Stefan Mross

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Stefan Mross (2013)
Stefan Mross (2013)
Stefan Mross (2013) als Moderator und Komödiant
Stefan Mross (2013) mit seiner Trompete

Stefan Mross (* 26. November 1975 in Traunstein, Oberbayern) ist ein deutscher Trompeter, Sänger und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Mross wurde als 13-Jähriger von Karl Moik auf einer Hochzeit entdeckt und seitdem immer erfolgreicher vermarktet, bis er zu einem der bekanntesten deutschen volkstümlichen Musiker wurde. Sein erster Fernsehauftritt war bei Karl Moiks Sendung „Wie die Alten sungen“. 1989 gewann Mross mit dem Titel Heimwehmelodie den Grand Prix der Volksmusik für das Land Österreich. Karl Moik brach nach dem Sieg von Stefan Mross in Tränen aus.

Nach der Schule begann Mross ein Studium am Salzburger Mozarteum. 1994 nahm Mross für Deutschland beim Grand Prix der Volksmusik teil. Sein Titel Heilige Berge (Montagne sante) erreichte hinter Henry Arland Platz 2. Einen erneuten zweiten Platz belegte Mross beim Grand Prix der Volksmusik 1995 zusammen mit Stefanie Hertel, als beide für Deutschland den Titel Ein Lied für jeden Sonnenstrahl sangen.

2002 versuchte es Mross für Deutschland nochmals beim Grand Prix der Volksmusik. Sein Titel Angeli delle montagne kam jedoch nicht in das Finale.

Seit 2005 moderiert Mross im Sommer die ARD-Sendung (SWR) „Immer wieder sonntags” live aus dem Europapark in Rust.

Er war von 2006 bis 2012[1] mit der Sängerin volkstümlicher Schlager Stefanie Hertel verheiratet,[2] mit der er eine Tochter (* 2001) hat.[3]

Mross ist immer wieder bei verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen, lange mit seiner ehemaligen Frau Stefanie. In den letzten Jahren hat er allerdings nur bei wenigen Anlässen auf der Trompete gespielt. Inzwischen lässt er sich gesanglich ausbilden und singt sowohl solo als auch früher Duette mit seiner ehemaligen Frau. Beide traten auch regelmäßig auf Tourneen zusammen mit anderen Künstlern auf.

Im Herbst 2007 war ein neues Duettalbum geplant. Außerdem sollte eine DVD von Stefanie Hertel und Stefan Mross mit TV-Auftritten und Duettliedern erscheinen. Dieses Projekt wurde allerdings aus zeitlichen Gründen vorerst auf Eis gelegt. Im Jahr 2009 feierte Stefan Mross sein 20-jähriges Bühnenjubiläum mit einer großen Deutschland-Tournee zusammen mit seiner damaligen Ehefrau.

Drei Monate nachdem das Paar seine Trennung bekannt gegeben hatte, behauptete Karl Moik in der ZDF-Sendung Markus Lanz vom 6. Dezember 2011, dass die Partnerschaft zwischen seinen ehemaligen Schützlingen Mross und Hertel für die Medien arrangiert worden sei.[4]

„Trompeterkrieg“[Bearbeiten]

Stefan Mross kam ins Gerede durch den mehrfach öffentlich erhobenen Vorwurf, dass sein Trompetenspiel vom Band komme. Allgemein ist es bei Musiksendungen im Fernsehen üblich, dass eine Studioaufnahme zu hören ist, während die Interpreten beim Auftritt nur scheinbar musizierend am Bildschirm zu sehen sind. Daher ist es nicht immer eindeutig zu entscheiden, ob Mross selbst oder jemand anders die Trompeteneinspielung vorgenommen hat.

Im sogenannten Trompeterkrieg vor dem Frankfurter Landgericht ging es später um vermeintliche erweiterte Rechte an den Einspielungen des Trompeters Alexandre Malempré. Der belgische Studiotrompeter behauptete in diesem Zusammenhang, in sechs Stücken auf Mross-CDs vor allem sich selbst zu hören. Dies wurde von Mross zunächst bestritten, vom abmischenden Produzenten jedoch bestätigt. Die Auffassung der Produktion war jedoch, dass die Leistungen des Studiomusikers abgegolten seien, und zwar unabhängig vom Grade der Zumischung. Diese steht jedoch im Widerspruch zu den Ausführungen in der Klageschrift, wonach die früheren Einspielungen ausschließlich und final als Begleitung für die Sängerin Stefanie Hertel vorgenommen wurden, als diese noch nicht mit Mross zusammen in Erscheinung getreten war. Dementsprechend sei die vertragliche Rechteübertragung, die als Urkundenbeweis in Schriftform angefügt wurde und lediglich den Namen der Sängerin beinhaltet haben soll, nicht zum Zwecke der Verwertung für das Duo Hertel / Mross legitimierend erfolgt.[5]

