur Anwendung zu bringen, die so weit wie möglich auf den Einsatz von Pestiziden und Chemikalien verzichtet, nicht auf die Ausrottung von Stechmücken, sondern auf eine den örtlichen Gegebenheiten angepasste Strategie setzt, um die Stechmückenpopulation zu begrenzen und schädliche Folgen abzuwehren. Für diesen Ansatz werden im englischen Sprachraum neben der erwähnten ‚Integrierten Plagekontrolle‘ die Bezeichnungen ‚Integrierter Stechmückenkontrolle‘ (Integrated Mosquito Management, IMM) und ‚Integrierte Vektorkontrolle‘ (Integrated Vector Management, IVM) verwendet.[2]

Die Ausarbeitung und Umsetzung von Konzepten zur Bekämpfung, sowie deren regelmäßige Überprüfung, geschieht unter Einbeziehung insbesondere von

  • fortschreitendem Verständnis von Lebensweise und Lebenszyklus sowie der Populationsdynamik
  • Plageanalyse
  • artenabgestimmter Bekämpfung, siehe Beispiel Rheinschnaken, Aedes taeniorhynchus, Aedes sollicitans
  • Verbesserung der Kartographie, heute auch mit Geodaten und Geoinformationssystemen
  • hydrologischen Daten
  • fortlaufend begleitender Forschung, um Resistenzen zu vermeiden oder zu begegnen und neue artspezifische Angriffspunkte zu entdecken oder neue Methoden zur Bekämpfung für bekannte Schwächen von Stechmücken zu entwickeln
  • Überwachung der klimatischen Bedingungen
  • fortlaufender Bestandsüberwachung der Populationen im Larven- und adulten Stadium durch Proben oder Fallen
  • Kooperation und Integration von lokalen und regionalen sowie staatlichen Einrichtungen
  • wasserbaulichen Möglichkeiten zur Brutstättenbeeinflussung durch Wasserregulierung
  • Möglichkeiten zur Ausbringung natürlicher Feinde
  • Fortbildung der Bevölkerung
  • Auswirkungen auf das Ökosystem
  • wirtschaftlichen Auswirkungen und ökonomischer Spielraum der Sozialgemeinschaften
  • Möglichkeiten vorbeugender Maßnahmen im Wohnumfeld
  • technischen Ressourcen, zum Beispiel der Möglichkeit von flugunterstützter Bekämpfung und Humanressourcen
  • Einbindung des öffentlichen und privaten Gesundheitswesens

Viele Daten müssen im Alltag fortlaufend erhoben werden, um im Rahmen des Umsetzungskonzeptes effektive Entscheidungen treffen zu können.

→ Siehe auch Schnakenbekämpfung am Oberrhein

Bekämpfungsmethoden[Bearbeiten]

Die Nomenklatur und Terminologie zur sprachlichen Einordnung der Methoden ist nicht eindeutig. In der Fachliteratur können so die hier unter biologischen eingeordneten Methoden unter chemischen zu finden sein, wie auch natürliche unter biologischen klassifiziert werden.[11]

Besprengung von Mückenbrutplätzen mit Saprol in einem Wald bei Hamburg. (Aufnahme von Mühlens)[12]

Natürliche oder naturnahe Bekämpfung und Umweltmanagement[Bearbeiten]

Zu den natürlichen Bekämpfungsmethoden zählen insbesondere die Bestandswahrung oder auch Vermehrung natürlicher Fressfeinde, unter anderen Insektenarten wie Libellen (Odonata), Rückenschwimmer (Notonectidae), der Schwimmkäfer (Dytiscidae), einiger Wasserfreund- (Hydrophilidae) sowie Wasserfloharten (Cyclopidae) oder Amphibien. Diese Maßnahmen fließen in ein Umweltmanagement ein, zu dem auch die Umwandlung von Überschwemmungsflächen in Dauergewässer mit einhergehendem Fischbesatz, zum Beispiel Koboldkärpfling, Mittelmeerkärpflinge und Graskarpfen, gehört. Auch wasserbauliche Maßnahmen, wie die Verbindung von Überschwemmungsflächen mit Dauergewässern oder eine Verbesserung der Abflussgräben zur früheren Entwässerung können zu Maßnahmen gehören, um Larven und Puppen Fressfeinden auszusetzen oder den Entwicklungszyklus der Stechmücken zu unterbrechen. In Florida beispielsweise gehört dazu die gesteuerte Überschwemmung und Entwässerung von Salzwiesen.[13] Im Lebensraum vieler Stechmückenarten wie der Gemeinen Stechmücke können auch prophylaktische Maßnahmen wie Entleerung oder Abdeckung von Regentonnen und sonstigen Wassersammelstätten ein wirksames Mittel zur Begrenzung der Stechmückenpopulationen sein.[14] Kombinierte Methoden bestehend aus naturnaher Bekämpfung mit natürlichen Fressfeinden unter begleitendem Einsatz von Larviziden werden derzeit weltweit getestet.[15][16]

