Stefanie Mühle

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Stefanie Mühle (* 19. März 1960[1] in Köln; † 18. April 2011) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Stefanie Mühle absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Staatlichen Folkwangschule in Essen. Sie war in vielen Fernseh- und Theaterproduktionen zu sehen. So spielte sie zum Beispiel in der Krimireihe Tatort und wirkte in dem Mehrteiler Heimat 3 mit. Von 1987 bis 1991 übernahm Stefanie Mühle als Nachfolgerin von Silke Wülfing die Rolle der „Christina Barnsteg“ in der Serie Lindenstraße. 2006 spielte sie eine Hauptrolle in dem Kinofilm Lieben.

Mühle stand auf Grund einer Äußerung über den bayerischen Politiker Peter Gauweiler im Rahmen ihrer Rolle als „Christina Barnsteg“ wegen Beleidigung vor Gericht. Da Gauweiler die Ghettoisierung von AIDS-Kranken verlangte, wurde er von „Christina“ als Faschist bezeichnet. In erster Instanz sowie vom Berufungsgericht wurde sie freigesprochen. Das OLG Köln als Revisionsgericht bestätigte den Freispruch, da ihre Äußerung nicht die persönliche Missachtung Gauweilers zum Ausdruck bringen sollte, sondern die Missachtung einer fiktiven linksorientierten Person in der Serie Lindenstraße. Somit war weder der Tatbestand der Beleidigung noch der, der Üblen Nachrede erfüllt.[2]

Zuletzt war Stefanie Mühle als Dozentin an der Arturo-Schauspielschule in Köln und als Schauspielerin am Wolfgang Borchert Theater in Münster engagiert. Des Weiteren hatte sie zahlreiche Fernsehrollen, wie unter anderem im Jahr 2008 in der ZDF-Krimiserie Kommissar Stolberg.

Am 18. April 2011 erlag sie im Alter von 51 Jahren einem Krebsleiden.[1][3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1987: Duett in Bonn (Fernsehserie)
  • 1987–1991: Lindenstraße (Fernsehserie, 183 Folgen)
  • 1988: Eurocops (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1991: Großstadtrevier (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1996: Die Wache (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1998: Unter uns (Fernsehserie, Nebenrolle)
  • 1999: Tatort (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2001: Die Sitte, auch: Die Sitte: Kaltes Blut (Fernsehfilm)
  • 2001: Natalie – Das Leben nach dem Babystrich, auch: Natalie IV – Das Leben nach dem Babystrich (Fernsehfilm)
  • 2002: Herzschlag – Das Ärzteteam Nord (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2003: Die Sitte (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2003: SK Kölsch (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2006: Lieben
  • 2007: SOKO Köln (Fernsehserie, eine Folge)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Bambi 1989
  • Kölner Theaterpreis 1994

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Todesanzeige der Familie in der Kölner Rundschau Abgerufen am 21. April 2011
  2. Fundstelle: (OLG Köln NJW 1993, 1486 f.)
  3. Todesnachricht auf express.de