Stefan Edberg

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Stefan Edberg Tennisspieler
Stefan Edberg
Nationalität: SchwedenSchweden Schweden
Geburtstag: 19. Januar 1966
Größe: 188 cm
Gewicht: 77 kg
1. Profisaison: 1983
Rücktritt: 1996
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Preisgeld: 20.630.941 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 806:270
Karrieretitel: 42
Höchste Platzierung: 1 (13. August 1990)
Wochen als Nr. 1: 72
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 283:153
Karrieretitel: 18
Höchste Platzierung: 1 (9. Juni 1986)
Wochen als Nr. 1: 15
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Stefan Edberg (* 19. Januar 1966 in Västervik) ist ein ehemaliger schwedischer Tennisspieler. Er gewann insgesamt 42 Turniere, davon 6 Grand-Slam-Turniere im Einzel und führte Anfang der 1990er für längere Zeit die Tennis-Weltrangliste an. Seit Januar 2014 ist er neben Severin Lüthi Trainer des 17-fachen Grand-Slam-Siegers Roger Federer.

Karriere[Bearbeiten]

Bis 1983: Große Erfolge als Nachwuchsspieler[Bearbeiten]

Stefan Edberg begann im Alter von sieben Jahren mit dem Tennissport. Mit 14 Jahren wurde er Junioren-Europameister im Einzel und im Doppel. Mit 16 verließ er die Schule, um Tennisprofi zu werden. 1982 wurde Edberg erneut Europameister im Einzel, dieses Mal in der Kategorie U-16. Im selben Jahr gewann der Schwede mit der Orange Bowl das wichtigste Junioren-Turnier der Welt. 1983 schaffte Edberg als Junior den Grand Slam; bis heute ist er der einzige, dem dies gelungen ist. Er gewann zunächst die French Open. Danach siegte er in Wimbledon, wo er in der 1. Runde Boris Becker schlug. Beim Juniorenturnier der US Open kam es dann zu einem tragischen Unfall: Ein harter Aufschlag Edbergs traf einen Linienrichter unglücklich in den Unterleib; der Mann stürzte vom Stuhl und zog sich auf dem Hartplatz einen Schädelbruch zu, an dessen Folgen er starb.[1] Edberg verkraftete den Unfall, gewann die US Open und anschließend noch die Australian Open, womit der Grand Slam perfekt war. 15 Monate später war Edberg bereits bei den Profis in den Top Ten.

Erste Profisaison 1984: Davis-Cup-Sieg und olympisches Gold[Bearbeiten]

1984 gewann Edberg u. a. den Demonstrationswettbewerb bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. Seine ersten ganz großen Profi-Erfolge feierte Edberg im Doppel an der Seite von Anders Järryd: Bei den US Open gewannen die beiden Schweden im Halbfinale gegen John McEnroe und Ian Fleming, scheitern anschließend jedoch im Finale. Im Davis Cup Finale 1984 gewannen Stefan Edberg und Järryd erneut gegen McEnroe und Fleming, damit holten die Schweden den Davis Cup.

1985: Erster Grand Slam als Profi und erneuter Sieg im Davis Cup[Bearbeiten]

1985 errang Edberg bei den Profis seinen ersten Grand-Slam-Titel, als er bei den Australian Open siegte. Herausragend dabei war sein Sieg gegen Lokalmatador Wally Masur, der bereits 2:0 in Sätze führte und im dritten Satz zwei Matchbälle hatte. Im Halbfinale setzte sich der damals 19-jährige Edberg in fünf Sätzen gegen Ivan Lendl durch. Bis heute gilt das Spiel als eines der Besten in der Tennis-Geschichte. Edberg gewann den fünften Satz mit 9:7. Im Finale ließ Stefan seinem Landsmann Mats Wilander keine Chance. Zwei Wochen später gewann Edberg mit Schweden erneut den Davis Cup. Dieses Mal triumphierten die Nordländer im Finale über Deutschland. Edberg gewann das alles entscheidende fünfte Spiel gegen Michael Westphal in vier Sätzen. Damit wurde er zum jüngsten Spieler der Geschichte, der ein entscheidendes fünftes Spiel in einem Davis Cup Finale gewonnen hatte.