Weiterhin gehört die Trockenlegung von Feuchtgebieten beispielsweise durch Absenkung des Grundwasserspiegels seit dem Altertum zu den Maßnahmen, die häufig primär andere Ziele, wie Acker- und Siedlungsflächengewinnung hatten. Ein Beispiel ist die Begradigung des Oberlaufs des Rheins durch Johann Gottfried Tulla, deren sekundäres Ziel die Verminderung des Sumpffiebers, so der deutsche Ausdruck für die Malaria, war. Die Trockenlegung ist heute in vielen Ländern angesichts der ökologisch wertvollen Funktion vieler Feuchtgebiete zumeist ausgeschlossen, vor allem wenn diese als Feuchtbiotope unter Schutz stehen.

Chemische Bekämpfung[Bearbeiten]

Die chemische Bekämpfung wird sowohl gegen fliegende Stechmücken als auch gegen Larven eingesetzt. Historisch sind Mittel wie das Floria-Insektizid und vor allem DDT bedeutsam. DDT ist heute jedoch nur noch in Ausnahmefällen und außerhalb von Europa gemäß dem Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe einsetzbar und wird vor allem zum Besprühen von Hauswänden verwendet, da sich Stechmücken zwischen Blutmahlzeiten auf Wände absetzen.[17] In Deutschland kam kurzfristig das Insektizid Fenethcarb[18] zum Einsatz. Daneben wurde über einen Einsatz des Organophosphats Temefos[19] nachgedacht.[20] Zur Klasse der Organophosphate gehören auch Produkte basierend auf Malathion, welche unter anderen Produkten im Kampf gegen Stechmücken auf Fire Island zum Einsatz kommen.[21]

Viele chemische Wirkstoffe erzeugen zudem Resistenzen, die eine höhere Wirkstoffausbringung oder neue Wirkstoffe verlangen, deren Entwicklung kosten- und zeitintensiv ist. Der größte Nachteil vieler chemischer Bekämpfungsmittel liegt jedoch in ihrer mangelnden artspezifischen Sensitivität, sie können also in nicht unerheblicher Weise andere Arten schädigen und teilweise durch Schadstoffanreicherung (POP) zu unabsehbaren Langzeitfolgen auch für den Menschen selbst führen.[22]

Neben den bereits angeführten Wirkstoffen kommen heute Juvenilhormone wie Methopren, Pyriproxyfen und Fenoxycarb zum Einsatz, welche die Wachstumsschritte der Larven und Puppen zur Imago unterbinden, indem sie dem Häutungshormon entgegenwirken.[23][21]

Wirkstoffe wie Pyrethroid, Icaridin und Diethyltoluamid (DEET) werden in Repellentien und Fliegen- und Moskitonetzen zur vorbeugenden Abwehr und Bekämpfung von adulten Stechmücken eingesetzt.

