Steenvoorde

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Steenvoorde
Wappen von Steenvoorde
Steenvoorde (Frankreich)
Steenvoorde
Region Nord-Pas-de-Calais
Département Nord
Arrondissement Dunkerque
Kanton Steenvoorde
Gemeindeverband Pays des Géants.
Koordinaten 50° 49′ N, 2° 35′ O50.8111111111112.5813888888889Koordinaten: 50° 49′ N, 2° 35′ O
Höhe 8–67 m
Fläche 29,82 km²
Einwohner 4.071 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 137 Einw./km²
Postleitzahl 59114
INSEE-Code

Kirche St. Peter
.

Steenvoorde, westflämisch Stêenvôorde, ist eine französische Gemeinde mit 4071 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Nord in der Region Nord-Pas-de-Calais. Sie gehört zum Arrondissement Dunkerque, ist Hauptort des Kantons Steenvoorde und Sitz des Gemeindeverbandes Pays des Géants. In Steenvoorde wird noch Westflämisch gesprochen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Steenvoorde im Arrondissement Dunkerque

Die Kleinstadt Steenvoorde liegt in Französisch-Flandern im äußersten Norden Frankreichs, etwa 30 Kilometer südöstlich von Dunkerque und 35 Kilometer nordwestlich von Lille. Im Nordosten grenzt das Gemeindegebiet an Belgien (Gemeinde Poperinge). Das überwiegend flache Gebiet der Gemeinde wird von einigen Bächen durchflossen, die über die Ey Becque in Richtung Norden zur Yser entwässern.

Neben dem geschlossenen Siedlungsbild des Kernortes liegen im Gemeindegebiet von Steenvoorde die Ortsteile Le Riveld und Saint-Laurent sowie zahlreiche verstreute Einzelhöfe.

Nachbargemeinden von Steenvoorde sind Winnezeele im Norden, Poperinge im Nordosten, Godewaersvelde im Osten, Eecke im Süden, Saint-Sylvestre-Cappel im Südwesten, Terdeghem und Cassel im Westen sowie Oudezeele im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 3663 3761 3879 4021 4010 4025 3987

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kirche St. Peter aus dem 17. Jahrhundert
  • Ehemaliges Pfarrhaus aus dem Jahr 1664, registriert als Monument historique[1]
  • Moulin du nord / Nordmeulen, eine aus dem 16. Jahrhundert stammende Holländerwindmühle, registriert als Monument historique[2]
  • Moulin du sud / Drievenmeulen, eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Holländerwindmühle, registriert als Monument historique[3]

Folklore und Karneval[Bearbeiten]

Festival der Riesen 2006
Blédina-Werk Steenvoorde

In Steenvoorde gibt es wie in anderen Städten Nordfrankreichs und Belgiens die Tradition der Riesen-Prozession (Géants). Die Riesen sieht man zur Karnevalszeit, am letzten Wochenende im April und bei vielen anderen regionalen Festen. 2006 fand in Steenvoorde das Europäische Festival der Riesen statt. Seit 2005 werden die Aufführungen von der UNESCO unter dem Titel Prozessionen der Riesen und Drachen aus Belgien und Frankreich als Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Zu den größten Unternehmen in Steenvoorde[4] gehören

  • Blédina, ein Hersteller von Babynahrung im Konzern Danone
  • der Kühlschrank- und Kühlsystemehersteller Conhexa
  • Spinnerei Textile des Dunes
  • Druckerei Nord'Imprim

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet von Steenvoorde führt die Autoroute A25 von Dunkerque nach Lille (mit einem Anschluss östlich des Ortskerns). Gekreuzt wird sie von der Fernstraße von Saint-Omer über Steenvoorde nach Ypern in Belgien.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Michel Spanneut (* 6. November 1919 in Steenvoorde), französischer Altkirchenhistoriker

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 12. Februar 2011 (französisch).
  2. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 12. Februar 2011 (französisch).
  3. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 12. Februar 2011 (französisch).
  4. mairie-steenvoorde.fr/entreprises. Abgerufen am 12. Februar 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steenvoorde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien