Stefan Schostok

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Stefan Schostok, 2013

Stefan Schostok (* 12. Mai 1964 in Hildesheim) ist ein deutscher Politiker (SPD).[1] Seit dem 11. Oktober 2013 ist er der Oberbürgermeister von Hannover.[2] Von 2010 bis 2013 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Stefan Schostok lebt seit 1971 in Hannover und eine Zeit lang in Isernhagen.[3] Stefan Schostok erlangte 1985 am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Hannover die Fachhochschulreife, 1986/87 absolvierte er seinen Zivildienst in Isernhagen. Im Anschluss studierte Schostok Sozialpädagogik und schloss 1991 das Studium als Diplom-Sozialpädagoge ab. Beruflich war er von 1991 bis 1995 beim Bildungsnetzwerk Niedersächsischer Volkshochschulen angestellt. Von 1995 bis 1996 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der politischen Zeitschrift SPW tätig. Von 1996 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE. Im Niedersächsischen Umweltministerium war er 1999 als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Von 2000 bis Oktober 2009 war Stefan Schostok leitender Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hannover.

Politik[Bearbeiten]

Der OB verkündet den Titel Hannovers als UNESCO City of Music
am 1. Dezember 2014 bei seiner Rede zum Stadtkulturpreis vor dem Freundeskreis Hannover
Stefan Schostok mit der Amtskette des Oberbürgermeisters 2014 beim Neujahrsempfang der Bürger der niedersächsischen Landeshauptstadt
Hannovers OB und die Moderatorin Wenke Weber bei der Handy-Untersuchung während des 67. Niedersächsischen Medienstammtischs
Der OB vor Gästen der Villa Seligmann

Stefan Schostok ist seit 1983 Mitglied der SPD. Seit 1995 ist er Mitglied des Vorstandes des SPD-Bezirks Hannover. Von 1991 bis 1995 war er Vorsitzender des Juso-Bezirks Hannover. Er ist Mitglied im Vorstand des SPD-Stadtverbandes Hannover. [4] Kommunalpolitische Erfahrungen machte er als Ratsmitglied im Gemeinderat Isernhagen von 2001 bis 2005. Dort saß er im Wirtschafts- und Finanzausschuss und im Umweltausschuss.

Am 31. Oktober 2009 wurde er auf dem Bezirksparteitag zum Vorsitzenden des SPD-Bezirks Hannover gewählt. In den Jahren 2011 und 2013 wurde er in diesem Amt bestätigt.

Von 2008 bis Januar 2013 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages (16. Wahlperiode) als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 28 Hannover-Mitte. Seine politischen Schwerpunkte in der Landtagsarbeit lagen in der Arbeitsmarkt-, Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik. Schostok war Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er arbeitete darüber hinaus im Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur an den Themen des Wissenschaftstransfers und in der Kulturpolitik, was in seinem Wahlkreis von größter Bedeutung ist. Zudem war er Sprecher für Innovation und Wissenschaftstransfer. Des Weiteren war Stefan Schostok Mitglied im Arbeitskreis Integration. Vom 14. Juni 2010 bis zum 22. Januar 2013 war er Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Niedersächsischen Landtag.[5]

Schostok verzichtete Ende 2011 auf eine erneute Kandidatur zum niedersächsischen Landtag und erklärte seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters von Hannover als Nachfolger von Stephan Weil.[6] Im April 2012 wurde er von seiner Partei dafür mit 96 Prozent Zustimmung aufgestellt.[7] Am 6. Juni 2013 nominierten die Delegierten der SPD-StadtverbandsvertreterInnenversammlung Hannover Stefan Schostok mit 96 Prozent Zustimmung offiziell zum Oberbürgermeisterkandidaten.[8]

