Stefan Gwildis

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Stefan Gwildis 2007
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Neues Spiel
  DE 32 04.08.2003 (13 Wo.)
Nur wegen Dir
  DE 11 21.02.2005 (13 Wo.)
Heut ist der Tag
  DE 2 05.02.2007 (12 Wo.)
Wünscht du wärst hier
  DE 16 14.11.2008 (6 Wo.)
Frei Händig
  DE 18 09.03.2012 (… Wo.)
Stefan Gwildis 2009 in Hamburg

Stefan Gwildis (* 22. Oktober 1958 in Hamburg) ist ein deutscher Musiker.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Gwildis wurde als Sohn eines Reifenhändlers und einer Hutmacherin geboren. Nachdem er als Kind im Elternhaus seine ersten Gesangsübungen machte, absolvierte er 1979 am Thalia-Theater in Hamburg eine Ausbildung in Fecht- und Stuntszenen.

Im Jahr 1982 gründete er gemeinsam mit Rolf Claussen das Musikduo Aprillfrisch. In Seminaren bildete er seine musikalischen Fähigkeiten weiter aus und war viel als Straßenmusiker unterwegs. Nebenbei erwarb er sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs als Lagerarbeiter, LKW-Fahrer, Sonnenbankaufsteller und Weihnachtsmann.

Im Jahr 1984 trat Stefan Gwildis im Zelttheater mit dem Kabarett Herrchens Frauchen auf. Im Jahr 1988 präsentierte er mit Aprillfrisch-MäGäDäm-Schwarz im Schmidt-Theater in Hamburg sein erstes Musical Wuttke II – am Arsch der Welt. 1991 folgte Vanessa V, 1994 Ganz oben und 1999 ein „Best Of“-Programm. Von 1992 bis 1995 war er Sänger und Gitarrist bei den „Strombolis“, bis er 1998 eine eigene Band mit dem Namen „Stefan Gwildis & the Drückerkolonne“ gründete. Ihr erstes Album Komm's zu nix erschien im Jahr 2000, im Jahr 2002 wurde die CD Wajakla veröffentlicht.

Im Jahr 2003 startete Stefan Gwildis mit seiner deutschen Neubearbeitung von Soul-Klassikern ein neues Projekt. Es entstand das Album Neues Spiel, welches schnell bundesweite Anerkennung fand. Viele Fernseh- und Konzertauftritte halfen ihm zum Durchbruch. Das Album hielt sich 13 Wochen in den Albumcharts, Gwildis erhielt als „Aufsteiger des Jahres“ die Goldene Stimmgabel verliehen, und von Auftritten in kleinen Clubs wechselte er in große Konzertsäle und Musikhallen, die oft ausverkauft sind.

Im Februar 2005 erschien das neue Album Nur wegen Dir, das an die Erfolge von Neues Spiel nahtlos anknüpfte. Am 12. März 2005 trat Stefan Gwildis mit dem Lied Wunderschönes Grau zum deutschen Vorausscheid für den Eurovision Song Contest Germany 12 Points! an.

Im Januar 2007 erschien sein Album Heut ist der Tag, das am 5. Februar 2007 Platz 2 der deutschen Album-Charts erreichte.

In seinen musikalischen Projekten arbeitet Stefan Gwildis eng mit seinem ehemaligen Schulkameraden Michy Reincke zusammen, der die Texte für seine Albenveröffentlichungen beisteuerte, sowie mit Christian von Richthofen in der Rhythm'n'Crash-Show „Auto Auto!“. Im Studio und auf der Bühne unterstützen ihn regelmäßig Musiker wie Marion Welch, Regy Clasen, Matthias Kloppe, Mirko Michalzik und Achim Rafain.

Im Tatort Schwelbrand (Erstausstrahlung: 21. Januar 2007) von Radio Bremen spielte Stefan Gwildis sich selbst als Musiker, der im Rahmen eines Konzertes gegen rechtsradikale Gewalt als Künstler auftritt. Dabei wurde Stefan Gwildis von der Tatort-Kommissarin Inga Lührsen (Sabine Postel) als versehentlich Verhafteter einer Brokdorf-Demonstration geoutet.

Sozialpolitisches Engagement[Bearbeiten]

Stefan Gwildis engagiert sich in der Opferhilfeorganistation Weißer Ring. Am 7. Juli 2007 trat er in Hamburg bei Al Gores Live Earth gegen die globale Erwärmung auf.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ann Claire Richter: Musik machen hat etwas Reinigendes. Porträt über Stefan Gwildis. In: Braunschweiger Zeitung, 2. September 2011, Seite 19.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1995: Gretes Hits (Die Strombolis)
  • 1999: Komms zu nix
  • 2002: Wajakla
  • 2003: Neues Spiel
  • 2005: Nur wegen Dir
  • 2007: Heut ist der Tag
  • 2007: live 2007 „let's did it“ (2 CDs & 1 DVD)
  • 2008: Wünscht du wärst hier
  • 2012: Frei Händig
  • 2013: Das mit dem Glücklichsein (zusammen mit der NDR Bigband)

DVD[Bearbeiten]

  • 2004: Neues Spiel live
  • 2005: Nur wegen Dir: Live aus dem Stadtpark Hamburg
  • 2007: Let's Did It

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stefan Gwildis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DE-Chartstatistik