Stefan Vladislav

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Stefan Vladislav Freske im Kloster Mileševa

Stefan Vladislav oder Vladislav Nemanjić der I. († nach 1264) war von 1234 bis 1243 König von Raszien, der Küstenländer und aller Serben.

Stefan Vladislav löste seinen älteren Bruder Stefan Radoslav ab, der von der serbischen Reichsversammlung 1234 abgesetzt wurde. Um sich den Ambitionen Ungarns zu widersetzen, lehnte er sich an den bulgarischen Zaren Iwan Assen II. und heiratete dessen Tochter Beloslawa Assenina. Das führte zu einem starken Einfluss des bulgarischen Reiches am serbischen Hof. Nach dem Tode Iwan II. Assens und dem Einfall der Mongolen 1241 setzte die serbische Reichsversammlung Stefan Vladislav ab und inthronisierte den jüngsten Bruder Stefan Uroš I. zum König.

Stefan Vladislav war der zweitälteste Sohn von Stefan Nemanjić und dessen zweiter Frau Anna Dandolo. Aus der Ehe Stefan Vladislavs mit Beloslawa gingen folgende Kinder hervor:

  • Desa
  • eine namenlose Tochter, die einen in Südosteuropa lebenden Edelmann heiratete.

Quellen[Bearbeiten]

  • John V. A. Fine Jr.: The Late Medieval Balkans. University of Michigan Press, Ann Arbor 1987, ISBN 0-472-10079-3.
  • Narodno delo (Hrsg.): Encyclopedia Sveznanje. Belgrad 1937.
Vorgänger Amt Nachfolger
Stefan Radoslav König von Serbien
1234–1243
Stefan Uroš I.