Stefan Frey (Theaterwissenschaftler)

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Stefan Victor Peter Frey (* 24. Juli 1962 in Heilbronn) ist ein deutscher Theaterwissenschaftler, Regisseur, Operettenlibrettist und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Frey studierte von 1984 bis 1989 Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit einer Arbeit über Franz Lehár wurde er 1993 von Dieter Borchmeyer in Heidelberg promoviert.

Bereits während des Studiums machte er durch diverse Projekte auf der Studiobühne der Universität München, u.a. mit Veronica Ferres, auf sich aufmerksam. Er arbeitete an verschiedenen Theatern (Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Landestheater Tübingen), u.a. als Operettenregisseur (Inszenierung von Lehárs Paganini) und mit prominenten Schauspielern, etwa Sunnyi Melles.

Stefan Frey ist Gründer und Leiter des Theaters in der Tenne, Maierhöfen (u.a. Auszug aus Ägypten, Winnetous letzte Fahrt); Autor von Zeitungs-, Lexikon- und Programmheftartikeln, Rundfunkfeatures (BR, SWR, DLF, DRB, DRS), der Operette Die Molratte balzt, in der Johannes Heesters und Marika Röck auftreten sollen, und populärwissenschaftlicher Biographien. Zudem gehört er dem Beirat der Europäischen Stiftung zur Erhaltung und Förderung der Operette an, ist ein gern gesehener Gast und Redner auf diversen Operetten-Tagungen und arbeitet für die Münchner VHS.

Von 2004 bis 2006 war Stefan Frey als wissenschaftlicher Angestellter Leiter der Studiobühne am Institut für Theaterwissenschaft in München. Neben äußerst erfolgreichen Bühnenpraktika – vor allem ist hier die Inszenierung von Ralph Benatzkys Im weißen Rößl zu nennen – war seine Amtszeit durch breites studentisches Engagement geprägt, so etwa das studentische Theaterfestival FREISPIEL 2005 oder das Filmfestival Studionale 2006. Von 2005 bis 2007 war er Intendant des Café Lachs. Zudem veranstaltete Stefan Frey in dieser Zeit regelmäßig Seminare zur Theateranalyse. 2007 wurde Stefan Frey durch die studentische Gala „Freystoß“ feierlich verabschiedet.

Stefan Frey lebt und arbeitet in München, ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Philosophisch-ästhetisch interessierten Kreisen ist Stefan Frey auch als God of Camp bekannt.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Franz Lehár oder das schlechte Gewissen der leichten Musik. Theatron, Bd. 12. Tübingen 1995
  • „Was sagt ihr zu diesem Erfolg“. Franz Lehár und die Unterhaltungsmusik im 20. Jahrhundert. Frankfurt a. M. u. Leipzig 1999
  • „Unter Tränen lachen“. Emmerich Kálmán. Eine Operettenbiographie. Berlin 2003
  • Stefan Frey (Mitarbeit: Christine Stemprok, Wolfgang Dosch): Leo Fall. Spöttischer Rebell der Operette. Wien: Edition Steinbauer 2010