1986: Nummer eins der Doppel-Weltrangliste[Bearbeiten]

Drei Wochen später, im Januar 1986, gewann Edberg mit Anders Järryd das Doppel-Masters. 1986 erreichte Edberg in 15 von 20 Turnieren das Halbfinale. Er feierte drei Turniersiege im Einzel und vier Turniersiege im Doppel. Am 9. Juni 1986 wurde Edberg erstmals die Nummer 1 in der Doppel-Weltrangliste. Zuvor hatte er bei den French Open mit Anders Järryd das Doppel-Finale erreicht, welches die beiden jedoch mit 12:14 im fünften Satz verloren. Am Ende des Jahres wiederholten Edberg und Järryd den Triumph im Doppel-Masters.

1987: Kampf um die Weltspitze gegen Ivan Lendl und Ende der Doppel-Ära mit Järryd[Bearbeiten]

1987 begann mit dem Gewinn der Australian Open. Im Finale besiegte er den späteren Wimbledon-Sieger Pat Cash. Neben dem Titel im Einzel gewann Edberg mit Anders Järryd auch die Doppelkonkurrenz. Das Turnier wurde damals letztmals in Kooyong auf Rasen ausgetragen. Bis zum Beginn der Sandplatz-Saison hatte Edberg eine Matchbilanz von 30:3, holte drei Turniersiege und stand bei einem weiteren Turnier im Finale. Edberg gewann 1987 insgesamt 7 Turniere im Einzel sowie 6 Turniere im Doppel. Im Laufe des Jahres entwickelte sich ein spannendes Duell um die Weltranglistenspitze, welches Ivan Lendl trotz Siege bei den French Open und den US Open sowie einer Finalteinnahme in Wimbledon nur knapp für sich entschied. Eine Verletzung während der Sandplatzsaison hatte Edberg wohl das Rennen um den ersten Platz in der Weltrangliste gekostet. Stefan scheiterte in Wimbledon und bei den US Open jeweils knapp im Halbfinale. Im Doppel ließ Edberg dagegen mit Anders Järryd einen weiteren Grand-Slam-Titel folgen, die beiden gewannen die Konkurrenz der US Open. Edberg und Järryd wurden später zum Doppelteam des Jahres gekürt. Im Dezember 1987 beendete Edberg allerdings seine erfolgreiche Doppelpartnerschaft mit Anders Järryd. Auslöser für die Trennung war, dass die Turnier-Veranstalter keine Rücksicht auf Edbergs Doppelbelastung nahmen. Bei den US Open wurde sein Einzel-Halbfinale gegen Mats Wilander auf 10:00 Uhr vorverlegt, obwohl Edberg tags zuvor im Doppel-Finale über fünf Sätze gehen musste und das Spiel erst im Tie-Break des fünften Satzes entschieden wurde. Edberg verlor das Einzel-Halbfinale und musste sich mit dem Titel im Doppel begnügen. Da sich solche problematischen Ansetzungen häuften, wollte sich Edberg fortan auf das Einzel konzentrieren. Das Jahr endete mit dem neuerlichen Sieg im Davis Cup, Schweden besiegte im Finale Indien mit 5:0.

1988 bis 1990: Sprung an die Weltspitze und Höhepunkt der Rivalität mit Boris Becker[Bearbeiten]

Stefan Edberg (2007)

Herausragend sind Edbergs Ergebnisse in Wimbledon, wo er zwischen 1988 und 1990 drei Mal in Folge das Finale erreichte, jeweils gegen Boris Becker. Die Duelle 1988 und 1990 konnte Edberg für sich entscheiden, 1989 unterlag er dem Deutschen. 1989 erreichte Edberg zum einzigen Mal das Finale der French Open, unterlag dort jedoch Michael Chang. Am 13. August 1990, nach seinem Sieg beim Super-9-Turnier in Cincinnati wurde Edberg erstmals die Nummer 1 der Weltrangliste und entthronte Ivan Lendl.

1991 bis 1996: Zwei Siege bei den US Open, Durststrecke und letzter großer Triumph[Bearbeiten]

1991 unterlag Edberg im Halbfinale von Wimbledon dem späteren Turniersieger Michael Stich knapp mit 6:4 6:7 6:7 6:7, wobei er kein einziges Mal seinen Aufschlag abgab. Im selben Jahr gewann Edberg die US-Open im Finale glatt in drei Sätzen gegen Jim Courier. Bis heute wird dieser Triumph als einer der souveränsten Grand-Slam-Erfolge aller Zeiten bezeichnet. Beim 6:2 6:4 6:0 konnte Courier nur sechs Spiele gewinnen. Bereits in den Ausscheidungsrunden hatte Edberg u. a. die Spitzenspieler Michael Chang, Javier Sánchez und Ivan Lendl glatt in drei Sätzen bezwungen. 1992 wiederholte Edberg seinen Erfolg in Flushing Meadows und bezwang den aufstrebenden Pete Sampras in vier Sätzen. Die beiden Titel auf dem Hartplatz von New York waren die einzigen Grand-Slam-Erfolge im Einzel für Edberg, die er nicht auf Rasen gewann (die Australian Open wurden bis 1988 auf Rasen ausgetragen).

1992 und 1993 erreichte Edberg jeweils das Finale der Australian Open, unterlag jedoch in beiden Spielen dem schlaggewaltigen Jim Courier. Seinen letzten bedeutenden Turniersieg im Einzel feierte Edberg 1992 am Hamburger Rotherbaum und beendete das Jahr als Nummer zwei der Welt. 1993 und 1994 erreichte er jeweils das Finale von Cincinnati und hielt sich auch ohne bedeutende Turniersiege weiter in den Top Ten. Ende des Jahres 1994 gewann er mit Schweden zum vierten Mal den Davis Cup.

Nachdem er das Jahr 1995 nur als Nummer 24 der Weltrangliste beendet hatte, gab Edberg bekannt, seine aktive Laufbahn nach der folgenden Saison beenden zu wollen. In seinem letzten Jahr auf der Tour fand er wieder Anschluss an die Weltspitze, beendete das Jahr auf Rang 14 und konnte gemeinsam mit dem Tschechen Petr Korda seinen letzten großen Triumph feiern: Den Sieg im Doppel-Finale der Australian Open 1996.

Karriereende 1996 und Heimkehr nach Schweden[Bearbeiten]

Nach der Saison 1996 beendete Edberg seine Karriere. Seine Preisgelder beliefen sich auf über 20 Mio. US-Dollar. Aufgrund seiner Verdienste für den Sport wurde er im Jahre 2004 in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen. Für seine Leistungen wurde er 1990 mit der Svenska-Dagbladet-Goldmedaille und als Europas Sportler des Jahres geehrt.

Im Jahre 2000 zog Edberg von London zurück nach Växjö in Schweden. Dort betreibt er ein Forstwirtschafts- und Immobilienunternehmen. Außerdem führt er eine in Stockholm angesiedelte Kapitalanlagegesellschaft. Deren Angebote waren zunächst speziell auf Sportler ausgerichtet, die Geld für die Zeit nach ihrer Karriere anlegen wollten.[2] Inzwischen hat sich das Unternehmen einer breiten Kundschaft geöffnet. Zudem gründete er die Stefan-Edberg-Stiftung. Sie vergibt Stipendien an schwedische Nachwuchsspieler.

Nach seinem Karriereende betrieb Edberg den Tennissport zunächst nur noch als Hobby, von gelegentlichen Schaukämpfen und seinem Engagement für die Nachwuchsarbeit abgesehen. Stattdessen versuchte er sich mit respektablem Erfolg in einem anderen Rückschlagspiel: Von 2006 an war er einige Jahre lang Teil der Erstliga-Mannschaft des Squashvereins von Växjö.[3]

2008: Rückkehr ins Rampenlicht - Die ATP Champions Tour[Bearbeiten]

Seit 2008 spielt Edberg bei Turnieren der ATP Champions Tour.[4] Sein Debüt feierte er mit einem Turniersieg in Paris gegen Sergi Bruguera. 2009 erreichte er die Finals der Turniere Algarve und London und er konnte das Turnier in Zürich im Jahr 2010 gewinnen. 2012 unterlag er im Finale von Zürich Carlos Moyá. Im März 2013 feierte er in Stockholm seinen dritten Turniersieg: Vor den Augen seines Idols Björn Borg schlug er John McEnroe im Finale mit 6:4 und 6:3.[5]

2014: Zusammenarbeit mit Roger Federer[Bearbeiten]

Am 27. Dezember 2013 gab der 17-fache Grand-Slam-Sieger Roger Federer bekannt, dass sein „Kindheitsidol“ Edberg ihn im kommenden Jahr neben Severin Lüthi coachen werde.[6]

Spielstil[Bearbeiten]

Als Spieler wurde Edberg vor allem durch sein spektakuläres und elegantes Serve-and-Volley-Spiel bekannt. Oft rückte er sogar unmittelbar nach dem 2. Aufschlag ans Netz vor, um dort den Punkt abzuschließen. Lange galt Edberg als der Spieler mit dem besten Volley der Welt. Auch Edbergs einhändige Rückhand, häufig als Slice gespielt, gilt bis heute als mustergültig. Edbergs Kick-Aufschläge zählten nicht zu den härtesten, allerdings zu den effektivsten auf der Tour. Mit seinem schwer zu returnierenden Service verschaffte sich der Schwede die nötige Zeit, um ans Netz vorzurücken. Dieser aggressive Spielstil verlangte Edberg enorme Beinarbeit und Fitness ab.

Edberg war auch für sein äußerst faires Auftreten auf dem Platz bekannt. Nicht weniger als fünf Mal (1988 bis 1990, 1992, 1995) wurde er mit der ATP Sportmanship Trophy ausgezeichnet, welche später seinen Namen erhielt.

Privates[Bearbeiten]

Edberg ist seit 1992 verheiratet, hat zwei Kinder und lebt auf einem Bauernhof in der Nähe von Växjö, Schweden.

Trivia[Bearbeiten]

  • Edbergs Frau Annette war zuvor mit dessen Rivalen Mats Wilander liiert.
  • Edberg ist seit seiner Kindheit Anhänger von Leeds United, drückt aber seit seiner Zeit in London auch dem Chelsea FC die Daumen[7].
  • Edberg ist Vorbild des Rekord-Weltranglistenersten Roger Federer[8].
  • Edbergs unverkennbarer Aufschlag war Vorlage für das Logo der Australian Open.

Größte sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Einzel (42)[Bearbeiten]

Turniersiege
Grand Slam (6 )
ATP-Weltmeisterschaft (1)
ATP Grand Prix Championship / Masters (8)
ATP Tour (26)
Olympische Spiele (1)
Siege nach Belag
Hartplatz (23)
Rasen (5)
Sand (3)
Teppich (11)

Grand-Slam-Siege[Bearbeiten]

ATP-Turniere[Bearbeiten]

  • Mailand, Italien: 1984
  • Los Angeles, USA: 1984
  • Memphis, USA: 1985
  • San Francisco, USA: 1985
  • Basel, Schweiz: 1985
  • Gstaad, Schweiz: 1986
  • Basel, Schweiz: 1986
  • Stockholm, Schweden: 1986
  • Memphis, USA: 1987
  • Rotterdam, Niederlande: 1987
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1987
  • Cincinnati, USA: 1987
  • Tokio (Indoor), Japan: 1987
  • Stockholm, Schweden: 1987
  • Rotterdam, Niederlande: 1988
  • Basel, Schweiz: 1988
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1989
  • Indian Wells, USA: 1990
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1990
  • Los Angeles, USA: 1990
  • Cincinnati, USA: 1990
  • Long Island, USA: 1990
  • Paris-Bercy, Frankreich: 1990
  • Stuttgart (Indoor), Deutschland: 1991
  • Tokio (Outdoor), Japan: 1991
  • Queens, England: 1991
  • Tokio (Indoor), Japan: 1991
  • Sydney, Australien: 1991
  • Hamburg, Deutschland: 1992
  • New Haven, USA: 1992
  • Madrid, Spanien: 1993
  • Doha, Katar: 1994
  • Stuttgart (Indoor), Deutschland: 1994
  • Washington, USA: 1994
  • Doha, Katar: 1995

Doppel[Bearbeiten]

(insgesamt 18 Turniersiege)

Mannschaft[Bearbeiten]

(insgesamt 7 Siege)

Auszeichnungen und Besonderheiten[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

  • Edberg ist der bisher einzige Tennisspieler, dem es gelang, als Nachwuchsspieler den "Junior Grand Slam" zu gewinnen (1983).

ATP-Rekorde und -Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Edberg und John McEnroe sind die einzigen Spieler, die seit Einführung der ATP-Weltrangliste sowohl im Einzel als auch im Doppel die Nummer eins der Welt waren.
  • Edberg ist einer der wenigen Spieler der Open Era, der sowohl im Einzel- als auch im Doppelwettbewerb mehrere Grand-Slam-Titel gewinnen konnte (sechs im Einzel und drei im Doppel). Neben ihm gelangen dies nur John McEnroe (sieben und neun), Jimmy Connors (acht und zwei) und Jewgeni Kafelnikow (zwei und vier).
  • Nur sieben Spieler nahmen an mehr Grand-Slam-Einzelfinals teil als Edberg.
  • Edberg ist seit Beginn der Open Era im Jahre 1968 einer von nur neun Spielern, die im Laufe ihrer Karriere an allen vier Grand-Slam-Finals teilnahmen. Er war nach Rod Laver, Ken Rosewall und Ivan Lendl der vierte Spieler, dem dies gelang.
  • Edberg schied im Laufe seiner Karriere nur vier Mal bereits in der ersten Runde eines Grand-Slam-Turniers aus.
  • Edberg ist der bisher einzige Spieler, der von der ATP sowohl als Spieler des Jahres (1990 und 1991) als auch als Doppelteam des Jahres (mit Anders Järryd 1986) ausgezeichnet wurde[9].
  • Edbergs Rekord-Teilnahme an 54 Grand-Slam-Turnieren in Folge wurde erst 2004 von Wayne Ferreira eingestellt[10].
  • Edberg ist einer der neun Spieler, denen es gelang, die Australian Open zweimal in Folge zu gewinnen (Der Rekord wurde 2013 von Novak Đoković gebrochen).
  • Edberg erreichte fünf Mal das Finale der Australian Open (Rekord inzwischen von Reger Federer eingestellt).
  • Edberg wurde fünf Mal mit dem ATP Sportsmanship Award für sein vorbildliches Verhalten auf dem Tennisplatz ausgezeichnet (1988–90, 1992 und 1995). Die Trophäe, deren Rekordsieger inzwischen Roger Federer ist, wurde dem Schweden zu Ehren 1996 in "Stefan Edberg Sportsmanship Award" umbenannt[9].
  • Zwischen 1988 und 1990 schafften es die Rivalen Stefan Edberg und Boris Becker als erste in der Open Era, drei Mal in Folge gegeneinander im Finale von Wimbledon anzutreten. Edberg entschied zwei der Finals für sich. 2008 stellten Roger Federer und Rafael Nadal diesen Rekord ein. Das vierte Finale in Folge für Edberg und Becker, der auch 1991 das Finale erreichte, verhinderte der spätere Turniersieger Michael Stich auf bemerkenswerte Weise, indem er Edberg im Halbfinale schlug, ohne diesem auch nur ein einziges Mal den Aufschlag abgenommen zu haben (Endergebnis 4:6 7:6 7:6 7:6 für Stich).

Davis Cup[Bearbeiten]

  • Edberg und sein schwedischer Doppelpartner Anders Järryd gewannen gegen Indien (Anand Amritraj und Vijay Amritraj) mit 21 Spielen die meisten je in einem Davis Cup-Satz gewonnenen Spiele (Endergebnis: 6:4, 6:3, 2:6, 21:19).[11]
  • Edberg nahm an sieben Davis Cup-Finals (vier Siege) teil, so oft wie kein anderer schwedischer Spieler.

Schweden[Bearbeiten]

  • 1990 wurde Edberg mit der seit 1925 verliehenen Svenska-Dagbladet-Goldmedaille als Schwedens Sportler des Jahres ausgezeichnet.
  • Insgesamt nahm Edberg an 16 Grand-Slam-Finals teil und stellte damit 1996 den schwedischen Rekord von Björn Borg (ebenfalls 16) ein. Während Borg alle Finals im Einzel erreichte (und elf davon gewann), spielte Edberg elf Einzel- und fünf Doppelfinals (und gewann insgesamt neun davon). 2008 stellte Jonas Björkman Borgs und Edbergs Rekord ein, als er sein 17. Grand-Slam-Finale erreichte (davon allerdings keines im Einzel, 15 im Doppel und zwei im Mixed-Wettbewerb).

Sonstige[Bearbeiten]

  • Auszeichnung als Europas Sportler des Jahres 1990.
  • Die Einzelbilanz gegen seinen langjährigen Doppelpartner Anders Järryd fällt mit 9-2 Siegen deutlich für Edberg aus.
  • Edberg und Boris Becker sind die einzigen Tennisspieler, die mit dem United Press International Athlete of the Year Award ausgezeichnet wurden.
  • Insgesamt führte Edberg die Tennis-Weltrangliste 72 Wochen lang an und beendete die Jahre 1990 und 1991 als Nummer eins der Welt.
  • 2004 wurde Edberg in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen.
  • Edberg war dafür bekannt, auch in schwierigen Phasen die Nerven zu bewahren. So konnte er viele Grand-Slam-Spiele noch für sich entscheiden, in denen er im fünften Satz bereits mit einem Break zurücklag. Beispiele sind das Wimbledon-Halbfinale von 1988 gegen Miloslav Mečíř, das Halbfinale der French Open 1989 gegen Boris Becker und das Finale von Wimbledon 1990 gegen Becker. Bei den US Open 1992 gelang Edberg dieses Kunststück in drei Spielen in Folge gegen Richard Krajicek, Ivan Lendl und Michael Chang.
  • Edberg war der unterlegene Spieler, als Michael Chang 1989 mit seinem Fünfsatz-Sieg im Finale der French Open den bis heute gültigen Rekord für den jüngsten Sieger eines Grand-Slam-Turniers aller Zeiten aufstellte. Chang schlug Edberg im Alter von nur 17 Jahren und 110 Tagen. Es war zugleich das einzige Mal, dass Edberg, der im letzten Satz bereits ein Break vorne lag, das Finale auf dem von ihm ungeliebten Sand in Paris erreichen konnte.
  • Edberg hat nach seinem Karriereende in seiner Heimat Schweden als Entwickler von Nordic-Walking Schuhen gearbeitet [12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tiroler Tageszeitung Online„Am schlimmsten war der Tag nach dem Unfall“ (Version vom 16. Februar 2013 im Webarchiv Archive.today)
  2. SPIEGEL ONLINE
  3. SVT.se
  4. Profil auf Champions Tour Homepage
  5. atpchampionstour.com
  6. Federer holt Ex-Profi Edberg ins Team. In: Spiegel Online, 27. Dezember 2013. 
  7. Telegraph
  8. rogerfederer.com
  9. a b atpworldtour.com
  10. http://www.powersharesseries.com/player.php?id=7
  11. http://www.daviscup.com/en/history/records.aspx
  12. http://www.togon.de/1_data/2_togon.htm

Weblinks[Bearbeiten]