Physikalische Bekämpfung[Bearbeiten]

Im eigentlichen Sinne physikalisch ist seit Jahrhunderten die Ausbringung eines Ölfilms auf der Wasseroberfläche bekannt, welcher das Atmungsorgan der Larven verschließt und damit zur Abtötung durch Sauerstoffmangel führt. Nur einige Larven im vierten Stadium kurz vor der Verpuppung werden von dieser Bekämpfungsmethode erfasst, da Larven vor allem ihren Sauerstoffbedarf durch Hautatmung aus dem Wasser selbst decken. Vor gut einhundert Jahren wurden in Deutschland wie anderen Ländern Petroleumderivate (Saprol) dafür verwendet. Eine ökologisch verträglichere Variante in Form von Liparol,[24] einem biologisch abbaubaren Phospholipid, hier Sojalecithin mit Paraffinzusatz als Filmmittel, wurde in Ablösung der ökologisch unvertretbaren chemischen Bekämpfung ab 1976 bis Anfang der 1980er Jahre verwendet. Ein wesentliches Problem der Bekämpfung, abseits der begleitenden Nebenwirkungen auf Flora und Fauna ist das vergleichsweise kurze Puppenstadium, welches zumeist nicht mehr als drei oder vier Tage andauert, was eine intensive Kontrolle der Larvenentwicklung notwendig macht, um rechtzeitig zu Beginn des Puppenstadiums und mit Aussicht auf Erfolg einzugreifen.

Derzeit wird im Zusammenhang der physikalischen Bekämpfung über effektivere Fallen in und im Umfeld menschlicher Siedlungen geforscht, die durch synthetische, den menschlichen nachempfundene Geruchsstoffe attraktiver für Stechmücken als der Mensch selbst werden sollen. Erste Erfolge damit wurden in Freilandversuchen in Tansania nachgewiesen. Die Duftstoffe basieren dabei auf Mischungen aus Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren, die mit Kohlendioxid und Wärme verbunden, ausgeströmt werden.[25] Zur Kontrolle der Population sowie der Bekämpfung kommen entsprechende Kohlendioxid-Fallen seit Beginn des 21. Jahrhunderts im Freiland zum Einsatz.[26]

Biologische Bekämpfung[Bearbeiten]

Unter biologischer Bekämpfung versteht man die Verwendung von Produkten auf der Basis abgetöteter Bakterien, wobei weltweit meist die Variante israelensis des Bacillus thuringiensis zum Einsatz kommt, der Bacillus thuringiensis israelensis (B.t.i).[27] Diese wirkt weitestgehend artspezifisch auf Larven (Larvizid) aller Arten von Stechmücken sowie Kriebelmücken, was insbesondere auch in Afrika bei der Bekämpfung des Fadenwurms Onchocerca volvulus bedeutsam ist.[28] Darüber hinaus wurde auch für Bacillus sphaericus eine eingeschränkte Wirksamkeit auf einige Larvenarten von Stechmücken nachgewiesen, unter anderem auf die Culex- und einige Aedes- und Anophelesarten.[29]

Seit dem Jahr 2000 sind Resistenzen von Stechmückenlarven gegen Präparate basierend auf Bacillus sphaericus bekannt und in Syracuse, im Bundesstaat New York, wurde Resistenz von Culex pipiens für Bacillus thuringiensis israelensis nachgewiesen.[30] Seitdem wird im Rahmen des Resistenzmanagements untersucht, wie Resistenzen verhindert oder auch durch genmanipulierte Bakterien, die eine Kombination von toxischen Proteinkristallen erzeugen, umgangen werden kann, um eine der historisch erfolgreichsten Methoden der Stechmückenbekämpfung wirksam zu halten.[31]

Die Präparate wirken erst im Verdauungstrakt der Larven. Durch ein den Larven eigenes Verdauungsenzym wird ein im Präparat vorhandener kristalliner Eiweißkörper umgewandelt und die entstehenden Abbauprodukte zersetzen den Verdauungstrakt der Larve selbst, siehe auch Porenbildende Toxine, Bt-Toxine. Erst im Zusammenspiel mit dem Stoffwechsel der Larve selbst entfaltet sich also die giftige, tödliche Wirkung.[32] Die begleitende Forschung setzt sich seit der Einbringung proteinenzymatischer Wirkstoffe auch immer wieder mit möglichen negativen ökologischen Auswirkungen, hier vor allem der entomopathogenen Wirkung auf andere Insektenarten,[27] auseinander; sowohl im Labor als auch im Freilandeinsatz. Fallstudien außerhalb der Entomologie, zum Beispiel der Einfluss auf Fische und Amphibien, sind dagegen nach wie vor spärlich. Hier mangelt es insbesondere an Langzeitstudien zu Auswirkungen von Bekämpfungsmaßnahmen auf Nahrungsketten, ein Problem, das jedoch intrinsisch mit der Frage nach der Berechtigung zur Bekämpfung von Plagen auftaucht, unabhängig von der Methode, und damit auch ethische Fragen im Sinne einer Güterabwägung berührt.[33]

