Stefan Krämer (Fußballtrainer)

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Stefan Krämer
Krämer, Stefan Trainer BIE 13-14.JPG
Spielerinformationen
Geburtstag 23. März 1967
Geburtsort MainzDeutschland
Größe 175 cm
Position Flügelspieler
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
FV Bad Honnef
FV Rheinbrohl
Stationen als Trainer
1998–2000
2000–2002
2002–2011
2011–2014
2014–
FV Rheinbrohl
TSG Irlich 1882
SV Roßbach/Verscheid
Arminia Bielefeld
FC Energie Cottbus
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Stefan Krämer (* 23. März 1967 in Mainz) ist ein deutscher Fußballtrainer, zur Zeit bei Energie Cottbus unter Vertrag, Diplom-Sportlehrer und ehemaliger Fußballspieler.[1]

Spielerlaufbahn[Bearbeiten]

Krämer spielte als aktiver Fußballspieler beim FV Bad Honnef in der früheren Oberliga Nordrhein auf dem linken Flügel. Mitte der 1990er Jahre wechselte Krämer zum damaligen Viertligisten FV Rheinbrohl und wurde dort Kapitän.[2] Nach einer Bänderverletzung im Knie musste er mit Anfang dreißig seine Spielerkarriere beenden.[3]

Trainerlaufbahn[Bearbeiten]

Krämer war von 2002 bis 2011 neun Jahre lang ohne Unterbrechung Trainer beim SV Roßbach/Verscheid, den er in seiner Amtszeit zu einer festen Größe in der Oberliga Südwest formte. Zuvor war er beim FV Rheinbrohl, beim SV Neuwied und bei der SG Neuwied/Irlich/Hüllenberg als Trainer aktiv gewesen.[3] Nachdem Krämer im März 2011 an der Hennes-Weisweiler-Akademie seine Prüfung zum Fußball-Lehrer als Viertbester seines Jahrgangs bestanden hatte, teilte er im Sommer 2011 seinen Abschied vom SV Roßbach/Verscheid mit, um sich Arminia Bielefeld unter Cheftrainer Markus von Ahlen als Co-Trainer anzuschließen.[1] Diesen hatte Krämer zuvor bei Trainingsbeobachtungen der A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen kennengelernt, bei der von Ahlen als Trainer beschäftigt gewesen war.[4]

Nachdem von Ahlen bereits nach dem zehnten Spieltag der Saison 2011/12 wegen Erfolglosigkeit entlassen worden war, wurde Krämer zum Interimstrainer der Arminia ernannt. Bereits mit dem zweiten Spiel unter seiner Regie gelang der erste Saisonsieg. Nach einem weiteren Sieg und einem Unentschieden wurde Krämer schließlich am 3. November 2011 zum Cheftrainer der Arminia ernannt.[5] Die Saison 2012/13 wurde für Krämer und die Arminia zu einer Erfolgsgeschichte. Nachdem die ersten beiden Spiele unentschieden ausgegangen waren, etablierte sich die Mannschaft nach mehreren Siegen in der Spitzengruppe der Tabelle und befand sich regelmäßig auf einem Aufstiegs- oder Relegationsplatz. Als sich abzeichnete, dass Arminia um den Aufstieg würde mitspielen können, wurde in den Medien über einen möglichen Abgang des erfolgreichen Trainers spekuliert. Schlussendlich gab der Verein jedoch am 7. März 2013, zwei Tage vor dem prestigeträchtigen Heimspiel gegen Preußen Münster, die ligaunabhängige Vertragsverlängerung mit Krämer bis 2015 bekannt.[6] Nachdem die Arminia von Dezember 2012 bis Mai 2013 nur ein Spiel verloren hatte, feierte Krämer mit seiner Mannschaft am vorletzten Spieltag durch ein 1:0 über den VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die Saison in der 2. Bundesliga begann zunächst unerwartet erfolgreich. Nach acht Spieltagen befand sich Krämer mit der Arminia auf dem dritten Tabellenplatz. Im Anschluss daran folgte jedoch eine Serie von sieben Niederlagen in Folge, die Krämer deutlich unter Druck setzte, wobei der Rückhalt unter der Anhängerschaft weiterhin groß blieb.[7] Diese Negativserie konnte zwar mit einem Sieg gegen den FSV Frankfurt durchbrochen werden, es gelang der Arminia in den folgenden Wochen jedoch nicht, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Nach Niederlagen gegen den Lokalrivalen SC Paderborn 07 und den FC Ingolstadt 04 wurde Krämer am 23. Februar 2014 als Cheftrainer freigestellt.[8]