Beim ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl am 22. September 2013 verfehlte er mit 48,9 % der Stimmen die erforderliche absolute Mehrheit gegen den CDU-Kandidaten Matthias Waldraff (33,8 %).[9] Bei der Stichwahl am 6. Oktober 2013 siegte Schostok mit 66,3 % der Stimmen.[10] Am 11. Oktober 2013 hat Schostok sein Amt als Oberbürgermeister von Hannover angetreten und löste damit die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette und den 1. Bürgermeister Bernd Strauch an der Spitze der Stadt ab.[11] Die Vereidigung vor dem Rat der Stadt fand am 24. Oktober 2013 statt.[12]

Als Oberbürgermeister ist er oberster Repräsentant und Leiter der Stadtverwaltung von Hannover. Er hat den Vorsitz im Verwaltungsausschuss der Stadt.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Stefan Schostok ist seit April 2012 Mitglied im Konvent der Evangelischen Akademie Loccum.[13][14] Der Kirchensenat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers berief Stefan Schostok im Januar 2014 als Mitglied der 25. Landessynode (2014-2020).[15]Seit dem 19. Januar 2014 ist er Patron der Marktkirche Hannover und Mitglied im Kirchenvorstand der Marktkirchengemeinde.[16] Stefan Schostok ist Mitglied im Beirat der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Niedersachsen-Bremen e.V.[17][18] Er ist Mitglied der AWO, des SoVD, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) sowie im Freundeskreis Hannover.

Persönliches[Bearbeiten]

Stefan Schostok ist ledig und lebt in Hannover-List.[19]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • (Hrsg. mit Wolfgang Jüttner, Gabriele Andretta): Politik für die Sozialdemokratie. Erinnerung an Peter von Oertzen. (= Veröffentlichungen des Instituts für Sozialgeschichte Braunschweig e.V. Bd. 7). Vorwärts-Buch, Berlin 2009, ISBN 978-3-86602-924-8.
  • (Hrsg. mit Arno Brandt): kurs.wechsel(at)politik-in-niedersachsen.de. Der Kompass für Arbeit, Wirtschaft und Qualifikation in Niedersachsen. Vorwärts-Buch, Berlin 2012, ISBN 978-3-942972-12-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stefan Schostok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Munzinger-Archiv: Stefan Schostok, zuletzt abgerufen am 6. Oktober 2013
  2. N.N.: Schünemann scheitert in Hameln / Schostok neuer Oberbürgermeister von Hannover. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 6. Oktober 2013, abgerufen am 6. Oktober 2013.
  3. http://www.neuepresse.de/Hannover/OB-Wahl-2013/Der-Kandidat-Stefan-Schostok-SPD
  4. http://www.spd-hannover-stadt.de/partei/vorstand/
  5. Johanne Modder neue Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 22. Januar 2013.
  6. Schostok will Oberbürgermeister von Hannover werden. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12. Dezember 2011.
  7. Andreas Schinkel: Schostok zum OB-Kandidaten gewählt. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 14. April 2012.
  8. Ein Abend mit Freunden: Nominierung von Stefan Schostok im Ballhof. Nachricht auf der Website des SPD-Stadtverbandes Hannover vom 6. Juni 2013.
  9. http://www.ndr.de/infografik/hannover7147_v-contentgross.jpg
  10. sup/ek/med/asl/vg: Der Wahlabend zum Nachlesen. Schostok zieht ins Rathaus. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 6. Oktober 2013; abgerufen am 6. Oktober 2013.
  11. http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/schostok179.html
  12. http://www.ihmebote.de/2013/10/07/stefan-schostok-neuer-ob-hannover/
  13. Das Kollegium. In: Loccum.de, 2010. Abgerufen am 24. August 2013.
  14. http://www.stefan-schostok.de/content/362864.php
  15. http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2014/01/2014_02_16_1
  16. http://marktkirche-hannover.de/?page_id=172
  17. http://dtn-network.de/cms/verein/beirat
  18. Gunnar Menkens: Wahlkampf in Hannover OB-Kandidat Stefan Schostok im Porträt (siehe im Abschnitt Weblinks)
  19. http://www.neuepresse.de/Hannover/OB-Wahl-2013/Der-Kandidat-Stefan-Schostok-SPD