Mit Spinosad wurde in den Vereinigten Staaten 2011 ein neues biologisches Mittel bakteriellen Ursprungs zur Bekämpfung von Insekten zugelassen, das auch gegen Stechmücken insbesondere bei Resistenzproblemen eingesetzt wird. Israelische Wissenschaftler berichten von einem erfolgreichen Einsatz gegen adulte Stechmücken, einem auf Spinosad basierenden Adultizid, das durch natürliche Nahrungsaufnahme mit dem Pflanzennektar durch die Stechmücken aufgenommen wird.[34][35]

Genetische Bekämpfung[Bearbeiten]

Ideen zur indirekten genetischen oder fortpflanzungsbezogenen Bekämpfung tauchten schon als alternative Idee zur chemischen Bekämpfung Mitte der 1970er Jahre auf. So wurde damals über die Hormonausbringung nachgedacht, um die männlichen Stechmücken steril zu machen und an der Fortpflanzung zu hindern. In diesem Sinne wird auch die Sterile-Insekten-Technik eingesetzt, bei der männliche Individuen durch Strahlung oder andere Methoden unfruchtbar gemacht und dann ins Freiland entlassen werden. Mit dem Fortschreiten der Forschung werden heute Methoden der direkten genetischen Manipulation erforscht.[36][37] Neben Forschungen zur Unfruchtbarkeit wird zur genetischen Immunität gegenüber Krankheitserregern geforscht, da die Übertragung vieler Krankheitserreger durch Stechmücken eine Eigeninfektion und Reproduktion der Krankheitserreger in der Stechmücke als Wirt voraussetzt. Das Ziel dieser Forschung ist es, die Stechmücken selbst resistent gegen die Krankheitserreger zu machen, nicht jedoch deren Fortpflanzung selbst zu beeinträchtigen, um den ökologischen Eingriff zu minimieren. Forschungen auf diesem Gebiet hängen eng mit der menschlichen Impfstoffentwicklung gegen Krankheitserreger wie Plasmodien im Falle der Malaria zusammen. 2002 wurden so die Genomsequenzen von Plasmodium falciparum und Anopheles gambiae vorgestellt.[38] In der Praxis spielen jedoch nur natürliche, chemische und biologische Bekämpfungsmethoden eine Rolle, häufig zugleich eine Kombination verschiedener Maßnahmen, da genetische Methoden bisher nicht über das Versuchsstadium hinausgelangt sind.

Kontroll- und Bekämpfungsgebiete (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Malaria Fact Sheet. World Health Organization. 2010.
  • N. Becker, D. Petric, M. Zgomba, C. Boase, M. Madon, C. Dahl, A. Kaiser: Mosquitos and Their Control. 2. Auflage, Springer, Berlin/ London 2010, ISBN 978-3-540-92873-7.
  • D. E. Impoinvil, S. Ahmad, A. Troyo, et al.: Comparison of mosquito control programs in seven urban sites in Africa, the Middle East, and the Americas. In: Health Policy. Oktober 2007, Bd. 82, Nr. 2-3, S. 196–212.
  • L. A. Lacey: Bacillus thuringiensis serovariety israelensis and Bacillus sphaericus for mosquito control. In: Journal of the American Mosquito Control Association. (J Am Mosq Assoc) Bd. 23, Supplement 2, 2007, S. 133–163.
  • L. A. Lacey, R. W. Merrit: The Safety of Bacterial Microbial Agents used for Black Fly and Mosquito Control Lacey. In: Heikki M. T. Hokkanen, Ann E. Hajek (Hrsg.): Assessment of Environmental Safety of Biological Insecticides. Kluwer Academic, Dordrecht NL/ Boston 2003, ISBN 1-4020-0813-9.
  • G. Patterson: The Mosquito Wars: A History of Mosquito Control in Florida. University Press of Florida, Gainesville FL 2004, ISBN 0-8130-2720-9.
  • Kathleen Walker: A Review of Control Methods for African Malaria Vectors. (= EHP Activity Report 108). Washington DC 2002 (PDF-Datei).
  • George Whitaker Ware: The Pesticide Book. 4th edition, Thomson Publications, Fresno CAL 1994, ISBN 978-0-913702-58-1.
  • N. Becker, P. Glaser, H. Magin: Biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein. Festschrift. 20 Jahre Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage. 1996, ISBN 3-00-000584-6.
  • M. K. Dalitz: Autochthone Malaria im mitteldeutschen Raum. Dissertation. Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 2005.
  • U. Fillinger: Faunistische und ökotoxikologische Untersuchungen mit B.t.i. an Dipteren der nördlichen Oberrheinauen unter besonderer Berücksichtigung der Verbreitung und Phänologie einheimischer Zuckmückenarten (Chironomidae). Dissertation. Univ. Heidelberg, 1999.
  • J. Lange: Zur Geschichte des Gewässerschutzes am Ober- und Hochrhein. Eine Fallstudie zur Umwelt- und Biologiegeschichte. Dissertation. Freiburg 2002.
  • R. Leiner: Erfassung und Modellierung der räumlichen und zeitlichen Überschwemmungsflächendynamik in Flussauen am Beispiel des nördlichen Oberrheins. Dissertation. Heidelberg 2002.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Unterschriftenaktion gegen die Kühkopf-Tabuzone. In: Internetausgabe Darmstädter Echo. 12. November 2010.
  2. a b C. R. Connelly, D. B. Carlson (Hrsg.): Florida Coordinating Council on Mosquito Control. Florida Mosquito Control: The state of the mission as defined by mosquito controllers, regulators, and environmental managers. University of Florida, Institute of Food and Agricultural Sciences, Florida Medical Entomology Laboratory, Vero Beach, FL 2009, S. 20.
  3. Malaria. In: Deutsches Kolonial-Lexikon.
  4. Vereinssatzung der KABS
  5. Georg Büchner: Leonce und Lena. Zweiter Akt, 4. Szene.
  6. Johann Wolfgang von Goethe: Dichtung und Wahrheit. Elftes Buch.
  7. The World Health Report 1999: Making a difference. WHO, 1999, ISBN 92-4-156194-7, S. 53f.
  8. Manual on Environmental Management for Mosquito Control with special emphasis on malaria vectors. WHO, Geneva 1982, ISBN 92-4-170066-1.
  9. Elke Binder: West-Nil-Virus forderte schon 1000 Todesopfer. In: welt.de. 31. Juli 2007, abgerufen am 22. Februar 2012.
  10. The World Health Report 1999: Making a difference. WHO, 1999, ISBN 92-4-156194-7, S. 51.
  11. C. R. Connelly, D. B. Carlson (Hrsg.): Florida Coordinating Council on Mosquito Control. (PDF; 1,3 MB) Florida Mosquito Control: The state of the mission as defined by mosquito controllers, regulators, and environmental managers. University of Florida, Institute of Food and Agricultural Sciences, Florida Medical Entomology Laboratory, Vero Beach, FL 2009.
  12. Deutsches Koloniallexikon Tafel 121