Mehrfach weigerte sich Mross, vor Gericht einige seiner Stücke vorzutragen. Infolgedessen ordnete die Kammer die Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens an. Malempré und Mross mussten die streitgegenständlichen Titel bei dem Experten Max Sommerhalder, Professor an der Hochschule für Musik Detmold, einspielen, damit dieser die Details in der Ausführung computergestützt analysieren konnte, um die jeweiligen individuellen Merkmale der Protagonisten in Technik und Stil differenzieren zu können. Ferner musste Mross einige allgemein gängige Stücke vortragen, u. a. aus Nabucco. In seinem Gerichtsgutachten bezeichnete Sommerhalder Stefan Mross anschließend als „stümperhaften Trompeter“. Seine Technik wirke „feld-, wald- und wiesenmäßig“; er sei generell nicht fähig, eine hochwertige CD zu produzieren. Rückendeckung erhielt Mross dagegen vom schweizerischen Trompeter Beny Rehmann und von seinem Förderer Karl Moik. Um sich zu rehabilitieren, blies Mross, begleitet von einem Orchester, im ARD-Musikantenstadl live eine einfache, jedoch fehlerhaft vorgetragene Version von „Granada“.

Im Juni 2006 meldete die Chemnitzer Morgenpost, dass sich beide Parteien nach neun Jahren geeinigt hätten, und zitierte einen Sprecher des Landgerichts Frankfurt am Main: „Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt. Die Klage wurde zurückgenommen“, die Details der Einigung wurden außergerichtlich verhandelt.[6]

Erfolgstitel[Bearbeiten]

  • 1989: Heimwehmelodie
  • La Pastorella
  • Santo Dominig
  • Sevus, pfüa Gott und Auf Wiedersehn
  • 1994: Heilige berge (Montagne sante)

Alben[Bearbeiten]

  • 1989: Heimwehmelodie
  • 1993: In unserer Hand liegt unsere Erde
  • 1994: Sehnsuchtsmelodie
  • 1994: Das große Wunschkonzert
  • 1994: Weihnachten mit dir (mit Stefanie Hertel)
  • 1995: Ein Lied für jeden Sonnenstrahl (mit Stefanie Hertel)
  • 1996: Zauber der Trompete
  • 1996: Musik ist Trumpf
  • 1997: So schön ist Volksmusik
  • 1997: Weihnachten: Unser Fest der Liebe
  • 1998: Gold
  • 1999: Herz an Herz (mit Stefanie Hertel)
  • 2000: Mein Wunschkonzert
  • 2002: Trompetenzauber
  • 2003: Stille Nacht, heilige Nacht (mit Tom Horstmann)
  • 2003: Musik fürs Herz
  • 2004: Von Herzen alles Gute
  • 2006: Immer wieder Stefan
  • 2008: Echte Freunde
  • 2011: Greif zu
  • 2013: Meine beste Zeit

Fernsehmoderationen[Bearbeiten]

seit 2005: Immer wieder sonntags, Das Erste, Moderation

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stefan Mross – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.fr-online.de/newsticker/stefan-mross-und-stefanie-hertel-sind-geschieden,11005786,21061404.html
  2. Geheimhochzeit in Florida, Die Welt, 26. September 2006
  3. n-tv.de: Stefanie Hertel und Stefan Mross getrennt, vom 21. September 2011
  4. Siehe bunte.de, 7. Dezember 2011: Moik: Das Management hat sie verheiratet!. Focus.online, 7. Dezember 2011: Musikantenstadl-Urgestein Karl Moik hält Mross-Hertel-Ehe für arrangiert.
  5. Trompeterkrieg statt heile Welt, Hamburger Abendblatt, 13. September 2002
  6. 'Trompeterkrieg' wurde heimlich abgeblasen, Chemnitzer Morgenpost, 13. Juni 2006