Stefan Birkner

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Stefan Birkner (2013)
Stefan Birkner während der Landtagswahl 2013, mit David McAllister, Stephan Weil, Stefan Wenzel (von links nach rechts)

Stefan Birkner (* 12. April 1973 in Münsterlingen, Schweiz) ist ein deutscher Politiker (FDP). Vom 18. Januar 2012 bis zum 19. Februar 2013 leitete er als Minister das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, zuvor war er dort seit Februar 2008 Staatssekretär unter Minister Hans-Heinrich Sander.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Birkner wuchs in Garbsen auf. Er besuchte die dortige Grundschule, die Orientierungsstufe Berenbostel und das Geschwister-Scholl-Gymnasium Berenbostel. Nach dem Abitur 1992 und dem Zivildienst bei der Sozial- und Diakoniestation Garbsen studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Hannover und wurde 2002 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit einer Arbeit zum Thema Die Durchfahrtsrechte von Handels- und Kriegsschiffen durch die türkischen Meerengen promoviert. 2001 bis 2003 absolvierte er sein Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Celle. Nach dem zweiten Staatsexamen 2003 war er persönlicher Referent des niedersächsischen Umweltministers Sander. Von Herbst 2003 bis November 2005 und von April 2007 bis Februar 2008 arbeitete er als Staatsanwalt und als Richter, zuletzt am Amtsgericht Neustadt am Rübenberge. In der Zwischenzeit war er an das Niedersächsische Umweltministerium abgeordnet und leitete dort das Büro des Ministers.[1]

Seit 1991 ist Birkner Mitglied der FDP. Von 2004 bis 2008 war er Generalsekretär des FDP-Landesverbandes Niedersachsen, seit 2007 Vorsitzender des FDP-Regionsverbandes Hannover. Im September 2011 folgte er Philipp Rösler im Amt des FDP-Landesvorsitzenden nach.[2][3]

Von 2006 bis 2008 engagierte sich Birkner in der Kommunalpolitik im Stadtrat von Garbsen. In den Niedersächsischen Landtag wurde er 2008 gewählt, legte aber sowohl sein Rats- als auch sein Landtagsmandat im Februar 2008 nieder, da er zum Staatssekretär berufen worden war.

Im Oktober 2011 gab der damalige niedersächsische Umweltminister Sander bekannt, dass er am 17. Januar 2012 als Minister zurücktreten werde. Am 18. Januar 2012 wurde Birkner vor dem Landtag als Nachfolger vereidigt. [4]

Bei der Landtagswahl 2013 verloren CDU und FDP ihre Regierungsmehrheit an SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Obwohl Birkner Spitzenkandidat der FDP war, übernahm er nach der Wahl nicht das Amt des Fraktionsvorsitzenden, sondern überließ diese Aufgabe dem bisherigen FDP-Fraktionschef Christian Dürr. [5]

Stefan Birkner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (GRÜNE) ist sein Schwager.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.umwelt.niedersachsen.de/master/C1525447_N11558_L20_D0_I598.html
  2. HAZ: Birkner folgt Rösler an Spitze der Niedersachsen-FDP, abgerufen am 26. September 2011.
  3. http://wolfenbuettelheute.de/stefan-birkner-ist-neuer-vorsitzender-der-fdp-niedersachsen/
  4. Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 18. Januar 2012
  5. NDR: Birkner übernimmt nicht Fraktionsvorsitz
  6. http://www.taz.de/FDP-Spitzenkandidat-in-Niedersachsen-/!99694/