  13. C. R. Connelly, D. B. Carlson (Hrsg.): Florida Coordinating Council on Mosquito Control. (PDF; 1,3 MB) Florida Mosquito Control: The state of the mission as defined by mosquito controllers, regulators, and environmental managers. University of Florida, Institute of Food and Agricultural Sciences, Florida Medical Entomology Laboratory, Vero Beach, FL 2009, S. 40.
  14. C. R. Connelly, D. B. Carlson (Hrsg.): Florida Coordinating Council on Mosquito Control. (PDF; 1,3 MB) Florida Mosquito Control: The state of the mission as defined by mosquito controllers, regulators, and environmental managers. University of Florida, Institute of Food and Agricultural Sciences, Florida Medical Entomology Laboratory, Vero Beach, FL 2009, S. 38–48.
  15.  Alvine Larissa Meyabeme Elono, Matthias Liess, Sabine Duquesne: Influence of competing and predatory invertebrate taxa on larval populations of mosquitoes in temporary ponds of wetland areas in Germany. In: Journal of Vector Ecology. Bd. 35, Nr. 2, Blackwell Publishing, 2010, ISSN 1948-7134, S. 419–427 (online, abgerufen am 21. Juli 2013).
  16. Geschäftsbericht 2011: Wasserflöhe vertreiben Stechmücken. helmholtz.de, abgerufen am 21. Juli 2013.
  17. DDT Information System launched by UNEP, WHO and the Secretariat of the Stockholm Convention
  18. EU Patent
  19. MeSH Descriptor Data
  20. Förmlich aufgefressen. In: Der Spiegel. 18/1976.
  21. a b J. Banck: Mosquito Effort
  22. N. Becker, D. Petric, M. Zgomba, C. Boase, M. Madon, C. Dahl, A. Kaiser: Mosquitos and Their Control. 2. Auflage. 2010, S. 441–475.
  23. B. L. Blagburn, D. S. Lindsay: Ectoparasiticides. In: H. R. Adams (Hrsg.): Veterinary Pharmacology and Therapeutics. 8. Edition. Iowa State University Press, Ames (USA) 2001, ISBN 0-8138-1743-9, S. 1017–1039.
  24. W. Schnettler, S. Engler: Oberflächenfilme zur Bekämpfung von Stechmücken. In: E. Döhring, I. Inglisch (Hrsg.): Probleme der Insekten- und Zeckenbekämpfung. 1978, S. 115–121.
  25. F. O. Okumu, G. F. Killeen, S. Ogoma, L. Biswaro, R. C. Smallegange, E. Mbeyela, E. Titus, C. Munk, H. Ngonyani, W. Takken, H. Mshinda, W. R. Mukabana, S. J. Moore: Rénia, Laurent. ed. Development and Field Evaluation of a Synthetic Mosquito Lure That is More Attractive than Humans. In: PLoS ONE. 5 (1)2010, S. e8951.
  26. M. Geier, O. Bosch, B. Steib, A. M. Rose, J. Boeckh: Odour-Guided Host Finding of Mosquitoes: Identification of New Attractants on Human Skin. 4th International Conference on Urban pests. (Oral Presentation). 2002. PDF
  27. a b P. Boonserm, P. Davis, D. J. Ellar, J. Li: Crystal Structure of the Mosquito-larvicidal Toxin Cry4Ba and Its Biological Implications. In: J. Mol. Biol. 348 (2005), S. 363–382.
  28. WHO Onchocerciasis Control Programme in West Africa (OCP)
  29. L. A. Lacey, R. W. Merrit: The Safety of Bacterial Microbial Agents used for Black Fly and Mosquito Control Lacey. In: H. Hokkanen, A. Hajek (Hrsg.): Assessment of Environmental Safety of Biological Insecticides. Dordrecht, Netherlands 2003, S. 2.
  30. A. Paul, C. L. Harrington, L. Zhang, J. G. Scott: Insecticide resistance in Culex pipiens from New York. In: J Am Mosq Assoc. 21 (2005), S. 305–309.
  31. M. C. Wirth, W. E. Walton, B. A. Federici: Inheritance patterns, dominance, stability and allelism of insecticide resistance and cross-resistance in two colonies of Culex quinquefasciatus (Diptera: Culicidae) selected with Cry-toxins from Bacillus thuringiensis subsp. israelensis. In: Journal of Medical Entomology. 47 (2010), S. 814–822.
  32. E. Scholl: Erarbeitung von Richtlinien für die integrierte Schädlingsbekämpfung im nichtagrarischen Bereich (außer Holzschädlinge). Umweltforschungsplan des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - Umweltgerechte(r) Schädlingsbekämpfung und Pflanzenschutz - Forschungsbericht 126 06 011 UBA I 4. Juli 1995.
  33. L. A. Lacey, R. W. Merrit: The Safety of Bacterial Microbial Agents used for Black Fly and Mosquito Control Lacey. In: H. Hokkanen and A. Hajek (Hrsg.): Assessment of Environmental Safety of Biological Insecticides. Dordrecht, Netherlands 2003.
  34. D. McNeil, Jr.:Brewing Up Double-Edged Delicacies for Mosquitoes. In: New York Times. 26. September 2011.
  35. Spinosad. in der engl. Wikipedia
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