Zur Saison 2014/15 wird Krämer neuer Trainer von Energie Cottbus in der 3. Liga mit einer Vertragslaufzeit bis 2016.[9]

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten]

Krämer studierte an der Sporthochschule Köln auf Lehramt. Nach seinem Studium war er ebendort wissenschaftlicher Mitarbeiter. Danach arbeitete er bis zu seinem Engagement bei Arminia Bielefeld hauptberuflich neun Jahre lang für eine Versicherung.[2]

Trivia[Bearbeiten]

  • Privat ist Krämer Fan des 1. FC Köln und des Hamburger SV.[1]
  • Sein Vorbild als Fußballtrainer ist Walerij Lobanowskyj.[2]
  • Während seines Studiums an der Sporthochschule Köln legte er als DJ in Kneipen auf.[2]
  • Ab dem 15. Oktober 2011, dem Tag des ersten Siegs von Arminia Bielefeld in der Saison 2011/12, trug Stefan Krämer, unabhängig von Wetterverhältnissen und Temperaturen, als Glücksbringer bei allen Pflichtspielen von Arminia Bielefeld stets ein kurzärmliges Trainershirt. Dieses trug er bis zum 21. Januar 2012, als die Arminia die erste, aus Krämers Sicht, faire Niederlage seit dem ersten Saisonsieg hinnehmen musste. Zwischenzeitlich hatten die Nordrhein-Westfalen beim FC Carl Zeiss Jena, nach drei strittigen Elfmeterentscheidungen, verloren.[10]
  • Zu Beginn seines Engagement als Trainer bei Arminia Bielefeld ging Krämer die Wette ein, dass er sich im Fall eines Aufstiegs in die 2. Liga eine Tätowierung des Vereinslogos stechen lassen würde. Als dann im Jahr 2013 der Aufstieg tatsächlich perfekt gemacht wurde, löste Krämer dieses Wettversprechen ein, indem er sich eine Arminiafahne mit dem Datum des Aufstiegs, 11. Mai 2013, auf die linke Brust stechen ließ.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Jörg Fritz: Stefan Krämer: Ein harter Kumpeltyp. Neue Westfälische, abgerufen am 16. August 2013.
  2. a b c d »Direkt volle Kanne, los geht's!« - Bei Arminia-Trainer Stefan Krämer laufen nicht nur die Platten heiß. Westfalen-Blatt, abgerufen am 16. August 2013.
  3. a b Arminia-Trainer Krämer: "Wir sind konkurrenzfähig". Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 16. August 2013.
  4. Christoph Hansen: Stefan Krämer ist Co-Trainer bei Arminia Bielefeld. Rhein-Zeitung, abgerufen am 16. August 2013.
  5. Krämer ab sofort Cheftrainer bei Arminia. Neue Westfälische, abgerufen am 16. August 2013.
  6. Krämer bleibt bis 2015 bei Arminia. Neue Westfälische, abgerufen am 16. August 2013.
  7. 400 Fans demonstrieren für Arminia-Trainer Krämer. Neue Westfälische, abgerufen am 24. Februar 2014.
  8. Arminia Bielefeld stellt Cheftrainer Krämer frei. Neue Westfälische, abgerufen am 23. Februar 2014.
  9. Krämer nach Cottbus – Böhme weg. Meldung auf sport1.de vom 7. Mai 2014 (abgerufen am 7. Mai 2014).
  10. Das Ende vom Krämer-Shirt. Westfalen-Blatt, abgerufen am 16. August 2013.
  11. Ralf T. Mischer: Krämers Brust ziert jetzt ein Arminia-Tattoo. Neue Westfälische, abgerufen am 16. August 2013.